Kreislaufwirtschaft

Re-Commerce boomt: Wie KI den Markt für Secondhand signifikant verändert

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Künstliche Intelligenz als Gamechanger im Re-Commerce

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz eröffnet für den Re-Commerce enormes Potenzial: Prozesse können effizienter gestaltet, manuelle Arbeit reduziert und Risiken verringert werden. Bei Momox setzen wir KI bereits in vielen Bereichen ein.

So wird zum Beispiel unser gesamtes Pricing dynamisch durch Algorithmen gesteuert, die Nachfrage, Sortiment und weitere  Faktoren berücksichtigen. Auf diese Weise entstehen Preise,  die für unsere Kunden fair und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig sind. Besonders im Fashion-Bereich zeigt sich ebenfalls der Nutzen von KI: Kunden können beim Verkauf ein Foto ihres Kleidungsstücks hochladen, woraufhin die künstliche Intelligenz Eigenschaften wie Farbe, Muster oder Passform erkennt. Dadurch lässt sich prüfen, ob im Outbound-Shop gerade ähnliche Artikel gefragt sind.

Auch in unserem Lager kommt KI-basierte Bilderkennung zum Einsatz: Mithilfe von Fotos lassen sich Kleidungsstücke schneller kategorisieren und einlagern. Das spart wertvolle Zeit und ermöglicht es uns, noch mehr Artikel zu verarbeiten.

DER Re-Commerce-MARKT BOOMT

Mehr als zwei von drei europäischen Verbrauchern kaufen inzwischen Gebrauchtware.

Die Studie „Second Chance Impact Report“ des Centre for Economics Business Research (CEBR) im Auftrag von Amazon zeigt: Secondhand wird immer beliebter. Der Onlinemarkt für gebrauchte und retournierte Produkte in Europa hat ein Volumen von  21,6 Milliarden Euro.

Secondhand-Markt in Deutschland

Der boomende Secondhand-Onlinehandel hat allein im Jahr 2024 geschätzte 4,4 Milliarden Euro zur deutschen Wirtschaftsleistung beigetragen.

Die Studie kam zudem zu dem Ergebnis, dass 86 Prozent der unter 34-Jährigen in Deutschland mittlerweile Secondhand-Produkte kaufen. Bei den über 55-Jährigen sind es 53 Prozent. Zudem sind 39 Prozent der Verbraucher nicht mehr der Meinung, dass Neuware grundsätzlich besser ist als Gebrauchtware.

Die durchschnittlichen monatlichen Ausgaben für Secondhand-Artikel, die online erworben werden, sind in den letzten fünf Jahren um 39 Prozent auf 118,20 Euro gestiegen.

Outbound: Der Weg zum Kunden

Sobald ein Artikel geprüft und eingelagert ist, startet der Verkauf. Ob über unsere eigenen Plattformen oder Marktplätze wie Amazon und eBay – für Käufer soll das Erlebnis dem klassischen Onlineshopping in nichts nachstehen. Sie finden Filter, Wunschlisten oder Preisbenachrichtigungen, während wir gleichzeitig auf ressourcenschonende Verpackung und schnelle Lieferwege achten.

Fazit

Re-Commerce ist mehr als der einfache Wiederverkauf von Gebrauchtem. Es ist ein komplexes Zusammenspiel aus Technologie, Logistik und Nachhaltigkeit. Secondhand schont Ressourcen, eröffnet wirtschaftliche Chancen und überzeugt immer mehr Kunden – wenn Prozesse, Qualität und Kundenerlebnis stimmen. Unsere Erfahrung zeigt: Wer Re-Commerce ernsthaft betreibt, gestaltet nicht nur die Zukunft des Handels, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag für Umwelt und Gesellschaft.

Re-CommerceHeiner Kroke
ist CEO bei Momox.

Bildquelle: Momox

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