Mit „Fridays for Future“ ist das Thema Klimaschutz auch in den wirtschaftlichen Fokus gerückt. Immer mehr Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung bewusst und setzen auf mehr Nachhaltigkeit. Grünes Hosting kann diesen Trend positiv beeinflussen.
(Quelle: Timme Hosting GmbH & Co. KG)
Doch nicht nur diese Entwicklung fördert ein Umdenken im Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen. Der Ukraine-Krieg und die damit verbundenen Sanktionen gegenüber Russland haben zu einem rasanten Anstieg der Energiepreise geführt.
Onlinehändler müssen sich zur Kostensenkung zwangsläufig mit diesem Thema auseinandersetzen, und zwar entlang der gesamten Lieferkette. Denn nicht nur Aspekte wie die Herstellung, Beschaffung und Versendung der Waren spielen eine Rolle, sondern auch die Auffindbarkeit, Erreichbarkeit und Funktionsfähigkeit von Onlineshops verbrauchen Energie. Genau hier setzt nachhaltiges Green Hosting an.
Gleich vorweg sei gesagt, dass es aktuell keine gesetzlichen Vorgaben für Green Hosting gibt und damit auch keine offiziellen Zertifizierungen oder Gütesiegel. Umsetzen von klimafreundlichen Maßnahmen liegt in der Eigenverantwortung der Webhoster. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, woran Sie einen nachhaltigen Provider erkennen und wie Sie von Green IT profitieren.
Ökostrom und CO2-Kompensation
Einen wichtigen Beitrag zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks leistet die Umstellung auf Ökostrom. Zwar setzt Deutschland zunehmend auf erneuerbare Energien, aber noch immer liegt der Anteil fossiler Brennstoffe an der gesamten Stromerzeugung bei mehr als der Hälfte. Timme Hosting nutzt für seine Server und Büros Strom, der aus Wasserkraft gewonnen wird und vom TÜV Nord zertifiziert ist. Damit leistet der Anbieter einen zusätzlichen Beitrag zum Klimaschutz und sichert sowohl den Ausbau bestehender Wasserkraftanlagen als auch die Investition in neue Werke zu.
Ökostrom allein reicht aber nicht aus, um den CO2-Ausstoß zu kompensieren, der im Arbeitsalltag entsteht. Sei es für den Besuch von Messen, das Ordern der Hardware oder die Serververwaltung mit dem damit verbundenen Support. In Summe ergeben alle Faktoren die Gesamtbelastung, die über einen Anbieter von CO2-Kompensation ausgeglichen werden kann. Dafür investieren diese Unternehmen in verschiedene Klimaschutzprojekte bei deren Auswahl sie an festgelegte internationale Standards, wie den Gold Standard, Verified Carbon Standard oder den Clean Development Mechanism, gebunden sind.
Green IT im Rechenzentrum
Der Betrieb eines Rechenzentrums setzt durch den hohen Strombedarf für die Infrastruktur und deren Kühlung immense CO2-Emissionen frei. Die zunehmende Digitalisierung sowie das steigende Datenaufkommen werden den Bedarf aber weiter steigern.
Klimaschutz beginnt bereits beim Bau des Datacenters (Standort, umweltfreundliche Materialien) und setzt sich bei den Komponenten fort. Zwar ist deren Herstellung und Beschaffung unumgänglich, aber eine sinnvolle Kreislaufwirtschaft sorgt für Nachhaltigkeit. Dazu gehören ein kontinuierliches Monitoring mittels Energiemanagement-Software, die Reparatur defekter Hardware inklusive Recycle-Prozess nicht mehr nutzbarer Komponenten, moderne und energieeffiziente Neuanschaffungen sowie die optimale Systemauslastung bei maximaler Lebensdauer. Damit Server nicht leerlaufen und die höchste Leistung bei minimaler Anzahl erreicht wird, kommt eine effiziente Software zur Virtualisierung, Verwaltung und dem Betrieb zum Einsatz. Timme Hosting setzt dafür auf die hoch performante Servertechnologie nginx sowie skalierbare Hosting-Lösungen bei denen sich die benötigten Ressourcen am tatsächlichen Kundenbedarf orientieren. Außerdem wird neue Hardware erst eingesetzt, wenn sie auch wirklich nötig ist. Also dann, wenn die Kunden-Software maximal optimiert wurde.
(Digitalisierung steigt der Energiebedarf. Onlinehändler können mit dem gezielten Einsatz von Grünem Hosting den Klimaschutz entlang der gesamten Supply Chain forcieren. Bild: Timme Hosting GmbH & Co. KG)
KI und Green Hosting zu Effizienzsteigerung
Daneben ist das Kühl- und Kältekonzept eines Datacenters immens wichtig, denn die Energie, die für das Abführen der erzeugten Wärme aufgewendet werden muss, liegt meist bei einem Drittel des Gesamtenergiebedarfs. Die Systeme basieren auf Luft- oder Wasserkühlung – ersteres kommt bei Timme Hosting zum Einsatz. Mittels Doppelbodensystem sind in den klimatisierten Serverräumen Radiallüfter eingelassen, die die kalte Luft im Kühlgang und nach oben verteilen, wo sie von den Servern angesaugt wird. Die Kalt- und Warmbereiche sind strikt voneinander getrennt (Kaltgangeinhausung). Die Klimaanlagen für die Serverräume sind selten im Einsatz, da das Halten der 28 °C Innentemperatur über die Nutzung der in Deutschland meist niedrigeren Außentemperatur erfolgt (Mischbetrieb).
Zukünftig wird Künstliche Intelligenz auch einen wesentlichen Beitrag zur Effizienzsteigerung leisten. Über das Monitoring von CPUs und Hardware wird so eine Überkühlung vermieden, weil Faktoren wie die Temperatur und geschätzte Nachfrage in Relation gesetzt werden können. Für die entstehende Abwärme eines Rechenzentrums fehlen aktuell noch flächendeckende Nutzungskonzepte, aber die Ideen reichen vom Trocknen von Holzpellets über das Aufladen von Wärme-Akkus bis hin zum zusätzlichen Erwärmen von Brennstoffzellen.
Profitieren Onlinehändler von Green Hosting?
Der Einsatz von nachhaltigem Green Hosting sendet ein positives Signal an Ihre Kunden, denn es zeigt, dass Sie sich auf allen Ebenen mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen und die Verringerung Ihres CO2-Ausstoßes ernst nehmen. Das stärkt die Akzeptanz Ihrer Produkte und das Vertrauen in Ihre Marke, denn neben dem Produktpreis spielt dieser Punkt eine zunehmend wichtigere Rolle bei der Kaufentscheidung. Die CO2-Emissionen Ihres Onlineshops können Sie noch weiter senken, indem Sie einen deutschen Serverstandort nutzen, schnelle Ladezeiten sicherstellen sowie unnötige Klicks und Suchanfragen über gezielte SEO-Maßnahmen verhindern.
Stand: 16.12.2025
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(Bild: Timme Hosting GmbH & Co. KG)
Der Autor Falko Timme gründete 2012 Timme Hosting, ist Geschäftsführer und maßgeblich an der Entwicklung von ISPConfig beteiligt.