Am 15. September 2021 ist der Startschuss für eine neue Forschungsaktivität in der Luftfrachtlogistik gefallen. Das „Digitale Testfeld Air Cargo“ führt das Fraunhofer-Institut IML im Auftrag des BMVI durch. Ziel ist es, die Effizienz der Transportkette in der Luftfracht durch eine bessere Vernetzung und Digitalisierung von Abläufen zu steigern.
(Quelle: Fraunhofer IML)
Im Rahmen des Projekts „Digitales Testfeld Air Cargo“ wollen die beteiligten Partner einen neutralen deutschlandweiten Forschungsrahmen schaffen. Hierbei werden luftfrachtspezifische Forschungsaktivitäten gebündelt und Digitalisierungsansätze in den verschiedenen Prozessabschnitten bei der Luftfracht aufgezeigt und verfügbar gemacht.
Über einen Zeitraum von drei Jahren sollen unter der wissenschaftlichen Leitung des Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und der Frankfurt University of Applied Sciences in sechs Teilprojekten integrierende und übergreifende „Leuchtturm-Lösungen“ entwickelt und demonstriert werden. Die Durchführung dieser Projekte ist mit acht festen operativen Projektpartnern und einem assoziierten Partner geplant.
Der Zusammenschluss unterschiedlicher Akteure, die die gesamte Luftfrachtlogistik inklusive des Vor- und Nachlaufs abdecken, ermöglicht es, Blickwinkel und Anforderungen an die Weiterentwicklungen aus der gesamten Branche einzubringen und zu berücksichtigen. Das schafft zum einen die Möglichkeit, standortübergreifende Digitalisierungslösungen zu entwickeln. Zum anderen schafft es die nötige Akzeptanz für eine Implementierung in die bestehenden Prozessabläufe.
„Das digitale Testfeld Air Cargo ist eine großartige Chance, mehr Innovationen für effiziente Luftfrachtprozesse in Deutschland gemeinsam als Konsortium aus Wirtschaft und Wissenschaft in die Praxis zu bringen. Ich bin stolz auf unser Team Aviation Logistics, freue mich über die gute Kooperation mit allen Partnern und wünsche dem Vorhaben viel Erfolg“, erklärt Prof. Uwe Clausen, Institutsleiter am Fraunhofer IML.
Prozesse in der Luftfracht digitaler und effizienter gestalten
„Wir wollen die Luftfracht digitaler und effizienter machen. Das gelingt uns nur, wenn die Akteure die vorhandenen Kapazitäten besser nutzen und die Prozesse optimieren. Deshalb erarbeiten wir an den deutschen Flughafenstandorten digitale Lösungen, die die Luftfracht beschleunigen. Und können somit auch die Emissionen von Luftfracht reduzieren. Alle wichtigen Standorte in Deutschland arbeiten erstmals gemeinsam daran, den Luftfrachtstandort Deutschland zu stärken: München, Frankfurt, Leipzig und Köln. Die Luftfrachtbranche ist durch einen starken Wettbewerb gekennzeichnet. Bei diesem Projekt bringen wir alle Beteiligten zusammen. Und stellen so den deutschen Standort zukunftsfähig für den internationalen Wettbewerb auf“, betont Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.
Standardisierter Datenaustausch zwischen den Stakeholdern der Luftfrachttransportkette mit Bezug zu nationalen und internationalen Initiativen, wie eFTI und ONE Record
Automatisierung von Disposition, Handling und Transport
Mehrwert durch KI-gestützte Optimierung und Prognosen
Zu den Konsortialpartnern gehören neben den Flughäfen Köln, Frankfurt, Leipzig und München die Lufthansa Cargo AG, DB Schenker und die Sovereign Speed GmbH als Logistikdienstleister, sowie die CHI Deutschland Cargo Handling GmbH. Beteiligt ist auch die LUG aircargo handling GmbH als erster assoziierter Partner.
Die Lufthansa Cargo AG, einer der Konsortialpartner, fokussiert sich innerhalb des Projekts auf den intensivierten Datenaustausch zwischen allen Partnern der Transportkette, auch jenseits der bisher typischen Rollen im Transportprozess. Dieser Datenaustausch ist die Grundlage für alle datengetriebenen Optimierungen und KI-basierten Anwendungen.
Luftfracht: Lufthansa Cargo mit Erfahrung bei der Digitalisierung der Lieferkette
So sollen unter anderem digitale Begleitdokumente von den Produzenten bis zum Empfänger allen Parteien durch Nutzung des neuen ONE-Record-Standards der IATA verfügbar gemacht werden. Dieser Standard wurde maßgeblich von Lufthansa Cargo mitgestaltet. Ebenso sollen Temperaturdaten, Positionsdaten und Fotos der gesamten Transportkette bereitgestellt werden, um Probleme frühzeitiger zu identifizieren und zu lösen. Dadurch lassen sich die Transparenz steigern und Prozesse und Kapazitäten durch bessere Vorhersagen und höhere Datenqualität effizienter gestalten. Das soll zu einer Verringerung von CO2-Emissionen führen.
„Wir freuen uns, dass sich das Bundesverkehrsministerium mit dem digitalen Testfeld Luftfracht klar zur Luftfracht in Deutschland bekennt. Wir wollen dazu beitragen, den Standort Deutschland weiter zu stärken. Deshalb bringen wir unsere langjährigen Erfahrungen bei der Digitalisierung entlang der Lieferkette in dieses bundesweite Projekt ein und wollen damit letztendlich auch internationale Maßstäbe setzen. Die Luftfracht weiter zu digitalisieren bedeutet auch, sie nachhaltiger zu machen. Hierfür sehen wir beispielsweise im optimierten Datenaustausch zwischen allen Partnern der Luftfrachttransportkette große Potentiale, die wir heben wollen“, sagte Harald Gloy, Vorstand Operations und Personal von Lufthansa Cargo sowie Mitglied der Innovationskommission des BMVI. (sg)
Stand: 16.12.2025
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