Sicherheit im Netz Online-Betrug: Fast jeder Verbraucher war bereits im Fokus von Kriminellen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Neun von zehn Verbraucher geben an, bereits Ziel von Betrugsversuchen geworden zu sein. Viele sorgen sich, dass durch den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz Online-Betrug schwerer zu erkennen sein wird.

(Bild:  nevodka.com / AdobeStock)
(Bild: nevodka.com / AdobeStock)

So praktisch das Internet auch ist – es ist auch genauso gefährlich: Betrugsversuche im Internet haben in den Augen von 83 Prozent der Verbraucher in Deutschland in den letzten zwölf Monaten zugenommen. Tatsächlich zum Ziel von Online-Betrug sind eigenen Angaben zufolge bereits neun von zehn Befragten (91 Prozent) geworden. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Kreditkarten-Unternehmens Visa im Mai 2024 zum Thema Sicherheit.

Online-Betrug: Gängige Maschen sind bekannt

Die gute Nachricht: Häufige Betrugsmaschen wie Phishing, den Enkeltrick und Schocknachrichten kennen über 90 Prozent der Befragten. Sie sind auch am weitesten verbreitet. 

Online-Betrug im Internet: Die große Mehrheit bekam bereits Phishing-Mails von vermeintlichen Paketdienstleistern oder eine Fake-Mail einer Bank.(Bild:  Visa)
Online-Betrug im Internet: Die große Mehrheit bekam bereits Phishing-Mails von vermeintlichen Paketdienstleistern oder eine Fake-Mail einer Bank.
(Bild: Visa)

So haben schon 80 Prozent eine gefälschte Nachricht von Paket- oder Lieferdiensten erhalten, 64 Prozent erhielten bereits Phishing-Nachrichten im Namen einer Bank. Betrügerische Textnachrichten, die angeblich von Enkeln, Mutter oder anderen nahestehenden Personen stammen, haben bereits 42 Prozent erhalten. Derartige Telefonanrufe haben schon 14 Prozent erlebt. 

Ebenso viele waren bereits Ziel von sogenanntem Love Scamming. Bei dieser Online-Betrugs-Masche versuchen Betrüger mittels gefälschter Profile in Dating-Apps oder sozialen Medien eine Beziehung aufzubauen, um sich so finanzielle Vorteile zu erschleichen. Diese Masche kennen rund drei von fünf Befragten (64 Prozent). 

Künstliche Intelligenz verstärkt die Sorgen

Insgesamt vertrauen die Verbraucher ihren Fähigkeiten, Betrug zu identifizieren. Über die Hälfte (59 Prozent) sagt, dass ihnen das Erkennen von betrügerischen Webseite oder E-Mails insgesamt leichtfällt.

Doch die große Mehrheit (94 Prozent) befürchtet zugleich, dass durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz Betrugsversuche künftig schwerer zu erkennen sein werden. Wissentlich in Berührung gekommen mit „Deep Fakes“, also mittels KI erstellten oder veränderten Medieninhalten, sind 17 Prozent der Befragten. Bei den unter 35-Jährigen liegt diese Zahl mit 27 Prozent höher.

Dass Künstliche Intelligenz bei der Erkennung von Online-Betrug helfen kann, ist sich laut Umfrage rund jeder Dritte (29 Prozent) bewusst. So wird KI etwa zur Betrugsbekämpfung in der Finanzindustrie eingesetzt. „In den Fokus von Betrugsversuchen rückt immer stärker die Manipulation von Menschen durch Techniken wie Phishing und Social Engineering. Bei der Betrugsbekämpfung ist Künstliche Intelligenz ein wichtiger Pfeiler“, erläutert Czekalla, Deutschland-Chef von Visa. 

Insgesamt sind die Befragten geteilter Meinung über die Chancen und Risiken von Künstliche Intelligenz: Für 38 Prozent überwiegen die Chancen für die Zukunft, während sich die Mehrheit (54 Prozent) mehr um die Risiken sorgt. Bei der Generation über 60 ist die empfundene Bedrohung stärker ausgeprägt (65 Prozent) als bei jüngeren Verbrauchern unter 35 (45 Prozent). 

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