Kletternde Shuttle-Roboter im Automatiklager: Mehr Systemleistung dank Kommissioniersystem

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 2 min Lesedauer

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Viele E-Commerce-Lager werden nach wie vor manuell betrieben. Eine Automatisierung kann die Produktivität erheblich steigern. Dies ist besonders wichtig bei häufigen Änderungen im Artikelsortiment, einer schwankenden Nachfrage oder uneinheitlichen Verpackungen.

(Quelle:  Unique Vision/shutterstock)
(Quelle: Unique Vision/shutterstock)

Neue, flexible Lagersysteme passen sich ohne großen Aufwand an unterschied­liche Auftragslagen an. Das Skypod-System von Exotec ist so eins. E-Commerce und Retail-Anbieter, die ein flexibles, skalierbares Automatiklager für Kleinteile suchen, können das System in ihre Gesamtlogistik mit Lagerverwaltungssoftware integrieren lassen. Implementierung sowie Service bieten Systemintegratoren wie beispielsweise das Nürnberger Unternehmen Klinkhammer Intralogistics an. Auch andere Lagersysteme oder bestehende Bereiche wie Wareneingang und Versand können angebunden und digital vernetzt werden.

(Systemintegrator Klinkhammer setzt auf flexibel skalierbare Shuttle-Roboter von Exotec. Bild: Klinkhammer)
(Systemintegrator Klinkhammer setzt auf flexibel skalierbare Shuttle-Roboter von Exotec. Bild: Klinkhammer)

Im Automatiklager: Selbstfahrende, kletternde Roboter

Für Automatiklager für Kleinteile bieten die selbstfahrenden, an Regalstützen emporkletternden Fahrzeuge die ideale Grundlage für skalierbare Systeme.

Shuttle-Roboter entnehmen Behälter aus der Regalanlage und fahren, ähnlich einem Fahrerlosen Transportsystem, zum Arbeitsplatz des Kommissionierers. Damit werden statische Fördertechnik-Vor­zonen und leistungsbeschränkende Shuttle-Heber vermieden. Mittels KI werden die Roboter-Shuttle in alle Richtungen, das heißt in drei Dimensionen, bewegt. Das flexible System ist für Branchen wie E-Commerce, Handel und Logistik-Dienstleister, sowie für eine Automatisierung in Bestandsgebäuden mit geringen Raumhöhen konzipiert.

(AutomaSkypods übernehmen sowohl den Transport zum Kommissionierer als auch die Lagerung in der automatischen Regalanlage. Bild: Exotec)
(AutomaSkypods übernehmen sowohl den Transport zum Kommissionierer als auch die Lagerung in der automatischen Regalanlage. Bild: Exotec)

Flexibel erweiterbar

Die optimale Regalhöhe des Behälter­lagers liegt zwischen fünf und zwölf Metern. Das autonome Skypod-System ist leicht skalierbar. Um mehr Pickleistung zu erreichen, lassen sich zusätzliche Arbeitsplätze in das System integrieren. Mehr Systemleistung kann durch den Einsatz zusätzlicher Roboter-Shuttle erzielt werden. Auch die Lagerkapazität des Behälterlagers ist erweiterbar – durch einen Anbau an die bestehende Regalanlage. In der Regel ist dafür ein Stillstand nicht nötig.

Carrefour, C-Discount und E. Leclerc setzen auf Roboter

Die Roboter sind schnell unterwegs und erreichen am Boden Geschwindigkeiten bis zu 4 m/s. Bis zu 400 Kommissio­nierbehälter pro Arbeitsplatz und Stunde können angeliefert werden. Die ­Regalanlage ist neben der einfach-tiefen Lagerung auch in doppelt-tiefer Ausführung erhältlich. Artikel lagern somit raumsparend in Behältern oder Tablaren. Mehr als 1.200 Skypod-Roboter sind bereits installiert und erfolgreich in den Branchen E-Commerce, Einzel- und Großhandel unterwegs. Französische Handelsketten wie etwa Carrefour, C-Discount und E. Leclerc setzen das Skypod-System bereits ein.

Technische Details

Das Exotec Gesamt-System besteht aus fünf Hauptkomponenten: Dem Regalstahlbau mit den Lagerbehältern, den Skypod-Robotern, den Arbeitsplätzen sowie der Fleet-Management-Software. Hinzu kommen Ladestationen, Sicherheitseinrichtungen sowie der Service-Bereich mit entsprechenden Wartungs- und Servicegeräten als Nebenkomponenten. Das System hat geringe Anforderungen an Boden, Unebenheiten und Umgebung. Es arbeitet innerhalb eines Temperaturbereiches von 0 bis 40°C. Das Skypod-System setzt spezifische, auf das Regalsystem optimierte Behälter und Tablare mit einer Grundfläche von 650 x 450 mm ein. Sie stehen in den Höhenklassen 50, 220, 320 und 420 mm mit einer bis zu acht-fachen Behälterunterteilung zur Verfügung. Mit Hilfe der Tablare können auch kundenseitige Behälter oder Kartons eingelagert werden.

Über…

Systemintegrator Klinkhammer Intralogistics kann bei Projekten auch als Generalunternehmer fungieren und liefert ein komplettes intralogistisches Gesamtkonzept von der Planung über die Lagerverwaltungssoftware Klink-Ware bis zum Service.

Lesen Sie auch: Mobile Roboter – So revolutionieren sie die Lagerung im Versandhandel.

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