Fraunhofer IML Mit CASTN zur Nachhaltigkeit: Optimierung von Versandkartons für weniger Leerraum

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Im E-Commerce werden noch immer zahlreiche Pakete mit viel Luft versendet. Die Software CASTN des Fraunhofer IML soll dabei helfen, die passenden Kartons zu nutzen und die Anforderungen der PPWR einzuhalten.

(Bild:  Fraunhofer IML/Vinzenz Neugebauer)
(Bild: Fraunhofer IML/Vinzenz Neugebauer)

Luft ist zwar erst einmal kostenlos – doch in Kartons kostet sie beim Versand bares Geld. Im E-Commerce gilt es daher, die Paketgrößen möglichst effizient zu wählen und so wenig Luft wie möglich durch die Gegend zu schicken. Dazu verpflichtet auch die EU-Verpackungsverordnung. (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR), die beispielsweise vorschreibt, dass das Volumen von Verpackungen auf das für die Funktionalität notwendige Minimum zu reduzieren ist. Mit der Kartonset-Optimierung CASTN stellt das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) nun eine marktreife Software vor, die diese Effizienzprobleme gezielt angeht.

Optimierte Karton-Sets

Die Software CASTN (Carton Set Optimization) ermöglicht es Unternehmen zunächst, den eigenen Volumennutzungsgrad zu analysieren. Darauf aufbauend unterstützt die Software bei der Erstellung eines optimierten Standardkarton-Sets, das auf die individuelle Artikel- und Auftragsstruktur abgestimmt ist.

Ein zentrales Merkmal ist der datenbasierte Ansatz: Ein integrierter Daten-Check prüft  die Qualität der verwendeten Artikel-, Auftrags- und Kartondaten. „Die Optimierung ist  immer nur so gut wie die Daten, auf denen sie basiert“, betont Lukas Lehmann,  Projektleiter am Fraunhofer IML. CASTN soll Unternehmen deshalb auch  dabei unterstützen, die eigene Datenbasis zu bewerten und Schwachstellen zu identifizieren – „ein Mehrwert, der in der Praxis oft unterschätzt wird“.

Ein wesentlicher Anwendungsfall von CASTN liegt laut dem Fraunhofer IML in der Vorbereitung auf die PPWR. Untersuchungen würden zeigen, dass viele Unternehmen die künftig geforderte  Mindestvolumennutzung von 50 Prozent aktuell nicht erreichen. CASTN soll hier  Transparenz schaffen und konkrete Optimierungsmöglichkeiten aufzeigen. 

Mit dem Abschluss der Entwicklungsphase steht CASTN ab sofort als marktreife Lösung zur Verfügung. Unternehmen können die Software weiterhin im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit dem Fraunhofer IML nutzen, aber erstmals auch eigenständig einsetzen. Zudem besteht die Möglichkeit, die Software über Unternehmen zu beziehen, die die Software als Drittanbieter in ihr bestehendes Leistungsportfolio für ihre Kunden integrieren.

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