Intelligente Lagersysteme Intelligente Lagersysteme für eine nachhaltige End-to-End-Supply Chain

Ein Gastbeitrag von Olof Källgren 3 min Lesedauer

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Nachhaltigkeit ist im E-Commerce zu einem Wettbewerbsfaktor geworden. Wer sich hier innovativ aufstellt, kann sich einen Vorsprung sichern. Das Ziel: Kunden eine völlig neuartige, nachhaltige und effiziente End-to-End-Supply Chain aufbauen und intelligente Lagersysteme integrieren.

(Bild:  Ramzan – stock.adobe.com, Deemerwha studio – stock.adobe.com)
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Nachhaltigkeit ist in verschiedenen Sektoren zu einem zentralen Thema geworden und die Logistikbranche bildet hier keine Ausnahme. Als Rückgrat des globalen Handels verbindet die Logistik die Produzenten mit den Verbrauchern, die Hersteller mit den Märkten und die Volkswirtschaft mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten. Dieses Netz bringt jedoch auch erhebliche Umweltauswirkungen mit sich. Angesichts des Klimawandels und der Ressourcenreduzierung steht die Logistikbranche an einem entscheidenden Wendepunkt.

Der ökologische Imperativ

Der ökologische Fußabdruck der Logistik ist beträchtlich und umfasst Treibhausgasemissionen, Luftverschmutzung und Ressourcenverbrauch. Nach Angaben des International Transport Forum ist der Güterverkehr für etwa sieben Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen (CO2) verantwortlich, wobei der Straßengüterverkehr den größten Anteil daran hat. Diese Auswirkungen werden durch die Abhängigkeit der Branche von fossilen Brennstoffen, die endlich sind und zum Klimawandel beitragen, noch verstärkt.

Neben den Emissionen ist die Logistikbranche auch mit einem erheblichen Verbrauch an natürlichen Ressourcen verbunden. Verpackung, Lagerung und Transport verbrauchen enorme Mengen an Material und Energie, was oft zu Abfall führt. Die allgegenwärtige Pappschachtel zum Beispiel ist ein Symbol des modernen Handels, trägt aber auch zur Abholzung der Wälder und zur Vergrößerung der Mülldeponien bei.

Zwar sind die Umweltaspekte der Nachhaltigkeit von entscheidender Bedeutung, aber die wirtschaftliche und soziale Dimension ist ebenso wichtig. Die Logistikbranche ist ein wich­tiger Arbeitgeber, der Arbeitsplätze in den Bereichen Transport, Lagerhaltung und damit verbundene Dienstleistungen bietet. Diese Arbeitsplätze sind jedoch oft mit Herausforderungen verbunden, wie z. B. langen Arbeitszeiten, niedrigen Löhnen und Gesundheitsrisiken, insbesondere für LKW-Fahrer und Lagerarbeiter. Nachhaltige Praktiken in der Logistik müssen daher auch faire Arbeitspraktiken, die Sicherheit der Arbeitnehmer und die Auswirkungen auf das Gemeinwesen berücksichtigen.

Wirtschaftlich gesehen kann Nachhaltigkeit in der Logistik zu Effizienz und Kosteneinsparungen führen. Treibstoffeffizi­ente Fahrzeuge, optimierte Routenplanung und weniger Verpackung können die Betriebskosten senken und die Rentabilität steigern. Unternehmen, die sich eine nachhaltige Logistik zu eigen machen, können sich auch einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, indem sie die wachsende Nachfrage der Verbraucher nach umweltfreundlichen und sozialverträglichen Produkten und Dienstleistungen erfüllen.

Technologische Innovationen und intelligente Lagersysteme als Motor der Nachhaltigkeit

Die Logistikbranche setzt technologische Innovationen ein, um die Nachhaltigkeit zu verbessern. Elektro- und Hybridfahrzeuge verringern die Abhängigkeit der Branche von fossilen Brennstoffen, während autonome und vernetzte Fahrzeugtechnologien weitere Effizienzsteigerungen versprechen. Die Unternehmen erforschen auch alternative Kraftstoffe wie Wasserstoff und Biokraftstoffe, die im Vergleich zu herkömmlichem Diesel und Benzin eine geringere Kohlenstoffbilanz aufweisen.

Digitale Technologien spielen eine wichtige Rolle bei der Optimierung der Logistikabläufe. Fortgeschrittene Analytik und künstliche Intelligenz ermöglichen präzise Bedarfsprognosen, Bestandsmanagement und Routenplanung, wodurch unnötige Fahrten minimiert und der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden. Die Blockchain-Technologie verbessert die Transparenz und Rückverfolgbarkeit der Lieferkette und stellt sicher, dass die Produkte nachhaltig beschafft und transportiert werden.

Automatisierung und Robotik verändern die Lagerhaltung und ermöglichen eine effizientere Nutzung von Raum und Energie. Intelligente Lagerhäuser, die mit energieeffizienter Beleuchtung, Klimakontrolle und automatisierten Systemen ausgestattet sind, können die Betriebskosten und die Umweltauswirkungen erheblich reduzieren. Darüber hinaus erleichtert das Internet der Dinge (IoT) die Echtzeitüberwachung von Logistikanlagen, was eine proaktive Wartung ermöglicht und die Verschwendung von Ressourcen reduziert.

Regulatorischer Druck plus Verbraucherdruck 

Regierungen und Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt ­erlassen strengere Vorschriften, um die Umweltauswirkungen der Logistik einzudämmen. Der Green Deal der Europä­ischen Union beispielsweise zielt darauf ab, die Verkehrs­emissionen bis 2050 um 90 Prozent zu reduzieren. Auch die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt, um die Treibhausgasemissionen der Schifffahrt bis 2050 um mindestens 50 Prozent im Vergleich zu 2008 zu senken.

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Auch die Verbraucher sind sich zunehmend der ökolo­gischen und sozialen Auswirkungen ihrer Kaufentscheidungen bewusst. Immer mehr Verbraucher bevorzugen es, bei Unternehmen zu kaufen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen. Dieser Trend veranlasst Logistikanbieter dazu, umweltfreundlichere Praktiken und transparente Lieferketten einzuführen, um die Erwartungen der Kunden zu erfüllen und Markentreue aufzubauen.

Intelligente LagersystemeOlof Källgren 
Market Information Manager bei Direct Link

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