Logistik-Indikator Q3/2025 Die Geschäftserwartungen in der Logistik steigen deutlich

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Die Zahlen des vom ifo-Institut für die Bundesvereinigung Logistik erhobenen Logistik-Indikators für das dritte Quartal 2025 sind da: Die Geschäftserwartungen machen einen regelrechten Sprung nach oben.

(Bild:  © MP Studio/stock.adobe.com)
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Die Geschäftserwartungen im Bereich Logistik entwickeln sich zum Herbst unerwartet nach oben: So notiert der Logistik-Indikator für das dritte Quartal 2025 auf dem besten Wert seit Ende 2021. Der Logistik-Indikator wird vom ifo Institut im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) berechnet. Er geht aus den monatlichen Konjunkturumfragen hervor.

Der Indikatorwert stieg von 84,2 im Vorquartal auf jetzt 91,3. Die höchste Notierung erreicht die Seite der Verlader mit 92,9, was einem Plus von 4,8 Punkten entspricht und den besten Wert seit Q1/2022 darstellt. Die größte Verbesserung mit +7,9 gibt es bei den Logistikdienstleistern, die 89,2 erreichen – den besten Wert seit Q4/2021. Auch bei der aktuellen Geschäftslage und beim Geschäftsklima gibt es Verbesserungen: Letzteres erreicht mit 88,6 den besten Wert seit dem 1. Quartal 2022, die Geschäftslage zeigt mit 85,9 immerhin den besten Wert seit zwei Jahren.

Die gute Werte dürfen jedoch laut der BVL nicht darüber hinwegtäuschen, dass man in allen Bereichen immer noch unter dem Normalwert  100, also auf sehr niedrigem Niveau liege. Dennoch lassen die deutlichen Verbesserungen laut dem Verband aufhorchen.

Woher kommen die guten Geschäftserwartungen?

Zum einen spielten laut dem Logistik-Verband die Konjunkturprogramme eine Rolle: Es wird davon ausgegangen, dass durch die Regierungspakete Investitionen angestoßen werden, die lange zurückgehalten wurden. Dazu komme die Ankündigung der Unternehmen, 630 Milliarden Euro investieren zu wollen, um den Standort Deutschland zu stärken. Auch wenn hier nicht nur Neuankündigungen enthalten sind, sondern auch viele bereits verabschiedete Projekte, sei der Umfang der Unternehmensinvestitionen doch positiv.

Ein zweiter Punkt könne laut BVL mit „Erholung durch Beruhigung“ überschrieben werden. Mit den Zoll-Abschlüssen sei zumindest ein wenig Planungssicherheit eingezogen. Auch wenn Europa und damit auch Deutschland als größte Volkswirtschaft und führendes Exportland Nachteile gegenüber den früheren Rahmenbedingungen hätten, sei zumindest nun klarer, womit gerechnet werden kann. Aber auch real zeige sich bei den Unternehmen leichte Entspannung: Seit dem Frühjahr sei sowohl bei den Verladern als auch bei den Logistikdienstleistern die aktuelle Lage monatlich besser geworden – bei den Dienstleistern habe sie im August erstmals wieder den Indikatorwert von 90 geknackt.

„Die positiven Entwicklungen sind also durch eine ausgeprägte Bodenbildung zu erklären. Die aktuelle Lage ist in den Wertschöpfungsketten eingepreist. Die Frage ist nun, ob sich ein positiver Trend herausbilden kann. Dies wird wohl maßgeblich durch die Entwicklung der globalen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst werden“, erklärt Kai Althoff, Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung Logistik.

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