Nachhaltigkeits-Initiativen Nachhaltigkeit im Handel: Auch eine Entscheidung der Wirtschaftlichkeit

Ein Gastbeitrag von Veronika Abraham 3 min Lesedauer

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Das Thema Nachhaltigkeit im Handel ist inzwischen weit oben auf der Agenda der Verantwortlichen angelangt: Immer mehr Unternehmen arbeiten mit Hochdruck an entsprechenden Initiativen, um den gestiegenen Anforderungen an die Nachhaltigkeit gerecht zu werden.

(Bild:  j-mel - Adobe Stock)
(Bild: j-mel - Adobe Stock)

Nicht zuletzt durch die Verschärfung rechtlicher Vorgaben wie dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz wächst der Druck auf die Handelsunternehmen, ihre Prozesse nachhaltiger zu gestalten. Und auch die Kunden treiben den Wandel zur Nachhaltigkeit im Handel voran, indem sie sie immer mehr Wert auf nachhaltige Produkte und Services legen. Für die Handelsunternehmen stellt sich damit die Aufgabe, diese Ansprüche in puncto Nachhaltigkeit jetzt in die Praxis zu überführen. Allein die konkrete Umsetzung gestaltet sich mitunter sehr komplex.

Management-Ansatz hilft durch den Maßnahmen-Dschungel

Viele Handelsunternehmen stehen vor der großen Herausforderung, angesichts der umfänglichen Auswahl an Ansätzen und Lösungen zwischen nachhaltiger Verpackung, optimierten Prozessen in der Lieferkette und einer verbesserten Energiebilanz die richtigen Maßnahmen zu mehr Nachhaltigkeit im Handel für sich herauszufiltern. Gefragt ist an dieser Stelle ein strukturgebender Management-Ansatz wie der Conscious Commerce Circle von diconium, der ihnen dabei hilft, ihren Status Quo im Bereich Nachhaltigkeit zu analysieren und effektive Hebel zur Optimierung zu identifizieren. Als transparenter Ausgangspunkt für effektive Verbesserungsmaßnahmen werden hier die passenden Empfehlungen ausgemacht, um die Nachhaltigkeitsstrategie gezielt anzupassen, das Geschäftsmodell nachhaltiger zu gestalten und den gesamten Wertstrom umwelt- und sozialverträglich zu optimieren.

Nachhaltigkeit im Handel versus Wirtschaftlichkeit

Als eine der anspruchsvollsten Aufgaben galt es lange Zeit, die großen Themen Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit in Einklang zu bringen. Doch inzwischen findet hier ein Umdenken statt: Insbesondere in der dynamischen Welt des digitalen Handels haben die Unternehmen erkannt, dass ökologische und soziale Nachhaltigkeit im Handel neben den positiven Einflüssen auf Umwelt, Gesellschaft und Außenwirkung auch viele wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt. Diese sind unter anderem:
Sichere Planung: Die EU und Deutschland schreiten regulatorisch weiter voran. Neue Gesetze zur Nachhaltigkeit, wie die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), zwingen Firmen zur transparenten Berichterstattung über ökologische und soziale Auswirkungen.
Frühzeitiges Engagement: Die frühe Entwicklung nachhaltiger Strategien bereitet Unternehmen auf strengere Gesetze vor und ermöglicht es ihnen, sich in einem wettbewerbsintensiven Markt als nachhaltig zu positionieren.
Attraktiver Arbeitgeber: Die nächste Generation sucht nach sinnvollen Jobs in Unternehmen, die Umweltschutz und soziale Verantwortung ernst nehmen. Solche Unternehmen ziehen talentierte Fachkräfte an.
Mehr Innovation und Motivation: Nachhaltigkeit fördert Innovation und Motivation bei Mitarbeitenden, die stolz sind, in einem verantwortungsbewussten Unternehmen beschäftigt zu sein.
Geringere Kosten: Umweltfreundliches Handeln spart Unternehmen Kosten durch Ressourceneinsparungen und Effizienzsteigerung.
Höhere Nachfrage: Konsumenten bevorzugen Marken, die sich sozial und ökologisch engagieren.

Nachhaltiges Handeln zahlt sich gleich mehrfach aus

Fakt ist: Das Thema Nachhaltigkeit im Handel wird für Unternehmen in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen – sei es durch weitere rechtliche Vorgaben, zur Profilierung im Wettbewerb, zur Bindung von Mitarbeitenden oder auch als Kosteneinsparungs- und Innovationstreiber. Um die vielschichtigen Potenziale im Bereich Nachhaltigkeit voll auszuschöpfen, ist es jedoch notwendig, dass Unternehmen einen umfassenden Management-Ansatz verfolgen, der jede Ebene der Wertschöpfungskette berücksichtigt und als Ausgangspunkt zu effektiven Maßnahmen führt. 

Wie immer bei Entwicklungsprozessen gilt dabei auch hier, dass nicht alles auf einmal und von heute auf morgen umgesetzt werden muss, sondern Schritt für Schritt. Im Fokus steht dabei nicht zuletzt die Einführung geeigneter Organisationsstrukturen, in denen die Management-Ebene eine zentrale Rolle spielen muss, um bestehende Silos aufzubrechen und Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil der Geschäftsstrategie zu etablieren. Zugegeben, die Herausforderungen sind beachtlich und das Thema insgesamt sehr komplex. Aber: Es wird sich definitiv auszahlen, zu denen zu gehören, die die Zukunft des Handels nachhaltig gestalten. Und das in jeder Beziehung.

Veronika Abraham
Veronika Abraham ist Sustainability-Expertin bei diconium. Die Digitalagentur unterstützt Unternehmen im gesamten Prozess der Digitalisierung: Von Innovation und Strategie, UX, Data und KI, Commerce und Technologie bis hin zum Aufbau digitaler Einheiten. 

Bildquelle: diconium

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