gesponsertTransparenz, Kontext, Moderation  Fake Reviews: Trustlocal sieht Plattformen in der Pflicht 

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Der Dienstleistungsmarktplatz Trustlocal beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie digitale Bewertungen fair, überprüfbar und aussagekräftig bleiben können.

Manuel Eiteljörge und Team(Bild:  Kenneth McGinley)
Manuel Eiteljörge und Team
(Bild: Kenneth McGinley)

Um heute im Internet Neukunden zu erreichen, braucht man mehr als nur eine gute Website oder ein gepflegtes Google-Profil. Sichtbarkeit und Reputation entstehen über Plattformen und Empfehlungen in Form von glaubwürdigen Bewertungen. Doch gerade diese Bewertungssysteme stehen zunehmend unter Druck: Fake Reviews, gekaufte Rezensionen oder gezielte Negativkampagnen erschweren es selbst seriösen Unternehmen, sich authentisch zu präsentieren – sei es bei Google oder auf Online-Marktplätzen.

Starke, unabhängige Plattformpartner sind für KMU aus Handel und Dienstleistung daher unverzichtbar geworden. Sie garantieren einerseits Reichweite und Sichtbarkeit und sorgen andererseits für eine verlässliche Bewertungskultur.

Plattformen in der Pflicht

Die Experten des Dienstleistungsmarktplatzes Trustlocal beschäftigen sich seit der Gründung des Start-ups intensiv mit der Frage, wie digitale Bewertungen fair, überprüfbar und aussagekräftig bleiben können. Dabei fließen technologische und psychologische Erkenntnisse aus Wirtschaft und Wissenschaft ebenso ein wie praktische Erfahrungen aus der Prüfung Tausender Profile.

„Verbraucher wollen ehrliche Bewertungen – Unternehmen brauchen sie“, erklärt Manuel Eiteljörge, Countrymanager DACH bei Trustlocal. „Deshalb sind Plattformen gefordert, technische Prüfmechanismen mit menschlichem Verständnis zu verbinden. Nur durch Transparenz, Kontext und aktive Moderation bleibt die Review-Kultur glaubwürdig.“

Manuel Eiteljörge, Countrylead Deutschland bei Trustlocal
(Bild: Kenneth McGinley)

Trustlocal-Score: Plattformübergreifend und objektiv

Ein Kerninstrument von Trustlocal sind plattformübergreifende Scorings. Solche Systeme aggregieren Reputationsdaten über verschiedene Marktplätze hinweg und berechnen daraus einen übergeordneten Vertrauenswert. Das Ziel besteht darin, die Fragmentierung einzelner Plattformen zu überwinden und ein konsistentes Bild der Glaubwürdigkeit von Rezensenten und Anbietern zu schaffen. Verbraucher profitieren von mehr Transparenz, während Dienstleister und Händler einen besseren Schutz vor verzerrenden Angriffen erhalten. Gleichzeitig haben Plattformen einen zusätzlichen Anreiz, ihre eigenen Daten sauber zu pflegen, um in den Gesamtscorings nicht negativ aufzufallen.

So entstand der exklusive Trustlocal-Score, der den Ruf eines Dienstleisters auf der Plattform zusammenfasst. Während die Bewertungen durch Trustlocal-Nutzer ausschließlich auf verifizierten Kundenanfragen mit dem betreffenden Anbieter beruhen, erfasst der plattformübergeifende Score alle online verfügbaren Bewertungen, die festgelegte Standards einhalten.

Berücksichtigt werden auch weitere Faktoren wie Berufserfahrung und Profilbewertung, um ein faires Gesamtbild zu erhalten. Bei Trustlocal arbeiten alle Abteilungen daran, die Verlässlichkeit der Bewertungen stetig zu optimieren, indem die Bewertungsfunktionen verbessert, zuverlässige Bewertungen anderer Quellen ergänzt und die Menge der Bewertungen pro Kunde erweitert werden.

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KI im Einsatz gegen Fake Reviews

Eiteljörge sieht den Einsatz Künstlicher Intelligenz, beispielsweise in Form von Machine-Learning-Modellen, die Textmuster und Verhaltensmerkmale analysieren, um manipulierte Inhalte zu erkennen, mittlerweile als unerlässlich – vor allem für globale Plattformen mit großen Datenmengen.

Wissenschaftler der Universität Peking haben kürzlich gezeigt, dass sich mit der Kombination aus sprachlichen Daten und Verhaltensmustern besonders hohe Erkennungsraten erzielen lassen. Auch multimodale Verfahren, bei denen zusätzliche Kontextdaten wie Bilder oder Metadaten einbezogen werden, können dabei helfen, die Glaubwürdigkeit einer Bewertung fundierter einzuschätzen. Ein solches System stuft die Bewertung als verdächtig ein und reduziert ihr Gewicht im Gesamtscoring automatisch. Die Bewertung bleibt sichtbar, hat aber keinen maßgeblichen Einfluss mehr auf die Durchschnittsbewertung.

Reviewer Score: Eine Bewertung der Bewertenden

Zudem gewinnen Reputationssysteme für Reviewer an Bedeutung. Neben der technischen Erkennung setzen Plattformen zunehmend auf Reputationsmechanismen. Dabei werden Rezensenten anhand ihrer Historie und Glaubwürdigkeit eingestuft. Je konsistenter und authentischer die Bewertungen eines Nutzers sind, desto höher wird sein „Reviewer Score“ gewichtet. Ein bekanntes Beispiel ist Amazon, wo Bewertungen von Kunden, die das Produkt tatsächlich bei Amazon gekauft haben, in der Gesamtwertung stärker berücksichtigt werden. Google hingegen berücksichtigt die Geolokalisierung, von der aus eine Bewertung abgegeben wurde, um deren Glaubwürdigkeit und Relevanz zu bewerten.

Dieses Prinzip ähnelt einem Bonitätssystem für Bewertungen und wird in der Literatur als besonders vielversprechend angesehen. Erweiterte Reputationsmodelle könnten in Zukunft dabei helfen, die Manipulationsanfälligkeit weiter zu reduzieren.

Klare Regeln sind nötig

„Unser Anspruch ist es, auf jede Kundenanfrage binnen 24 Stunden zu reagieren“, betont Eiteljörge. Das ist leider noch nicht überall der Fall. Weltweit diskutieren Juristen daher zurecht über verstärkte regulatorische Pflichten. Plattformen könnten demnach nicht nur dazu verpflichtet werden, auf Beschwerden zu reagieren, sondern proaktiv verdächtige Aktivitäten systematisch zu überwachen und zu melden.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Zu den wichtigsten Bausteinen einer seriösen Review-Kultur gehören:

  • KI-gestützte Erkennung manipulativer Inhalte, wie sie etwa auch die aktuelle Forschung zu Fake-Review-Erkennung beschreibt,
  • Reputationssysteme für Rezensenten, bei denen glaubwürdige Stimmen stärker gewichtet werden,
  • plattformübergreifende Vertrauens-Scores, die ein konsistentes Bild der Reputation eines Unternehmens schaffen
  • und klare Moderationsprozesse, die Transparenz und Fairness sichern.

Fazit

Das Problem manipulierter Online-Bewertungen lässt sich nicht allein durch technische Filter lösen. Vielmehr ist eine Kombination aus KI-gestützter Erkennung, Reputationssystemen für Reviewer, plattformübergreifenden Scorings, transparenten Moderationsmechanismen und regulatorischen Rahmenbedingungen erforderlich. Nur so können Marktplätze das Vertrauen der Verbraucher langfristig sichern und somit ihre eigene Glaubwürdigkeit im E-Commerce verteidigen.

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