Weltweite Störung von Windows-Systemen Lieferketten: Crowdstrike-Ausfall sorgt für Störungen bei Letzte-Meile-Logistik

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Ein fehlerhaftes Update des US-Unternehmens Crowdstrike sorgte am 19. Juli für einen der größten globalen Computerausfälle der Geschichte. Auch die weltweiten Lieferketten gerieten ordentlich durcheinander.

(Bild:  Ascannio / Adobe Stock)
(Bild: Ascannio / Adobe Stock)

Das jüngste Software-Update des IT-Security-Unternehmens Crowdstrike führte zu weitreichenden Ausfällen von Windows-Systemen. Die Folge: Branchen wie Fluggesellschaften, Banken und Krankenhäuser meldeten Probleme. Doch auch die Lieferketten wurden durch den Ausfall beeinträchtigt. Vor allem die Stornierungen bei den Fluggesellschaften bringen erhebliche Störungen bei der Luftfracht mit sich. Dies wird sich auch auf die Letzte-Meile-Logistik auswirken, die stark von der Luftfracht abhängig ist. 

Lieferketten: Fehlende Luftfracht sorgt für Engpass

Die wöchentliche Pünktlichkeitsrate für Letzte-Meile-Sendungen blieb im Jahr 2024 im Allgemeinen konstant. Das zeigen die Erhebungen von Project44, ein Plattform-Anbieter für Supply Chain Visibility. Die Pünktlichkeitsrate schwankte nach einem Einbruch Anfang Januar zwischen 85 Prozent und 87 Prozent. Zu beachten ist hier, dass die Pünktlichkeit auf der Grundlage des Datums gemessen wird, das dem Kunden bei der Auftragserteilung mitgeteilt wurde.

In Anbetracht der Unterbrechungen vom letzten Freitag aufgrund der Crowdstrike-Panne wird es bei der betroffenen Fracht laut Project44 wahrscheinlich zu Verspätungen kommen. Der erwartete Rückgang der Pünktlichkeit in der Woche des 15. Juli könnte sich bis in diese Woche (des 22. Juli) erstrecken. Brisant: Dieser Zeitraum fällt mit einem Höhepunkt der US-amerikanischen E-Commerce-Aktivitäten zusammen: der Schulanfang, Amazon Prime Day, Bed Bath & Beyond Flash Sales, dem Best Buy Outlet Event, Target Circle Deals und mehr, was voraussichtlich zu einem hohen Sendungsaufkommen führen wird.

Auswirkungen auf Lieferketten auch bei anderen Verkehrsmitteln

Obwohl der Luftverkehr am stärksten betroffen war, gab es auch bei anderen Verkehrsträgern Probleme aufgrund der IT-Ausfälle. Einige Hafenterminals, zum Beispiel APM im Hafen von Los Angeles, hatten am Morgen des 19. Juli mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Diese wurden jedoch meist schnell behoben. Die vom Ausfall betroffenen LKWs werden ihre Termine umplanen. Es wird hier laut Project44 kein größerer Rückstand erwartet. Und auch im Schienenverkehr kam es zu kleineren Problemen.  

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