Cyberkriminalität Finanzbetrug: Erhöhte Gefahr bei den Olympischen Spiele in Paris

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Die bevorstehenden Olympischen Spiele in Paris sind nicht nur ein sportlicher Höhepunkt in diesem Jahr, sondern erhöhen auch die Gefahr von Online- und Finanzbetrug. Laut einer Studie von BioCatch sind die Verluste durch digitalen Bankbetrug in Frankreich 2023 um neun Prozent gestiegen. Während der Spiele wird mit einem Anstieg von Phishing-Angriffen, Ticketbetrug und dem Diebstahl mobiler Geräte gerechnet.

(Bild:  New Africa/Adobe Stock)
(Bild: New Africa/Adobe Stock)

Der neue Bericht „2024 Digital Banking Fraud Trends in Paris“ von BioCatch untersucht Trends im Bereich des digitalen Bankbetrugs und der Finanzkriminalität in Frankreich untersucht. Demnach wurden die Olympischen Spiele in diesem Sommer als potenzielle Drehscheibe für Cyberkriminalität identifiziert. Unter Berufung auf Warnungen der französischen Regierung, des Internationalen Olympischen Komitees und der Pariser Staatsanwaltschaft hat BioCatch, Anbieter von digitaler Betrugserkennung und Finanzkriminalitätsprävention, die zahlreichen Betrugsmöglichkeiten untersucht, die sich durch das Zusammentreffen von 10.000 Athleten und Millionen von Fans aus mehr als 200 Ländern Ende Juli in Paris ergeben. 

Besucher der Olympischen Spiele sind anfällig für Finanzbetrug

„Paris erwartet, während der Olympischen Sommerspiele in diesem Jahr mehr als 15 Millionen Touristen zu empfangen, was einen wirtschaftlichen Nutzen von schätzungsweise 3,75 Milliarden Dollar bringen wird“, sagt Tom Peacock, Director of Global Fraud Intelligence bei BioCatch. „Das schafft einen fruchtbaren Boden für Betrüger, die versuchen werden, ihren Anteil einzustreichen. Das Spektakel der Spiele hat das Potenzial, sowohl die Pariser als auch die Besucher von den besten Sicherheitspraktiken abzulenken und sie so anfälliger für Finanzbetrug zu machen.“ 

Der Generalstaatsanwalt von Paris warnt vor europäischen und südamerikanischen Banden, die sich auf Straßendiebstahl spezialisiert haben und während der Spiele die Straßen von Paris überschwemmen. BioCatch warnt, dass dies zu einem Anstieg des Betrugs mit gestohlenen Geräten führen könnte – ein bereits wachsendes Problem in Europa.Peacock erläutert: „In London gab es im letzten Jahr einen Anstieg des Betrugs mit Mobilgeräten um 151 Prozent. Die meisten dieser gestohlenen Geräte landen in China, wo sie in Einzelteile zerlegt werden. In anderen Fällen sind Diebe jedoch zu Betrügern im digitalen Banking geworden, die sich in Online-Banking-Apps einloggen und Chaos anrichten.“ 

Gefahr von Olympia-bezogenen Phishing-Angriffen

Verbraucher müssen sich außerdem (sofern sie nicht bereits davon betroffen sind) auf eine Flut von Olympia-bezogenen Phishing-Angriffen gefasst machen, bei denen Cyberkriminelle unsere Posteingänge mit Versprechungen von Last-Minute-Ticketverkäufen überfluten.„Betrug ist ein natürlicher Selektionsprozess. Die weniger geschickten Betrüger wurden bereits aus der Herde eliminiert, sodass nur die cleveren übrig geblieben sind. Wir dürfen die Kreativität dieser Cyberkriminellen nicht unterschätzen. Sie versuchen nicht nur, die olympische Marke zu imitieren. Die Sponsoren der Spiele – Coca-Cola, Samsung und Visa, um nur einige zu nennen – bieten Betrügern eine Fülle zusätzlicher Möglichkeiten für Phishing und Identitätsbetrug“, berichtet Matthew Platten, Pre-Sales Manager bei BioCatch France. 

Finanzbetrug: Hohe Dunkelziffer bei Betrugsfällen

Die Verluste durch Betrug im digitalen Bankgeschäft stiegen im vergangenen Jahr in Frankreich um neun Prozent und machten mehr als 70 Prozent aller Betrugsfälle mit großem Wert im Land aus.
Social Engineering ist größte Bedrohung: Betrug mit falschen Bankberatern und andere Social-Engineering-Angriffe stellen für französische Banken im Jahr 2024 die größte Herausforderung dar.
Hohe Dunkelziffer bei Betrugsfällen: Das Observatorium für die Sicherheit von Zahlungsmitteln schätzt, dass weniger als die Hälfte aller bekannten Betrugsfälle in Frankreich der französischen Polizei gemeldet werden.
Digitales Banking dominiert: Bereits 94 Prozent der französischen Bevölkerung nutzen digitales Banking, was das Risiko und die Gefährdung für Banken wie Verbraucher erhöht.

Dominique Ango, Vertriebsleiter bei BioCatch France, kommentiert die Ergebnisse: „Betrügereien mit falschen Bankberatern spielen mit den Emotionen ihrer Opfer. Sie bieten Privatkunden überzeugende – aber falsche – Warnungen, dass ihr hart verdientes Geld in Gefahr sei, wenn sie nicht sofort etwas unternehmen. Natürlich wollen wir alle unser Geld schützen, wo und wann immer es möglich ist, aber diejenigen, die den Ratschlägen dieser Betrüger folgen, übertragen ihr Geld unwissentlich an einen Kriminellen und verlieren es oft für immer.“ 

BioCatch bietet Lösungen für die digitalerBetrugserkennung und Finanzkriminalitätsprävention auf Basis verhaltensbasierter Intelligenz. Hierfür werden Tausende von Benutzerinteraktionen analysiert, um eine sichere digitale Bankumgebung zu gewährleisten. Heute setzen mehr als 30 der 100 größten Banken der Welt und 196 Finanzinstitute BioCatch Connect ein, um Betrug zu bekämpfen, die digitale Transformation zu erleichtern und Kundenbeziehungen auszubauen. Die Initiative „Client Innovation Board“ von BioCatch  hat zum Ziel, kreative und innovative Wege zu finden, um Kundenbeziehungen zur Betrugsprävention zu nutzen.

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