In sieben Minuten zum Trailer Nutzfahrzeuge mieten: Fleetloop digitalisiert den B2B-Prozess

Ein Gastbeitrag von Christoph Jung 2 min Lesedauer

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Der B2B-Mietmarkt für Nutzfahrzeuge galt lange als schwer digitalisierbar – komplex, analog, zeitintensiv. Ein neues Plattformmodell zeigt, wie sich auch traditionelle Prozesse digitalisiert lassen.

(Bild:  © WIrul/stock.adobe.com / Symbolbild)
(Bild: © WIrul/stock.adobe.com / Symbolbild)

Der Markt für Nutzfahrzeuge verändert sich. Während sich im Privatkundengeschäft digitale Plattformen längst durchgesetzt haben, tut sich der B2B-Bereich oft noch schwer. Doch es geht auch anders – das zeigt ein Projekt, bei dem Technik und Branchenwissen erfolgreich zusammenspielen.

Ob Bauunternehmen, Spedition oder Logistikdienstleister: Wer einen Trailer mieten will, hat es bislang mit viel Papierkram zu tun. Formulare, E-Mails, Rückfragen. Der Prozess ist umständlich und nicht mehr zeitgemäß. Das dachten sich auch die Gründer von Fleetloop. Hinter dem Joint Venture stehen der Trailer-Hersteller Schmitz Cargobull und der Vermieter Greiwing Truck & Trailer. Gemeinsam mit uns als Digitalisierungspartner wollten sie den Mietprozess neu denken. Digital, schnell, mobil. Eine Lösung auf dem Niveau heutiger E-Commerce-Standards.

Vom Start bis zur Plattform in drei Monaten

Das Ziel war ambitioniert: Eine voll funktionsfähige B2B-Vermietplattform in nur drei Monaten. Mit Nutzer- und Unternehmensverwaltung, individueller Preislogik, Telematik-Anbindung, Vertragsabschluss und digitaler Bezahlung. Möglich wurde das durch einen konsequent modularen Ansatz. Die Umsetzung folgte dem MACH-Prinzip – also Microservices, API-first, Cloud-native und Headless.

Statt eines großen Systems kamen spezialisierte Technologien zum Einsatz. Die Commerce Engine stammt von commercetools. Das Frontend wurde mit Nuxt entwickelt und wird auf Vercel gehostet. Die Inhalte werden mit dem CMS Storyblok gesteuert. Eine Kartenansicht zeigt, wo in Echtzeit verfügbare Trailer stehen und auf Wunsch auch mit Telematikdaten.

Was früher Tage dauerte, funktioniert heute in Minuten

Auf my.fleetloop.com lässt sich rund um die Uhr ein Trailer mieten. Das Fahrpersonal kann ihn selbst freischalten – direkt über das Telematiksystem von Schmitz Cargobull. Die Plattform ist so nutzerfreundlich, dass Fleetloop mit dem Versprechen „Miet me in a minute“ wirbt. Und dieses Versprechen auch einhält.

 Für die Kunden ist das nicht nur bequem, sondern auch wirtschaftlich interessant. Die internen Aufwände sinken bei Fleetloop um 80 Prozent. Auf Kundenseite spart der Prozess bis zur Hälfte der bisherigen Zeit und Kosten.

Was der Mittelstand daraus lernen kann

Das Projekt zeigt: Auch in traditionellen, kleinteiligen Branchen lässt sich mit digitalen Plattformen viel bewegen. Vorausgesetzt, der Nutzen steht im Mittelpunkt. Mittelständische Unternehmen sollten nicht mit der Technik beginnen, sondern mit der Frage: Wie lassen sich Prozesse vereinfachen? Wer dann auf skalierbare Technologien und erfahrene Partner setzt, erzielt schnell sichtbare Ergebnisse. Für das eigene Geschäft – und für die Kunden.

Und: Eine MACH-Architektur ist kein Spielzeug für Konzerne. Gerade Mittelständler profitieren von ihrer Flexibilität. Sie erlaubt schnelle Fortschritte, geringe Investitionen und volle Kontrolle über die eigene Plattform.

NutzfahrzeugeChristoph Jung
st Director Business Unit MACH bei Basecom, einem inhabergeführten Software-Dienstleister für E-Commerce, PIM und Digital Experience. Basecom ist Teil der GROW Digital Group und begleitet Unternehmen bei der digitalen Transformation – vom Mittelstand bis zum Weltmarktführer.

Bildquelle: Basecom

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