Die Kosten für Energie steigen rasant. Das trifft besonders die Logistik. Nachhaltige Ausstattung und innovative Ansätze wie mehrgeschossige Logistikimmobilien helfen, die Situation zu entschärfen – und gleichzeitig CO2-Emissionen zu verringern.
(Quelle: Markus Meyer, Objekt Hamburg Billbrook/Multilevel, Hamburg Seevetal)
Die Logistikbranche ächzt unter explodierenden Energiepreisen. Für Gewerbekunden stiegt der Strompreis für 10.000 kWh laut dem Vergleichsportal Verivox von 1.524 Euro im Jahr 2004 auf 2.512 Euro im Jahr 2020.
Anders die Gaspreise – waren sie bis 2021 noch recht stabil schnellen sie seitdem nach oben. Laut Verivox hat sich der Gaspreis im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt – von 6,56 ct/kWh auf 14,5 ct/kWh. Der Grund ist die gedrosselte Gas-Versorgung aus Russland.
Energiesparende Maßnahmen ein Muss
Logistikunternehmen sollten daher alle Register ziehen, ihren Energieverbrauch nachhaltig zu senken. Die Verminderung des Dieselverbrauches durch die Optimierung der Routenplanung liegt ebenso auf der Hand wie die nachhaltige Ausstattung von Logistikzentren.
Nachhaltigkeit in der Logistik: LED-Beleuchtung spart
Die Beleuchtung der Hallen beispielsweise macht einen maßgeblichen Anteil des Energieverbrauchs aus. Oft werden Halogenlampen oder Leuchtstoffröhren eingesetzt. Mit wartungsarmen LED-Leuchten lassen sich gegenüber alten Anlagen aus den 80ern etwa 60 Prozent Energie einsparen – mit einer professionellen Steuerung kombiniert, steigt das Sparpotenzial laut einer Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen auf 80 Prozent. Aber nur Leuchtmittel austauschen, reicht nicht. Es sollte ein umfassendes Lichtmanagement-Konzept mit dimmbaren Leuchten entwickelt werden. so dass die Lichtstärkt angepasst werden kann. Bewegungssensitive Sensoren dimmen die Beleuchtung zudem oder schalten sie automatisch aus. Wichtig sind auch All-off-Schalter, mit denen die gesamte Beleuchtung zentral ausgeschaltet werden kann.
Energieeffiziente Heizung über Wärmepumpen
Das heute noch branchenübliche Heizen der Hallen mit Gasdunkelstrahler ist zwar technisch ausgereift und energieeffizient, aber nicht klimaneutral. Zudem ist der Gasmarkt gerade momentan von starken Preisschwankungen geprägt. Die Alternative dazu lautet: Wärmepumpen. Sie nutzen Wärme aus der Umwelt – etwa aus Luft oder Erdreich. Über einen stromgetriebenen Verdichtungsprozess wird sie auf ein höheres Temperaturniveau gebracht. Deshalb können Wärmepumpen ein Vielfaches des eingesetzten Stroms als Wärme bereitstellen. Projektentwickler Goodman setzt bereits am Standort in Hamburg Seevetal darauf.
Elektromobilität: Vorbereitung auf E-Lkw
Auch Elektromobilität wird für die Nachhaltigkeit in der Logistik immer wichtiger. Das gilt nicht nur für City-Logistik. Mittelfristig sollen auch Lkw-Flotten elektrifiziert werden. Das Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg geht in einer Studie davon aus, dass E-Lkw in zehn Jahren für fast alle Anwendungen deutlich günstiger und klimafreundlicher sein werden als Neufahrzeuge mit Diesel-Antrieb. Daraus folgt, dass Logistikzentren schon heute über Ladeinfrastrukturen für E-Autos und -Transporter verfügen müssen. Außerdem sollten die Kabelwege für den Aufbau einer E-Lkw-Flotte vorgerüstet werden. Goodman plant in den kommenden Jahren das gesamte Immobilienportfolio in Deutschland mit Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge jeder Art auszustatten. Das Ziel: Von der An- und Abfahrt der Mitarbeitenden per E-Bike oder Elektroauto bis hin zum eigentlichen Logistikverkehr soll der Betrieb der Standorte so umweltverträglich wie möglich sein.
Nachhaltigkeit in der Logistik: Strombedarf über Photovoltaik decken
Beleuchtung, Heizen mit Wärmepumpen und E-Mobilität steigern jedoch den Strombedarf von Logistikzentren. Dank Photovoltaik-Anlagen auf Logistikhallen-Dächern erzeugen Sie Strom weitgehend selbst e. Dabei lohnt sich die lückenlose Überwachung. Um Verbrauchsschwankungen rechtzeitig zu erkennen, sind intelligente Zähler sinnvoll. Sogenannte Energy Tracker, messen und optimieren fortlaufend Strom-, Gas- und Wasserverbrauch. Sie begünstigen nicht nur kosten- und emissionssparende Gewohnheiten, sondern vereinfachen auch, die erforderlichen Umweltberichte zu erstellen.
Nachhaltige letzte Meile über Multilevel-Logistikzentren
Auch wenn sich der E-Commerce-Boom seit dem Abklingen der Corona-Pandemie abschwächt – die Zahl, der im urbanen Bereich auszuliefernden Sendungen wird auf Dauer wohl kaum abnehmen. Logistikzentren sollten daher so verbrauchernah wie möglich angesiedelt sein. Die „letzte Meile“ ist schließlich entscheidend für die Servicequalität von Logistikunternehmen, ganz zu schweigen von der CO2-Bilanz. Deswegen benötigt Logistik immer mehr Platz nahe Stadtzentren, den aber Kommunen immer weniger zur Verfügung stellen. Eine Lösung sind mehrgeschossige Logistikimmobilien. Durch solche „Multilevel“-Logistikgebäude entsteht pro Grundstück mehr Nutzfläche. Wie das funktioniert ist am Goodman-Standort in Hamburg Billbrook zu sehen. Dort sind 25.000 m2 Lagerfläche, 2.500 m2 Bürofläche sowie ausreichend Parkplätze für Pkws und Transporter auf mehreren Etagen geplant. Dank der citynahen Lage ist der Standort ein optimaler Hub für eine effiziente und nachhaltige innerstädtische Logistik.
Stand: 16.12.2025
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Nachhaltigkeit in der Logistik: Wissenschaftlich kontrolliert
Alle genannten energieeffizienten Maßnahmen hat Goodman in der Nachhaltigkeitsstrategie GreenSpace+ verankert. Sie orientieren sich an den von der Science Based Target Initiative (SBTi) vorgegebenen wissenschaftsbasierten Zielen für die Reduktion von CO2-Emissionen.