Drogeriemarktkette dm Online-Handel überholt stationäres Geschäft

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Vor zehn Jahren startete dm seinen Online-Shop in Deutschland. Heute ist der E-Commerce-Bereich weit mehr als ein netter Zusatz. Und die Drogeriemarktkette plant schon den nächsten Coup: Noch in diesem Jahr soll die Versandapotheke an den Start gehen.

Deutsche Drogerieketten stürmen den Apotheken-Markt. Noch in diesem Jahr will dm mit dem Versand von Medikamenten aus Tschechien starten.(Bild:  dm)
Deutsche Drogerieketten stürmen den Apotheken-Markt. Noch in diesem Jahr will dm mit dem Versand von Medikamenten aus Tschechien starten.
(Bild: dm)

Christoph Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung von dm-drogerie markt, kann eine durchweg positive Bilanz zum Geschäftsjahr 2024/2025 (30.09.2025) ziehen: „Die konsequente Weiterentwicklung unserer Stärken und Erneuerungen beim Sortiment sowie innovative Services haben im Geschäftsjahr 2024/2025 dafür gesorgt, dass dm in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld Kundinnen und Kunden, Umsatz und Marktanteile hinzugewinnen konnte.“

In den zwölf Monaten des am 30.09.2025 endenden Geschäftsjahres ist der Bruttoumsatz in Europa von 17,749 Mrd. Euro auf 19,197 Mrd. Euro um 8,2 Prozent gestiegen, in Deutschland von 12,470 Mrd. Euro auf 13,279 Mrd. Euro um 6,5 Prozent und in den dreizehn weiteren europäischen Ländern sogar um 12,1 Prozent, von 5,278 auf 5,918 Mrd. Euro.

Zuspruch auf allen Vertriebskanälen

Auch die Zahl der Mitarbeitenden hat sich noch einmal erhöht. Allein in Deutschland sind es nun 63.648 Mitarbeitende, 4.418 stehen in einem Ausbildungsverhältnis. „Die Arbeitsgemeinschaft wächst, weil in Europa mittlerweile täglich rund 3,7 Mio. Haushalte bei dm einkaufen, in Deutschland waren es im vergangenen Geschäftsjahr im Durchschnitt täglich 2,2 Mio. Kundinnen und Kunden“, so der Konzern. Damit einher geht eine rasch anwachsende Anzahl an Menschen, die beim digitalen oder realen Bestellen und Einkaufen eine dm-App nutzen – es sind mittlerweile 12,5 Mio. Kundinnen und Kunden.

„Der Zuspruch, den wir in allen Vertriebskanälen von unseren Kundinnen und Kunden erfahren, zeigt uns, dass unsere händlerische Leistung und unsere Dauerpreisstrategie im aktuell stark von Sonderangeboten geprägten Marktumfeld als verlässlich und vertrauenswürdig wahrgenommen werden“, führt Werner aus. Nach Zahlen des Marktforschungsinstituts Nielsen IQ wächst der Marktanteil von dm in Deutschland auf 27,5 Prozent (Geschäftsjahr 2023/2024: 27,1 Prozent) beim Verkauf drogistischer Produkte. Bezogen auf die Mengen steigen die Marktanteile sogar noch stärker (+ 0,8 Prozentpunkte).

Zweites Online-Verteilzentrum in Heideloh

Für Werner ist der Anteilsgewinn auf eine konsequent realisierte Omnichannel-Strategie zurückzuführen. „Wir werden unsere erfolgreiche Omnichannel-Strategie weiter ausbauen“, betont er. Kundinnen und Kunden kaufen mittlerweile sowohl stationär als auch online ein und holen zudem ihre zuvor online bestellten Einkäufe in den dm-Märkten ab. Dazu kommen die dm-Express-Lieferservices in vielen deutschen Großstädten, die die Belieferung nach Hause ergänzen.

Prozentual wächst der Online-Handel bei dm mit einem zweistelligen Umsatzplus stärker als der stationäre Handel. Um die steigende Nachfrage der Kundinnen und Kunden zu bedienen, wird das Unternehmen bis zum Februar 2026 das zweite Online-Verteilzentrum in Heideloh bei Leipzig in Betrieb nehmen. Bisher wurden die Bestellungen ausschließlich im Online-Verteilzentrum im tschechischen Bor abgewickelt.

Auch im operativen Hintergrund gibt es zahlreiche Neuerungen. „Wir haben im Geschäftsjahr 2024/2025 mit dmGPT verprobt, wie wir mithilfe der künstlichen Intelligenz neue Produkte entwickeln sowie Texte und Präsentationen zusammenstellen und wie wir mittels Chatbots Kundenanfragen besser beantworten können.“ 

dm Versandapotheke soll noch 2025 starten

Mit der anstehenden Implementierung von SAP S/4 HANA beginnt dm nun, darauf aufsetzend weitere Software-Lösungen zu etablieren – mit dem generellen Ziel der transparenten Steuerung der Prozesse, Innovationen und Veränderung in allen Unternehmensbereichen. „Unser Ziel rückt näher, alle Daten, Strukturen, Abläufe und Ressourcen effizient zu planen, zu realisieren, zu steuern und zu analysieren“, erläutert Werner.

Ein zentrales Vorhaben ist der zügige Auf- und Ausbau der Gesundheitskompetenz. „Stand heute gehen wir davon aus, dass wir wie geplant noch in diesem Kalenderjahr mit der Versandapotheke starten werden, die wir im tschechischen Bor gegründet haben“, sagt Werner. Der Einstieg in den Handel mit apothekenpflichtigen Produkten, also rezeptfreien OTC-Produkten und apothekenexklusiver Kosmetik, befindet sich somit auf der Zielgeraden. Die Versandapotheke ist nur ein Baustein in der Strategie von dm, Verbraucherinnen und Verbrauchern Gesundheitsvorsorge und eigenverantwortliche präventive Maßnahmen niederschwellig zu erschwinglichen Preisen zugänglich zu machen.

Versanapotheken boomen

Der Apothekenversandhandel ist ein sich schnell entwickelnder Markt. Seit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) von 2004 ist der Versandhandel mit rezeptfreien und verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in Deutschland grundsätzlich gestattet. Das Umsatzwachstum des Versandhandels lag zuletzt deutlich über dem des restlichen Apothekenmarktes mit Zuwachsraten von z.T. über 10 Prozent. 2024 belief sich allein der Versandumsatz mit OTC-Produkten bundesweit auf über 3,5 Milliarden Euro.

Quelle: Statista 

Dass die Menschen dm in diesem Bereich vertrauen, geht unter anderem aus der Sempora-Studie hervor, die das „Handelsblatt“ im Zusammenhang mit der Ankündigung des Starts der Versandapotheke von dm veröffentlichte. Demnach würden fast 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger auch apothekenpflichtige Produkte bei dm kaufen.

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