Nutzung von künstlicher Intelligenz KI: Führungskräfte sehen dadurch Chancen für mehr Wachstum

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Laut einer neuen Umfrage der DMEXCO ist jede zweite Führungskraft überzeugt, dass KI das Wachstum in Deutschland beflügeln wird. Ältere Manager sind tendenziell optimistischer als jüngere. Zudem erwartet ein Großteil wichtige Impulse von der Bundesregierung.

(Bild:  KI_2rogan/Adobe Stock - generiert mit KI)
(Bild: KI_2rogan/Adobe Stock - generiert mit KI)

Wird künstliche Intelligenz die deutsche Wirtschaft beflügeln, oder wird diese angesichts der rasanten technologischen KI-Entwicklung an Boden verlieren? Deutschlands Wirtschaftselite, so zeigt eine aktuelle Umfrage der DMEXCO, ist vorsichtig optimistisch: 46,5 Prozent der Führungskraft erklären, dank KI werde die Wirtschaftsleistung hierzulande in den kommenden Jahren steigen - 17 Prozent glauben sogar, sie werde „eindeutig zunehmen”. Die Skeptiker sind in der Unterzahl: Nur 14,5 Prozent der insgesamt 2.000 befragten Entscheidungstragenden gehen von negativen Vorzeichen aus. Rund jeder Vierte (23,8 Prozent) sieht keinen direkten Einfluss von KI auf das Wirtschaftswachstum. 

Maßnahmen der Bundesregierung, die den KI-Einsatz fördern.(Bild:  DMEXCO)
Maßnahmen der Bundesregierung, die den KI-Einsatz fördern.
(Bild: DMEXCO)

Vom Staat erwartet ein Großteil der Entscheiderinnen und Entscheider wesentliche Impulse. Die Förderung von Partnerschaften zwischen Forschung & Wirtschaft (34,1 Prozent) sowie der Abbau bestehender Regulierungen (27,3 Prozent) stehen dabei an erster Stelle. Weitere befürwortete Maßnahmen sind staatliche Investitionen in KI-Forschung (21,1 Prozent), Steuererleichterungen für KI-Investitionen (14,6 Prozent) oder gar Steuererhöhungen für ausländische KI-Firmen (9,2 Prozent). Eine Minderheit (30,8 Prozent) sieht jedoch keine dieser Maßnahmen als erfolgversprechend an.

Kooperationen von Forschung und Wirtschaft bei KI

Verena Gründel ist Brand & Communications Director bei der DMEXCO.(Bild:  DMEXCO)
Verena Gründel ist Brand & Communications Director bei der DMEXCO.
(Bild: DMEXCO)

Verena Gründel, Brand & Communications Director bei der DMEXCO, kommentiert die Ergebnisse: „Deutschland ist im Bereich KI-Forschung hervorragend aufgestellt. Mindestens genauso wichtig ist es, die Erkenntnisse in der Wirtschaft zu nutzen und darauf aufbauend erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln. Nur mit starken Partnerschaften zwischen Forschung und Wirtschaft können wir KI zum Wachstumsmotor Deutschlands machen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass das hierzulande erlangte KI-Know-how die wirtschaftliche Entwicklung voranbringt. Mit der diesjährigen DMEXCO unter dem Motto Prompting the Future möchten wir die Brücke zwischen KI-Entwicklung und zukunftsweisender Anwendung schaffen.“ 

Dirk Freytag ist Präsident des BVDW e.V.(Bild:  BVDW e.V.)
Dirk Freytag ist Präsident des BVDW e.V.
(Bild: BVDW e.V.)

„Deutschland hat alle Möglichkeiten, die dritte Welle der Digitalisierung mitzugestalten. Dies zeigt auch die Einschätzung der Führungskräfte mit Blick auf die Wirtschaftsleistung. Dafür benötigen unsere Unternehmen Rechtssicherheit. Das digitale Wimmelbild müssen wir sinnvoll auflösen. Dabei ist die Politik gefordert, neben dem notwendigen Bürokratieabbau auch die Harmonisierung der wichtigsten Gesetze voranzutreiben. Das Ziel muss eine wettbewerbsfähige Wirtschaft sein, die mit und durch Technologie die Zukunft dieses Landes und darüber hinaus gestaltet“, ergänzt Dirk Freytag, Präsident des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.

Junge Führungskräfte befürworten KI-Regulierungsabbau

Auswirkungen von KI auf die deutsche Wirtschaftsleistung.(Bild:  DMEXCO)
Auswirkungen von KI auf die deutsche Wirtschaftsleistung.
(Bild: DMEXCO)

Chart 3Wie stark wird Künstliche Intelligenz die deutsche Wirtschaftsleistung ankurbeln und welche Rolle sollte der Staat hierbei einnehmen? Die Antwort auf diese Frage hängt vom Alter ab. Die grundsätzliche Tendenz zeigt: Je älter die Führungskräfte, desto optimistischer ihr Ausblick So sind etwa 52,6 Prozent der Entscheiderinnen und Entscheider in der Altersgruppe 40 bis 49 Jahre davon überzeugt, dass KI das Wirtschaftswachstum beflügelt, bei den High Potentials (18 bis 29 Jahre) sind es nur 43,7 Prozent.

Befürwortete Maßnahmen der Bundesregierung nach Altersgruppen.(Bild:  DMEXCO)
Befürwortete Maßnahmen der Bundesregierung nach Altersgruppen.
(Bild: DMEXCO)

Noch eklatanter: Bei den Befragten unter 29 Jahren gehen 31,8 Prozent angesichts des globalen KI-Wettlaufs von einem Wirtschaftsrückgang in Deutschland aus. Bei den erfahreneren Führungskräften prognostiziert dies nur jeder zehnte Befragte. Die Empfehlung der High Potentials: Der Staat sollte möglichst Regulierungen abbauen, das befürworten 32 Prozent. Bei den 40- bis 49-jährigen sind es hingegen nur 22,6 Prozent. 

Zur Methodik der Umfrage: Das Marktforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag der DMEXCO zwischen dem 18. Juli und dem 3. August 2024 insgesamt 2.000 Privatwirtschaftliche Entscheidungstragende online befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 4,1 und 4,2 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis.Die diesjährige DMEXCO Digital Marketing & Tech Event findet am 18. und 19. September 2024 in Köln statt. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. ist unter Mitwirkung des Online-Vermarkterkreis (OVK) ideeller und fachlicher Träger der DMEXCO und Inhaber der Marke. Veranstalter der DMEXCO ist die Koelnmesse.

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