Zahlungsabwicklung

Online-Payment: Wie Shop-Betreiber der Kostenspirale entkommen

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Planbare Zahlungsabwicklung im Onlinehandel

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Zu Beginn einer Bestellung muss isch der Kunde auf PVC-Welt einloggen.
(Bild: PVC-Welt)

Onlinehändler unterschätzen unter Umständen die Auswirkungen verzögerter Geldeingänge auf ihre Liquidität. Besonders im Zusammenspiel mit Marktplätzen, Zahlungsdienstleistern oder Buy-Now-Pay-Later-Anbietern entstehen häufig lange Settlement-Zeiten: Zwischen dem Zeitpunkt des Verkaufs und der tatsächlichen Verfügbarkeit der Gelder auf dem Händlerkonto liegen mitunter mehrere Tage oder sogar Wochen. Währenddessen laufen auf der Ausgabenseite die Kosten kontinuierlich weiter – etwa für Wareneinkauf, Lagerhaltung, Versand, Retourenmanagement oder bezahlte Werbekampagnen. 

Diese asynchrone Zahlungsdynamik bringt die Liquiditätsplanung ins Wanken und zwingt Händler dann dazu, ihre laufenden Kosten über kurzfristige Kreditlinien oder Betriebsmittelfinanzierungen zu decken. Das erhöht nicht nur den finanziellen Druck, sondern verschlechtert auch die Bilanzkennzahlen. Besonders kritisch wird es in Hochphasen – etwa im Saisongeschäft, bei starkem Wachstum oder in Perioden mit erhöhten Rücksendungen. Hier können unzureichende Mittelverfügbarkeiten schnell zu operativen Engpässen führen, etwa beim Nachbestellen von Ware oder bei der Skalierung von Kampagnen.

Um diesen Risiken wirksam zu begegnen, gewinnt die Zahlungsabwicklung auch aus finanzieller Sicht zunehmend an strategischer Bedeutung. Planbare, transparente Cashflow-Zyklen – unterstützt durch moderne Online-Payment-Infrastrukturen und klare Settlement-Vereinbarungen – ermöglichen eine vorausschauende Liquiditätssteuerung. Wenn Händler Zahlungsströme aktiv managen, profitieren sie nicht nur von mehr Stabilität im Tagesgeschäft, sondern schaffen auch die nötige Flexibilität, um gezielt in Wachstum, Technologie oder neue Märkte zu investieren. In einem volatilen Marktumfeld wird Payment damit nicht nur zur Frage des Komforts – sondern zur zentralen Säule der Resilienz und Skalierungsfähigkeit im Onlinehandel.

Innovatives Online-Payment: Zwischen Effizienzgewinn und Margenvorteil

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Der Kunde kann beim Onlineshops PVC-Welt die Versandart und die Zahlungsart auswählen.
(Bild: PVC-Welt)

Innovative Online-Payment-Lösungen rücken im E-Commerce zunehmend in den Fokus – nicht nur, weil sie neue Nutzererlebnisse ermöglichen, sondern auch, weil sie klare betriebswirtschaftliche Vorteile bieten. QR-Code-Zahlungen und Instant Payments sind neue und bereits im Einsatz bewährte Ansätze, die in Kombination zu einer attraktiven Zahlart werden können. Diese Technologien bieten Onlinehändlern Potenzial für Effizienzgewinne, höhere Margen und mehr Kontrolle über den Zahlungsfluss.

Gini Pay QR-Code Payment ist beispielsweise eine Lösung, bei der Kunden beim Checkout per Banking-App einen QR-Code scannen und den Bezahlvorgang direkt über ihr Girokonto abschließen können – ganz ohne Umwege über Kreditkarten oder E-Wallets. Für Händler bedeutet das: deutlich geringere Transaktionsgebühren im Vergleich zu klassischen Zahlungsmethoden, kein Interchange-Fee-Modell wie bei Kartenanbietern und eine höhere Conversion-Rate durch die nahtlose Integration in bestehende Checkout-Prozesse. 

Zudem entfällt das Risiko von Rückbuchungen, da die Zahlung direkt und unwiderruflich ausgeführt wird. In Kombination mit Instant Payments eröffnen sich weitere Vorteile: Händler erhalten den Betrag unmittelbar auf ihr Konto, was die Liquiditätsplanung erheblich erleichtert und den Cashflow stabilisiert. Diese Geschwindigkeit reduziert die Notwendigkeit kurzfristiger Überbrückungsfinanzierungen und verbessert das Working Capital Management spürbar.

Vorteile durch Einführung von Instant Payments 

Regulatorische Entwicklungen wie die neue EU-Verordnung zur verpflichtenden Einführung von Instant Payments ermöglichen eine breitere Akzeptanz solcher Lösungen. Zahlungen können nicht nur schneller, sondern auch kostengünstiger und sicherer abgewickelt werden. Wer diese Technologien frühzeitig adaptiert und in die eigene Online-Payment-Strategie integriert, verschafft sich einen operativen und finanziellen Vorsprung – in einem Markt, in dem Effizienz und Flexibilität zunehmend über den Erfolg entscheiden.

Online-PaymentMartin Meinert
ist Director E-Commerce & Partnerships bei Gini. Bevor er 2007 in die Beratung mit Fokus auf digitale Transformation einstieg, studierte er Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruhe Institute of Technology und an der University of Johannesburg. Seit 2020 ist Meinert in der Fintech-Szene tätig, zuletzt leitete er als Country Manager das Deutschlandgeschäft beim BNPL-Anbieter Sezzle und Open-Banking-Anbieter Montonio.

Bildquelle: Gini

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