E-Commerce-Markt Onlinehandel: Weiteres Wachstum trotz schwachem Konsumumfeld

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Trotz der weiterhin schwachen Konsumstimmung haben Verbraucher zwischen Juli und September 2025 2,8 Prozent mehr für Waren im Onlinehandel ausgegeben als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt erreichten die Bestellungen im dritten Quartal einen Wert von 17.960 Millionen Euro. Im Vorjahr lagen diese noch bei 17.475 Millionen Euro.

(Bild:  © Ariep/stock.adobe.com - generiert mit KI)
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Martin Groß-Albenhausen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh), erklärt zur Entwicklung im Onlinehandel: „Zwar ist das Wachstum gegenüber dem zweiten Quartal um einen Prozentpunkt zurückgegangen. Doch angesichts einer sinkenden Anschaffungsneigung ist dies ein robustes Ergebnis.“

Onlinehandel: Käufe für täglichen Bedarf nehmen weiter zu

Güter des täglichen Bedarfs konnten mit einem Plus von 8,1 Prozent auf 2.196 Millionen Euro den größten Zuwachs verzeichnen. Drogerie- und Parfümeriesortimente legten dabei mit 11,1 Prozent am stärksten zu. Stetig wächst auch der Kauf von Medikamenten über das Internet. Im dritten Quartal erhöhte sich der Umsatz in dieser Warengruppe um 8,6 Prozent auf 474 Millionen Euro.

Martin Groß-Albenhausen ist stellvertretender Hauptgeschäftsführer des bevh e.V.(Bild:  bevh)
Martin Groß-Albenhausen ist stellvertretender Hauptgeschäftsführer des bevh e.V.
(Bild: bevh)

„E-Commerce wächst gerade in den Kategorien, bei denen noch eine hohe Dichte an stationären Verkaufspunkten besteht. Das zeigt, dass die Verbraucher den Onlinehandel als gleichwertigen Versorger bei allen Produkten betrachten, die sie regelmäßig für den Lebensunterhalt benötigen. Verbote für bestimmte Kategorien, wie zuletzt erneut für verschreibungspflichtige Arzneimittel ins Gespräch gebracht, gehen völlig an dieser Realität vorbei“, sagt Martin Groß-Albenhausen.

E-Commerce wächst gerade in den Kategorien, bei denen noch eine hohe Dichte an stationären Verkaufspunkten besteht.

Martin Groß-Albenhausen, bevh

Am schwächsten entwickelte sich hingegen der Umsatz mit Computern, Software, Spielen und PC-Zubehör: Hier gaben die Umsätze um 7,7 Prozent nach. Das Warengruppen-Cluster „Unterhaltung“, das neben solchen Artikeln auch Bücher, Medien, Unterhaltungselektronik und Telekommunikationsgeräte umfasst, gab mit -0,3 Prozent auf 5.023 Millionen Euro gegenüber dem dritten Quartal 2024 wieder leicht nach.

Anbieter aus Asien erreichen fast fünf Prozent Umsatzanteil

Eine Analyse der Herkunft der Anbieter zeigt, dass Anbieter aus dem asiatischen Markt ihre Umsätze im Onlinehandel um sieben Prozent und damit mehr als doppelt so stark wie der Gesamtmarkt steigern konnten. Aufgelaufen über neun Monate haben sie ihr Volumen um etwa ein Viertel steigern können. Im dritten Quartal erreichten sie mit einem Anteil von 4,9 Prozent am gesamten Onlinehandel-Volumen einen neuen Höchststand. „Dies ist ein Indikator für die anhaltende Sparneigung der Verbraucher, die wir auch in der deutlichen Zunahme der Bestellungen von gebrauchten Waren im Internet erkennen,“ so Groß-Albenhausen. Re-Commerce-Angebote haben im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 27,6 Prozent zugelegt, seit Jahresbeginn um 28,9 Prozent.

Das starke Wachstum der asiatischen Plattformen macht sich auch in der Erfolgsbilanz der verschiedenen Geschäftsmodelle im Onlinehandel bemerkbar. Auf Online-Marktplätzen kauften die Deutschen für insgesamt 9.785 Millionen Euro ein. Das ist ein Wachstum von 4,8 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2024 und bedeutet einen Marktanteil dieses Versendertyps von 54,4 Prozent. Demgegenüber mussten unabhängige Onlinehändler (Pureplayer) leichte Umsatzrückgänge hinnehmen. Deutlich mehr haben die Deutschen in den Sommermonaten für digital vermarktete Dienstleistungen ausgegeben. Der Onlineverkauf von Tickets, Reisen und anderen Erlebnissen erhöhte sich um 8,1 Prozent auf 3.621 Millionen Euro.

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