Studie zur KI-Nutzung KI-Agenten: Deutsche wünschen sich Transparenz und Kontrolle

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Eine neue Studie von Okta zeigt, dass für die Akzeptanz von KI-Agenten bei Verbrauchern Vertrauen und Kontrolle entscheidend sind. Obwohl laut Gartner bis 2028 ein Drittel aller Interaktionen mit generativer KI über autonome Agenten erfolgen sollen – bleiben Deutsche bemerkenswert zurückhaltend.

(Bild:  © Deemerwha studio/stock.adobe.com)
(Bild: © Deemerwha studio/stock.adobe.com)

Der neue „Customer Identity Trends Report“ von Okta enthüllt eine entscheidende Erkenntnis für Unternehmen, die KI-Agenten einsetzen: Vertrauen und Kontrolle sind für eine erfolgreiche Akzeptanz von entscheidender Bedeutung, insbesondere bei deutschen Verbrauchern. Trotz der zunehmenden Verbreitung von KI-Agenten in der EMEA-Region – laut Gartner werden bis 2028 ein Drittel aller Interaktionen mit generativer KI über autonome Agenten und Aktionsmodelle erfolgen – bleiben deutsche Verbraucher bemerkenswert zurückhaltend. Bedenken äußern die Befragten bei folgenden Fragestellungen:

  • 54 Prozent der deutschen Befragten sind besorgt über den Einfluss von KI auf die Sicherheit ihrer digitalen Identität.
  • Jeder zweite deutsche Verbraucher würde KI-Agenten keine persönlichen Daten anvertrauen, und 41 Prozent erledigen Aufgaben lieber selbst, als sich auf KI zu verlassen.
  • 44 Prozent der Deutschen wollen die volle Kontrolle über ihre persönlichen Daten. Für Verbraucher in anderen europäischen Ländern ist dies weniger wichtig (UK: 42 Prozent, Frankreich: 37 Prozent, Niederlande: 37 Prozent, USA: 37 Prozent, 24 Prozent Indien).
  • 29 Prozent der Befragten würden verschiedene Arten persönlicher Informationen mit einem KI-Agenten eines Unternehmens teilen.

Wie KI-Agenten wahrgenommen und genutzt werden

Die Cyberbedrohungen nehmen zu: Der Kampf um Identitäten.(Bild:  Okta)
Die Cyberbedrohungen nehmen zu: Der Kampf um Identitäten.
(Bild: Okta)

Obwohl Skepsis besteht, sehen die Deutschen praktische Anwendungsmöglichkeiten für KI-Agenten. Fast die Hälfte (45 Prozent) betrachtet die Sprachübersetzungen als größten Nutzen, gefolgt von Recherchen (36 Prozent), Schreibhilfen (35 Prozent), kreativen Aufgaben (26 Prozent), Datenanalysen (25 Prozent) und der Automatisierung von Aufgaben (23 Prozent). Weitere Bereiche sind die Kalenderverwaltung (19 Prozent), personalisierte Einkaufsempfehlungen (17 Prozent), Unterstützung bei Entscheidungsfindung-en (16 Prozent) sowie das Projektmanagement (13 Prozent). Nur 21 Prozent der Befragten würden KI-Agenten im Alltag überhaupt nicht nutzen.

Vertrauensaufbau: Verifizierung und menschliche Aufsicht

Die neue Herausforderung bei KI-Agenten liegt im Vertrauen.(Bild:  Okta)
Die neue Herausforderung bei KI-Agenten liegt im Vertrauen.
(Bild: Okta)

Deutsche Verbraucher bevorzugen zwischenmenschliche Interaktionen: 69 Prozent ziehen den Kontakt mit echten Mitarbeitern KI-Agenten vor, da sie glauben, dass Menschen besser auf individuelle Anliegen eingehen können. Um das Vertrauen in KI-Agenten zu stärken, halten 34 Prozent eine menschliche Überprüfung von KI-Entscheidungen für notwendig. 33 Prozent fordern mehr Transparenz darüber, wie die KI zu ihren Entscheidungen gelangt und welche Daten dabei verwendet werden. Sollte ein KI-Agent im Namen des Nutzers aktiv werden, wünschen sich 39 Prozent der Deutschen, dass jede Aktion oder Entscheidung zuvor verifiziert wird.

KI-Agenten: Fortschritt und Vertrauen im Einklang

Sven Kniest ist SVP Central & Eastern Europe bei Okta(Bild:  Okta)
Sven Kniest ist SVP Central & Eastern Europe bei Okta
(Bild: Okta)

Sven Kniest, SVP Central & Eastern Europe bei Okta, kommentiert die Ergebnisse: „Die diesjährigen Ergebnisse zeigen deutlich, dass deutsche Verbraucher beim Thema digitale Identität im Zusammenhang mit KI-Agenten besonders hohen Wert auf Vertrauen und Kontrolle legen. Unternehmen müssen diese Bedenken ernst nehmen und berücksichtigen, wenn sie KI-gestützte Services für den deutschen Benutzer entwickeln. Wenn KI-Agenten immer stärker in betriebliche Prozesse eingebunden werden, tragen Unternehmen eine enorme Verantwortung: Sie müssen deren Einsatz transparent gestalten, ethisch ausrichten und im Einklang mit gesellschaftlichen Werten umsetzen – denn ohne Vertrauen kann keine Innovation ihr volles Potenzial entfalten.”

Zur Methodik der Studie: Für den diesjährigen „Costumer Identity Trends Report 2025“ hat Okta in Zusammenarbeit mit Statista eine Befragung von rund 6.750 Verbrauchern in neun Ländern durchgeführt, darunter 750 Teilnehmer aus Deutschland. Die im Februar 2025 durchgeführte Befragung wurde durch Echtzeit-Telemetriedaten der Auth0-Plattform ergänzt, die Login- und Registrierungsversuche von tausenden globalen Organisationen analysiert. Ziel der Studie ist es, die Diskrepanz zwischen den Sicherheitsbedenken der Verbraucher und ihrem tatsächlichen Verhalten zu verstehen sowie aktuelle Trends rund um digitale Identitäten im Kontext neuer Technologien wie KI zu identifizieren. 
Okta bietet Customer- und Workforce-Lösungen, die es Unternehmen und Entwicklern ermöglichen, das Potenzial von Identitätsmanagement für mehr Sicherheit, Effizienz und Erfolg zu nutzen.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung