Struktur und Logik erklärt KI verstehen: Mit dem Vier-Wochen-Plan vom Anfänger zum kompetenten Prompt-Architekten

Ein Gastbeitrag von Mare Hojc 6 min Lesedauer

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Viele Unternehmen teilen vermutlich das Gefühl, in Sachen KI den Anschluss verloren zu haben. Unser Vier-Wochen-Plan hilft, Struktur und Logik zu verstehen und für KI-Qualität zu sorgen: Vom Anfänger zum Prompt-Architekten.

(Bild:  © Philipp/stock.adobe.com)
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DARUM GEHT'S

Künstliche Intelligenz – gekommen, um zu bleiben: Viele Unternehmen plagt mittlerweile die Angst vor Kompetenzverlust und KI-Burnout.

KI-Schule mit 4-Wochen-Plan: Lernen Sie, wie Sie eine fundierte KI-Kompetenz aufbauen und die Technologie als kognitiven Hebel nutzen.

Wettbewerbsvorteil anstatt „Gefühl des Anschlussverlusts“: Steuern Sie KI wie ein Profi und werden Sie zum Prompt-Architekten.

Das Gefühl, bei der künstlichen Intelligenz den Anschluss verloren zu haben, ist weitverbreitet und ganz banal eine psychologische Reaktion auf die rasante Innovationsgeschwindigkeit, die Angst vor Kompetenzverlust, dem Informations-Overload und KI-Burnout oder auch schlichtweg auf mangelndes Selbstvertrauen. Doch den Kopf in den Sand zu stecken, ist keine Option – KI wird nicht mehr verschwinden und oft ist die aktive Beschäftigung die beste Medizin gegen die Angst. Mit unserer KI-Schule lässt sich in vier Wochen dabei durchaus eine fundierte KI-Kompetenz aufbauen und KI nicht nur als Schreibhilfe nutzen, sondern als kognitiven Hebel.

Woche 1: „Machine English“ & die Wahl des Instruments

Woche eins legt das Fundament eines soliden KI-Know-hows, denn es geht darum, das mentale Modell zu verschieben. Dazu sollte man in der ersten Woche drei Punkte angehen: 

  • „Machine English“ verstehen: KI verarbeitet keine Wörter, sondern Wortfetzen, so genannte Tokens und „würfelt“ bei jedem Wort neu zusammen, was statistisch am besten als nächstes passt. Um hier ein besseres Gefühl zu bekommen, sollte man zunächst einen vagen Prompt – also eine Eingabeaufforderung – und im Anschluss einen präzisen Prompt verfassen. Das kann beispielsweise zunächst der Satz „Schreib was über Marketing“ sein, danach etwa „Erstelle 3 konträre Thesen zu Content-Marketing für B2B-Software“.  Dieses Herumspielen mit vagen und präzisen Prompts hilft, ein Gespür dafür zu entwickeln, dass KI nicht „weiß“, was man will – KI benötigt Leitplanken, um die Wahrscheinlichkeit für ein gutes Ergebnis zu erhöhen. 
  • Die Wahl des Instruments („Main-Modell“): In der ersten Woche ist es (noch) nicht sinnvoll, zwischen verschiedenen KI-Tools zu wechseln, besser ist es, sich für eines dieser drei Modelle zu entscheiden: ChatGPT (Anbieter OpenAI, geeignet für Aufgaben wie Datenanalyse, Bilderstellung und Texterstellung), Claude (Anbieter Anthropic, geeignet für lange Dokumente, präzise Befolgung von Anweisungen und differenzierte Sprache) sowie Gemini (Anbieter Google, geeignet, wer das Google-Ökosystem mit Docs und Gmail nutzt und aktuelle Internet-Informationen benötigt).
  • Kadenzen testen: Und last but not least geht es in der ersten Woche ein darum, die „Kadenz“ austesten. Als Kadenz bezeichnet man den spezifischen Rhythmus, Stil und Antwortlogik eines KI-Modells – die Handschrift- denn jedes Modell strukturiert und formuliert Informationen auf seine Weise: ChatGPT hat oft einen erklärenden Stil und neigt zu Aufzählungen und einer höflichen Sprache. Claude hat einen eher intellektuellen Stil und schreibt oft präziser und Gemini ist meist pragmatisch, schnell und stark auf die Integration von Fakten aus dem Netz ausgerichtet. Weiter geht es im dritten Punkt der Woche darum, auch Grenzen auszuloten, also beispielsweise Halluzinationen provozieren (Fragen zu etwas, was es nicht gibt, zu stellen), zu erkunden, wann ein Modell in einen langen eingegebenen Text (zum Beispiel einen Jahresbericht) Details vergisst oder auch Stil-Mimikry zu testen. Dazu gibt man der KI einen eigenen Text und fordern sie auf: „Analysiere meinen Schreibstil und verfasse basierend darauf eine Antwort auf diese E-Mail.“

Das Ziel dieser ersten Woche: Strukturierte Prompts intuitiv, ohne darüber nachzudenken, zu verfassen.

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