Zahlungslösungen Bezahlsysteme: Fünf Fehler von Gründern bei der Auswahl

Ein Gastbeitrag von Zoltan Gyeng 4 min Lesedauer

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Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Firmengründungen um 2,9 Prozent auf 593.200 Unternehmen. Doch in diesem Jahr stehen die Zeichen auf Rückgang, da wirtschaftliche Herausforderungen die unternehmerische Aktivität bremsen. Wie Neugründer fünf häufige Fallstricke bei der Auswahl der Bezahlsysteme vermeiden können.

(Bild:  myPOS)
(Bild: myPOS)

Die Fehler, die Neugründer bei der Auswahl der Bezahlsysteme begehen, reichen von unzureichender Skalierbarkeit bis zu fehlender Anpassungsfähigkeit, die zu hohen Kosten und Kundenverlust führen können. Durch die Wahl der richtigen Bezahlsysteme können neu gegründete Firmen Zeit und Geld sparen und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Die Anzahl der Neugründungen in Deutschland stieg im Jahr 2023 auf rund 593.200 Unternehmen, was einem Anstieg von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In diesem Jahr wird ein Rückgang der unternehmerischen Aktivitäten erwartet, da die wirtschaftlichen Bedingungen wenig Unterstützung bieten und die Zahl der geplanten Neugründungen im Vorjahr bereits gesunken ist. 

Die Pille, die Deutschlands Wirtschaft zu schlucken hat, wird noch bitterer, wenn es um Insolvenzen geht: Im Jahr 2023 meldeten in Deutschland insgesamt 17.814 Unternehmen Insolvenz an, was einem Anstieg von 22,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für das Jahr 2024 wird ein weiterer Anstieg der Unternehmensinsolvenzen auf rund 20.000 Fälle erwartet, bedingt durch hohe Energiepreise, steigende Zinsen und die Nachwirkungen der Corona-Pandemie.  Keine idealen Gegebenheiten also für Neugründer.

Häufige Hürden bei der Wahl der Bezahlsysteme umgehen

Der Weg in die Selbstständigkeit ist gespickt mit Herausforderungen – und eine der größten Hürden ist die Wahl der richtigen Bezahlsysteme. Ein Fehler an dieser Stelle kann nicht nur kostspielig, sondern auch existenzbedrohend sein. Viele Unternehmer unterschätzen die Konsequenzen, die eine falsche Wahl der Bezahlsysteme mit sich bringt. Die Kosten können schnell aus dem Ruder laufen und Sicherheitsrisiken das Vertrauen der Kundschaft erschüttern. Praxisbeispiele von myPOS zeigen, wie Unternehmen durch die Wahl der richtigen Lösung Zeit, Geld und Nerven sparen können.„Unsere Mission ist es, Unternehmen von Anfang an auf den richtigen Weg zu bringen, damit sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können: ihr Geschäft zum Erfolg zu führen.“ 

Fehler 1: Unzureichende Skalierbarkeit der Bezahlsysteme

Ein häufiges Problem, das ich immer wieder beobachte, ist die Wahl der Bezahlsysteme, die nicht mit dem Unternehmen mitwachsen können. In der Anfangsphase mag eine einfache Lösung genügen, doch mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von etwa 25 Prozent pro Jahr stoßen viele Startups schnell an die Grenzen.  Die Folge sind teure Umstellungen und potenziell verlorene Umsatzchancen. Bezahlsysteme müssen skalierbar sein, damit sie das Wachstum unterstützen und nicht behindern.

Fehler 2: Unterschätzung der Sicherheitsrisiken

Sicherheit ist ein oft übersehener, aber entscheidender Faktor bei Zahlungslösung. Ich habe schon oft gesehen, wie Sicherheitslücken zu massiven Problemen führten – von finanziellen Verlusten bis hin zu einem irreparablen Vertrauensverlust bei den Kunden. Die Wahl einer Lösung, die höchsten Sicherheitsstandards entspricht, sollte daher oberste Priorität haben. myPOS beispielsweise gewährleistet das etwa durch verschiedene Maßnahmen, darunter die Implementierung von 3D Secure für zusätzliche Verifizierung bei Online-Käufen, die Nutzung von Push-Benachrichtigungen für verdächtige Aktivitäten, und die vorübergehende Sperrung von Karten bei ungewöhnlichen Transaktionen, um Phishing und Betrug zu verhindern. 

Fehler 3: Versteckte Gebühren der Bezahlsysteme

Versteckte Kosten können sich schnell zu einem großen Kostenpunkt entwickeln, wenn sie in der Gebührenstruktur einer Zahlungslösung nicht transparent dargestellt werden. Man stelle sich folgendes Szenario vor: Ein Unternehmen wählt eine Zahlungslösung mit scheinbar niedrigen Transaktionsgebühren, übersieht jedoch zusätzliche Kosten wie monatliche Servicegebühren, Gebühren für die Miete des Kartenlesegeräts, grenzüberschreitende Gebühren oder andere versteckte Kosten. 

Genau die summieren sich aber im Laufe der Zeit und können das Budget erheblich belasten – insbesondere wenn das Unternehmen ein hohes Transaktionsvolumen hat. Viele Neugründer lassen sich von vermeintlich niedrigen Transaktionsgebühren blenden. Eine gründliche Prüfung der Gebührenstruktur und Bezahlsysteme mit transparenter Kostenstruktur können solch bösen Überraschungen vorbeugen.

Fehler 4: Mangelnde Integration der Bezahlsysteme

Ein weiteres häufiges Problem ist die mangelnde Integration der Bezahlsysteme in die bestehenden Geschäftsprozesse. Wenn das System nicht reibungslos in die täglichen Abläufe integriert werden kann, führt das oft zu ineffizienten Arbeitsprozessen und unnötigen Mehrkosten. Den Bedarf haben wir schon früh erkannt, und daher für Kunden, darunter viele Neugründer, eine integrierte Lösung entwickelt, die sich nahtlos in bestehende Geschäftsprozesse einfügt, indem sie Zahlungen aus verschiedenen Kanälen in einem einzigen System verwaltet. Diese digitale Lösung ist flexibel und einfach zu implementieren, wodurch sie der Schlüssel zu einem reibungslosen Geschäftsbetrieb wird. 

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Fehler 5: Fehlende Anpassungsfähigkeit

Kundenerwartungen ändern sich ständig, und Unternehmen müssen in der Lage sein, darauf schnell zu reagieren. Ein starres Zahlungssystem, das keine modernen Zahlungsmethoden wie mobiles oder kontaktloses Bezahlen unterstützt, kann schnell zum Wettbewerbsnachteil werden. Angesichts der Tatsache, dass bereits zwei Drittel der Verbraucher in Deutschland kontaktloses Bezahlen nutzen und 83 Prozent der 16- bis 29-Jährigen mindestens einmal mit Smartphone oder Smartwatch bezahlt haben, ist es entscheidend, fortschrittliche Bezahlsysteme anzubieten, die eine Vielzahl von Zahlungsmethoden abdecken. Diese Lösungen sorgen dafür, dass Unternehmen ihren Kunden stets die gewünschte Flexibilität bieten können und so einem potenziellen Kundenschwund vorbeugen.

BezahlsystemeZoltan Gyeng
ist Managing Director bei myPOS. Das Fintech-Unternehmen bietet kleinen und mittleren Geschäftskunden Lösungen für den Zahlungsverkehr im stationären und Online-Handel sowie mobile Zahlungen.

Bildquelle: myPOS