Mehr Kennzeichnungssicherheit Lebensmittelverpackungen: CIJ-Tinten für ressourcenschonendes Abpacken

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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Die Unternehmen Südpack und Leibinger testen die Eignung von CIJ-Tinten für das Bedrucken recyclingfähiger Folien für Lebensmittelverpackungen, die nach dem Abpackprozess sterilisiert werden.

(Bild:  serperm73 / Adobe Stock)
(Bild: serperm73 / Adobe Stock)

Verpackungsfolien sollen heute ressourcenschonend und im Sinne einer Kreislaufwirtschaft wiederverwertbar sein. So fordert es die EU-Verpackungsverordnung, dass bis zum Jahr 2030 alle Verpackungen auf dem EU-Markt recycelbar sind. Verbundmaterialien werden daher zunehmend durch Monomaterialien ersetzt. Im Falle, dass diese Monomaterialien ohne Barrierefunktion ausgestattet sind, die eine Migration der Tintenbestandteile auf Lebensmittel verhindern, dürfen sie nur mit unbedenklicher Tinte bedruckt werden. Damit steigen die Anforderungen für das Herstellen und Kennzeichnen von Verpackungsfolien für Lebensmittelverpackungen.

Bei diversen Tests wurde die optimale Tinte für die Kennzeichnung der recyclingfähigen Lebensmittel-Folien entwickelt. (Bild:  Paul Leibinger GmbH & Co. KG)
Bei diversen Tests wurde die optimale Tinte für die Kennzeichnung der recyclingfähigen Lebensmittel-Folien entwickelt.
(Bild: Paul Leibinger GmbH & Co. KG)

Das Unternehmen Südpack entwickelt Monomaterialien. Für das Bedrucken und Codieren solcher Lebensmittelverpackungen bietet das Unternehmen Leibinger industrielle Inkjet-Drucker und entwickelt spezielle Continuous-Inkjet-Tinten (CIJ). Das Zusammenspiel dieser Komponenten steht im Fokus der Projekt-Kooperation von Südpack und Leibinger.

Lebensmittelverpackungen mit CIJ-Tinte

Eignen sich Continuous-Inkjet-Tinten für das Bedrucken und anschließende Sterilisieren von recyclebaren Lebensmittelverpackungen? Diese Frage untersuchten Spezialisten beider Unternehmen. Dafür bedruckte das Team die innovativen Einstofflösungen auf der Basis von PE und PP mit weiterentwickelter CIJ-Tinte. Bei der anschließenden Dampfsterilisation wurden die bedruckten Folien bei 121°C für 30 Minuten erhitzt.

Die Beurteilung der Schriftmuster vor und nach der Sterilisation ergab: Der Druck ist weiterhin einwandfrei lesbar. Die eingesetzten Tinten sind für das Bedrucken von Lebensmittelkontaktmaterialien geeignet. Das heißt, sie enthalten nur Rohstoffe, die nach deutscher Druckfarbenverordnung und Schweizer Bedarfsgegenständeverordnung zugelassen sind.

„Die Sterilisationsbeständigkeit von Tinte ist immer eine große Herausforderung“, erklärt Dr. Thomas Paul, Tintenexperte und Geschäftsführer bei SIS Ink Solution, einem Unternehmen der Leibinger Gruppe. Daher freut er sich, dass es dem Unternehmen gelungen ist, eine lebensmittelrechtlich zugelassene CIJ-Tinte zu entwickeln, die beim Bedrucken von Monomaterialien überzeugt.

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