Die stetig wachsenden Anforderungen an die Ver- und Entsorgung sowie der zunehmende Warenverkehr in den Innenstädten verlangen nach einem innovativen Logistikkonzept. Ein möglicher Lösungsansatz liegt in der unterirdischen Ver- und Entsorgung von städtischen Logistikimmobilien über ein Röhrensystem.
(Quelle: Smart City Loop GmbH)
Innovatives Logistikkonzept soll zu einem verringerten Verkehrsaufkommen und zur Klimaentlastung beitragen.
Nach einer erfolgreicher Machbarkeitsstudie startet Four Parx im Oktober 2020 mit der Planungsphase des Logistikkonzeptes.
Four Parx hat für die Versorgung der Städte auf der letzten Meile mit „City“ eine spezielle innerstädtische Logistikimmobilie entwickelt.
Während viele Städte bereits an einer Verkehrswende arbeiten, richtet sich der Fokus dabei vor allem auf den Personenverkehr sowie eine Steuerung wachsender Transportvolumina aus dem Paketbereich. Da dieser Transportbereich nur einen kleineren Teil des gesamten Warenaufkommens einer Stadt ausmacht, fehlt ein ganzheitliches Logistikkonzept auf der Grundlage einer Betrachtung des Gesamtwarenverkehrs.
Ein möglicher Lösungsansatz ist die unterirdische Ver- und Entsorgung über ein Röhrensystem. Four Parx, ein auf Gewerbeflächen spezialisierter Projektentwickler, errichtet derzeit am Standort Wilhelmsburg in Hamburg seine erste zweistöckige Logistikimmobilie „Mach2“ mit rund 102.000 qm Nutzfläche. Da Hamburg zu einer der am stärksten verkehrsbelasteten Städte in Deutschland gehört, hat sich Four Parx entschieden, die Stadt als geeigneten Standort für eine solche Lösung zu prüfen.
Logistikkonzept: Machbarkeitsstudie zu einer unterirdischen Transportlösung
Dazu hatte der Projektentwickler im vergangenen Jahr die Smart City Loop GmbH beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zur unterirdischen logistischen Ver- und Entsorgung der Innenstadt von Hamburg zu erstellen. Das zu prüfende Konzept sieht vor, ein Lager in einer Distanz von rund fünf Kilometern mit einem Verteilzentrum („City“) in der Innerstadt zu verbinden.
Im Zentrum der Machbarkeitsstudie standen dabei folgende Bereiche: das Konzept einer Innenstadtlogistikimmobilie, das Transportsystem, die Suche nach geeigneten Flächen für die Errichtung der Distributionszentren sowie die Wirtschaftlichkeit und Auswirkungen auf Umwelt, Klima und Verkehr. Untersuchungsgegenstände waren unter anderem geeignete Fördertechniken, geologische sowie topografische Anforderungen, Bautechniken und rechtliche Bewertungen, die Gestaltung und Ausstattung der Logistikimmobilien sowie die Nutzungskosten sowie der Einfluss auf Verkehr und Umwelt.
(Grafische Darstellung des unterirdischen Transportkonzepts in Hamburg. (Bild: Smart City Loop GmbH))
Logistikkonzept: Beitrag zur Senkung von CO2-Emissionen
Die Studie kommt nun zu dem Ergebnis, dass die unterirdische Transportlösung technisch durchführbar sowie wirtschaftlich betreibbar ist und darüber hinaus einen beträchtlichen Beitrag zur Senkung von CO2-Emissionen sowie der Verkehrsbelastung der Stadt leistet. Demnach könnte über das Röhrensystem – bei einem eventuell möglichen 24 Stunden/300 Tage Betrieb – in den beiden Hubs eine Lieferkapazität von rund 2,7 Millionen Paletten pro Jahr verarbeitet werden. Dies entspricht ca. 540.000 Transportfahrten und bedeutet eine CO2-Einsparung von über 10.000 Tonnen pro Jahr.
Im Laufe der Projektentwicklung wurden intensive Kontakte zu Hamburger Institutionen wie der Logistik Initiative Hamburg, der Hafengesellschaft sowie namhaften Hamburger Logistikunternehmen aufgebaut. Die Behörde für Wirtschaft und Innovation begrüßt die Idee einer Umsetzung des Projektes in Hamburg und hat in einem Letter of Intent die Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Grundstücken für das Projekt zugesagt.
Realisierung des Projekts rückt näher
„Die ständig wachsenden Transportvolumina machen mit Blick auf die zunehmenden Stau-, Lärm- und Abgasproblematiken der Städte die Suche nach alternativen Transportsystemen immer dringender“, sagt Francisco J. Bähr, geschäftsführender Gesellschafter von Four Parx. „Als innovativer Projektentwickler haben wir bereits in der Vergangenheit neuartige Konzepte und Lösungen zur Gestaltung der logistischen Versorgung der Städte angestoßen; nun freuen wir uns besonders, durch unser ganzheitliches Konzept eine Lösung für die zukünftige Ver- und Entsorgung der Städte erarbeitet zu haben. Es ist nunmehr unser Ziel, gemeinsam mit der Stadt Hamburg und Smart City Loop in die Realisierungsphase des Projektes treten zu können“.
„Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zeigen eine zukunftsweisende Lösung für den Warenverkehr der Städte auf“, erklärt Christian Kühnhold, Geschäftsführer von Smart City Loop. „In der Vergangenheit ist oft argumentiert worden, unterirdische Transportsysteme seien zu kostenaufwändig oder nicht realisierbar. Im Fall der Machbarkeitsstudie für die Stadt Hamburg konnte klar gezeigt werden, dass dies nicht der Fall ist.
Stand: 16.12.2025
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Logistikimmobilien unterstützen Versorgung der Innenstädte
Four Parx hat auch für die Versorgung der Städte auf der letzten Meile eine spezielle innerstädtische Logistikimmobilie („City“) entwickelt, welche sich platzsparend in ein städtisches Bild einfügt. Diese verfügt über 12.000 qm Nutzfläche, die sich über sechs Stockwerke aufteilt. Damit diese Logistikimmobilie eine nachhaltige Akzeptanz in der Kommunalpolitik, der Bevölkerung und der Wirtschaft findet, ist ein innovatives und umweltentlastendes Transportkonzept erforderlich.
Bei der Suche nach einer Lösung für eine die Stadt entlastende Transportlösung war der Projektentwickler auf das Konzept von Smart City Loop aufmerksam geworden, welches die Städte auf der so genannten vorletzten Meile über eine unterirdische Transportröhre versorgen soll. Auf der letzten Meile vom mehrgeschossigen „City“- Gebäude zum Kunden hat Four Parx eine Transportlösung ohne Verbrennungsmotoren vorgesehen (e-Bikes, Fahrradkuriere, oder Elektro- bzw. Wasserstofffahrzeuge).
Als weitere Schritte hat das von Four Parx geführte Konsortium nun diverse Planungsvorbereitungen für die Umsetzung vorgesehen, die Identifikation potenzieller Investoren für den Bau der Röhre sowie die Flächensuche für die Errichtung der Distributionszentren in Hamburg Mitte respektive Altona. Nach erfolgreicher Implementierung der Lösung könnten weitere Städte in Deutschland und Europa folgen. (sg)