Amazon 2025 Erfolgreich auf Amazon verkaufen: Diese 10 Fehler ruinieren dein Ranking

Von Heiner Sieger 3 min Lesedauer

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Amazon ist der wichtigste Online-Marktplatz in Deutschland – und zugleich eine der härtesten Arenen für Händler. Entdecke die größten Stolpersteine – und wie du sie beim Verkaufen umgehst.

(Bild:  © IB Photography/stock.adobe.com)
(Bild: © IB Photography/stock.adobe.com)

Mit 63 Prozent Marktanteil im deutschen Onlinehandel 1 dominiert Amazon den E-Commerce. Über 47.000 deutsche KMU verkaufen bereits aktiv dort, erwirtschaften zusammen 5,7 Milliarden Euro Auslandsumsatz und schaffen mehr als 170.000 Arbeitsplätze.

Doch wer einsteigt, merkt schnell: Amazon ist hochlukrativ – aber auch hochkomplex. Permanente Regeländerungen, steigender Konkurrenzdruck, steigende Werbekosten und strenge Qualitätskennzahlen machen das Geschäft anspruchsvoller denn je. In solch einem Umfeld können schon kleine Versäumnisse zu Kontosperrungen, Verlustranking oder empfindlichen Gewinnschmälerungen führen.

Das sind die zehn häufigsten Amazon-Händler-Fehler – und so vermeidest Du sie:

1. Umsatzsteuer-Compliance vernachlässigen

Wer grenzüberschreitend verkauft oder FBA-Lager (Fulfillment by Amazon) im Ausland nutzt, benötigt in den jeweiligen Ländern eine gültige Umsatzsteuerregistrierung und muss korrekte Meldungen abgeben. Fehlende Compliance führt zu Bußgeldern und Amazon-Kontosperrungen.

Praxis-Tipp: Umsatzsteuer-IDs in allen Lagerländern beantragen und Buchhaltungstools mit OSS/IOSS-Integration (One-Stop-Shop-/Import-One-Stop-Shop) nutzen.

2. Amazon-Richtlinien ignorieren

Amazon bewertet Verkäufer streng nach KPIs wie Lieferpünktlichkeit, Stornorate und Produktqualität. Regelverletzungen führen oft zu automatisierten Sperrungen. Laut HDE-Online Monitor 2025 sind Regelverstöße die häufigste Sperrursache bei Drittanbietern.

Praxis-Tipp: Regelmäßig den „Performance“-Bereich im Amazon Seller Central checken.

3. Neue FBA-Erstattungsrichtlinien übersehen

Seit März 2025 ersetzt Amazon bei Warenverlusten oder Schäden im FBA nur noch den Herstellungspreis – nicht mehr den Verkaufspreis. Wer Herstellungskosten nicht hinterlegt, bekommt Minimalbeträge erstattet.

Praxisbeispiel: Ein Küchenartikel-Händler verlor im ersten Quartal 2025 fast 12.000 Euro, weil keine hinterlegten Produktionskosten in Seller Central vorhanden waren.

1 Handelsverband Deutschland, Online-Monitor 2025

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