Von der Fläche zur Datenbühne Instore Retail Media bietet Werbetreibenden neue Wege zur Zielgruppenansprache

Ein Gastbeitrag von Victor Cordes 2 min Lesedauer

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Instore Retail Media entwickelt sich zum Schlüssel für zielgerichtete POS-Werbung. First-Party-Daten, standardisierte Messmethoden und skalierbare Netzwerke ermöglichen Marken, ihre Kampagnen lokal, regional und tageszeitbezogen optimal auszusteuern.

(Bild:  © munayem/stock.adobe.com)
(Bild: © munayem/stock.adobe.com)

Retail Media gewinnt am physischen Point of Sale (POS) zunehmend an Bedeutung: Auf digitalen Screens lassen sich Inhalte genau dort positionieren, wo relevante Zielgruppen zu finden sind. Der Einzelhandel wird so zur Bühne für digital gesteuerte Kommunikation. Werbungtreibende brauchen Sicherheit und Vergleichbarkeit – wird Instore Retail Media  diesen Anforderungen gerecht?

Relevant bleiben am POS

Instore Retail Media (IMR) verbindet die Präsenz physischer Werbeflächen mit präzisem, digitalem Targeting. Werbungtreibende können Inhalte flexibel steuern und Kampagnen kontextbasiert regional, tageszeitbezogen und Retailer-individuell ausrichten. Werbung am physischen POS bleibt so jederzeit maximal relevant für die Zielgruppe. Das gilt sowohl für Hersteller, deren Produkte im Store gelistet sind und für nicht-händlerspezifische Marken.

Synergien mit DOOH nutzen

Aktuell kämpfen Werbungtreibende noch mit mangelnder Vergleichbarkeit im Instore Retail Media Markt. Es braucht standardisierte Messmethoden, transparente Preismodelle und klare Werbeformate. Nur so kann sich Markenpositionierung auf digitalen Screens am POS erfolgreich etablieren.

Die Kombination aus Instore Retail Media und Digital Out Of Home (DOOH) bietet hier eine echte Chance. Beide Systeme basieren häufig auf der gleichen Infrastruktur (CMS, Adserver und SSP). Retail-Media-Kampagnen lassen sich direkt mit DOOH-Maßnahmen verknüpfen.  Das ermöglicht Werbungtreibenden Direktbuchungen und automatisierte, datenbasierte Programmatic-Kampagnen – bei ausgewählten Händlern oder übergreifend. Die Synergie aus beiden Werbeformen schafft Vergleichbarkeit und vereinfacht die Inventar-Buchung.

Instore Retail Media: datengetrieben, skalierbar, messbar

Damit sich digitale Werbung im Handel weiterentwickeln kann, sind folgende Faktoren für Werbungtreibende relevant:

  • 1. First-Party-Daten werden zum Erfolgskriterium für Instore-Werbung. Sie geben Aufschluss über die Bedürfnisse und Verhaltensweisen von Konsumenten. Werbungtreibende sollten diese Daten für die Ausrichtung ihrer Kampagnen nutzen. So lassen sich relevante Werbeflächen im Handel identifizieren, Werbemittel gezielt flexibel steuern und Erfolge präzise messen.
  • 2. Retail-Media-Flächen sind in Deutschland breit verfügbar, lassen sich skalieren und werden weiter ausgebaut. Werbungtreibende sollten diese Netzwerke in ihre Mediaplanung integrieren. So bauen sie systematisch Reichweite im gesamten Instore-Umfeld auf. Die Erweiterung von Retail-Media-Netzwerken eröffnet ihnen Möglichkeiten für kreative Werbeformate und neue Umsatzpotenziale.
  • 3. Strukturierte Messbarkeit verbessert die Transparenz von Retail Media im lokalen Handel. Sie schafft eine fundierte Grundlage für optimierte Budgetentscheidungen. Das begünstigt die langfristige Akzeptanz der Werbeform im gesamten Markt. Werbungtreibende sollten sich daher früh mit der Entwicklung datengetriebener Messmethoden im Instore- und DOOH-Umfeld auseinandersetzen

Für die Zukunft gilt: IMR-Werbung ist mehr als nur die digitale Werbefläche am physischen POS. Es geht um relevante Zielgruppenansprache. Im Zentrum steht das Zusammenspiel von Technologie, Inhalt und Werbekanal – unter Berücksichtigung der Mechanismen des Handels

Instore Retail MediaVictor Cordes 
ist Director Retail Media Product & Ad-Techbei der LAYA Group und Lableiter „Markenpositionierung am physischen POS” der Working Group Retail Media Ecosystem im BVDW.

Bildquelle: BVDW

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