Autonome Einkaufs-Bots

OpenClaw (ex‑Clawdbot): Was „Buyer‑Bots“ jetzt für Ihren E‑Commerce bedeuten

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Herkunft und Namenswechsel: Was Händler dazu wissen müssen

Ende 2025 als Clawdbot gestartet, verzeichnete das Projekt innerhalb kurzer Zeit große Aufmerksamkeit. Ende Januar 2026 erfolgte der Wechsel zu „Moltbot“, nachdem Verwechslungsgefahr mit „Claude“ (Anthropic) geltend gemacht wurde. Wenige Tage später folgte „OpenClaw“, um Markenkonflikte nachhaltig zu vermeiden. Funktional änderte sich dadurch nichts – es war Branding Hygiene. Für Händler bedeutet das: In Logs und Medien können in den nächsten Monaten alle drei Namen auftauchen; sachlich geht es um denselben Agententyp.

Wer hinter OpenClaw steht

Hinter OpenClaw steht der österreichische Entwickler und Unternehmer Peter Steinberger (bekannt unter anderem als Gründer von PSPDFKit). Er hatte das Projekt Ende 2025 zunächst als „Clawdbot“ gestartet und verfolgte von Beginn an einen „local‑first, action‑over‑chat“-Ansatz: Statt bloß zu antworten, soll der Assistent Aufgaben wirklich ausführen – vorzugsweise auf Hardware, die Nutzer selbst kontrollieren (zum Beispiel Mac Minis oder eigene Server). In Interviews und Community‑Posts betont Steinberger Privatsphäre, offene Entwicklung und klare Sicherheitsgrenzen (strikte Berechtigungen, getrennte Umgebungen).

Die schnellen Umbenennungen auf „Moltbot“ und schließlich „OpenClaw“ erklärte er mit markenrechtlicher Vorsicht und dem Ziel, ein belastbares Fundament für die wachsende Community zu schaffen. Inzwischen wird das Projekt von mehreren Maintainern getragen. Steinberger sieht die Rolle von OpenClaw weniger als „Chatbot“, sondern als Orchestrierungsschicht, die bestehende Tools, Modelle und Kanäle sicher zu nutzbaren Handels‑Workflows verbindet.

Recht & Compliance (DACH)

SCA/PSD2: Zwei‑Faktor‑Authentifizierung ist Pflicht – auch wenn ein Agent einkauft. Passkeys und Delegated Authentication reduzieren Reibung bei gleichzeitiger Sicherheit.

DSGVO: Transparenz über automatisierte Entscheidungen und Datenminimierung. Loggen Sie Bot‑Interaktionen getrennt und löschen Sie unnötige personenbezogene Daten.

DSA/UWG: Vermeiden Sie manipulative Verhandlungs‑Flows („Dark Patterns“). Regeln Sie in AGB/Policy, was maschinell erlaubt ist (zum Beispiel Frequenzen, Identitätsnachweise).

Was OpenClaw kann – ohne Tech‑Tiefgang

  • Handeln statt nur reden: Der Agent folgt Regeln, verbindet sich mit Kanälen (WhatsApp, Telegram, Slack, E‑Mail), öffnet Webseiten, füllt Formulare aus, kopiert Daten und kann nach vordefinierten Policies Entscheidungen treffen.
  • Erweiterbar: Nutzer können Workflows definieren – vom Preisvergleich über Bestellabwicklung bis zu Eskalationen in den Support.
  • Keine Magie, sondern Orchestrierung: OpenClaw bündelt bestehende Fähigkeiten (LLMs, Browser‑Automatisierung, Schnittstellen). Das senkt die Hürde, aus „Ideen“ tatsächliche Aktionen zu machen.

Für den Handel ist entscheidend: Solche Agenten müssen nicht explizit auf „Preisverhandlung“ programmiert sein, um Auswirkungen zu haben. Sie können mit bestehenden Shop‑Features interagieren, zum Beispiel:

  • „Best Offer“/Make‑an‑Offer auf Marktplätzen oder eigenen Shops
  • Chat‑basierte Rabattverhandlungen (Coupons, Kampagnen)
  • Anfragen an B2B‑Vertrieb/Key Account
  • Batch‑Anfragen (zum Beispiel bei Sammelbestellungen)

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