Sortierroboter Paketsortierung: GLS Germany setzt auf intelligenten Schwarm

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Sie sind klein, wendig und fast lautlos im Einsatz: 70 autonome Sortierroboter sind seit Herbst 2023 beim Paketdienst GLS Germany im Einsatz. Das Pilotprojekt im GLS-Depot in Bielefelder wurde jetzt in den Regelbetrieb überführt. Mit der automatisierten Paketsortierung kann GLS die Qualität und Effizienz steigern.

(Bild:  General Logistics Systems Germany)
(Bild: General Logistics Systems Germany)

Im Depot übernehmen die Roboter auf innovative Weise die Paketsortierung von Sendungen mit einem Gewicht von bis zu drei Kilogramm sowie Maßen bis zu 30 x 40 x 15 Zentimeter. Bearbeitet werden die Pakete vom Eingang über die interne Verteilung bis zum Ausgang in die Zustellung. Dabei agieren Mensch und Maschine als integraler Bestandteil des Prozesses Hand in Hand: Mitarbeitende platzieren die Pakete ergonomisch schonend in Hüfthöhe auf den selbstfahrenden Automated Guided Vehicles (AGVs) des Herstellers Libiao Robotics – der Rest läuft vollautomatisch. Die Roboter navigieren über einen in U-Form angelegten Sortiertisch und bringen ihre Fracht über eine Distanz von rund 25 Metern zuverlässig zum Ziel innerhalb des Depots.

Paketsortierung: Mehr Flexibilität auf kleiner Fläche

„Mit den Robotern können wir auf derselben Fläche, auf der wir bisher 50 Ziele angesteuert haben, nun bis zu 144 Zielstellen bedienen. Das spart wertvolle Zeit, erhöht die Präzision und macht unsere Abläufe spürbar effizienter“, erklärt Sebastian Nord, Depotleiter am Standort Bielefeld von General Logistics Systems Germany GmbH & Co. OHG. „Für unser Team bedeutet das vor allem ergonomischeres Arbeiten und eine Entlastung. Unsere ‚Ameisen‘, wie wir sie vor Ort nennen, leisten ganze Arbeit. Sie sind echte Teamplayer.“

Das dahinterstehende System für die Paketsortierung koordiniert den Roboter-Schwarm über WLAN, steuert Fahrwege, Ladezyklen und sorgt dafür, dass genügend Einheiten einsatzbereit sind. Ein Ladezyklus dauert lediglich fünf Minuten, die Einsatzdauer beträgt vier bis fünf Stunden. Bei Bedarf lässt sich das System unkompliziert skalieren: mehr „Ameisen“ sorgen dann für noch höhere Sortierleistung, solange der Schwarm nicht ins Stocken gerät.

Pilotprojekt mit Zukunft: Ausbau an weiteren Standorten

Nach der Pilotphase werden die wendigen Sortierroboter nun auch im Regelbetrieb bei GLS in Bielefeld eingesetzt.(Bild:  General Logistics Systems Germany)
Nach der Pilotphase werden die wendigen Sortierroboter nun auch im Regelbetrieb bei GLS in Bielefeld eingesetzt.
(Bild: General Logistics Systems Germany)

Der ausgiebige Testlauf in Bielefeld ist Teil der Unternehmensstrategie von GLS Germany: Ziel ist es, Sortierprozesse dezentraler, feingliedriger und kosteneffizienter zu gestalten – gerade bei hohen Sendungsmengen. Nach dem erfolgreichen Start werden die Roboter noch in diesem Jahr an weiteren Standorten installiert, unter anderem in Dortmund und im osthessischen Neuenstein. Parallel arbeitet GLS Germany an der nächsten Stufe: Während die Roboter derzeit noch manuell bestückt werden, ist die automatisierte Beladung bereits in der Entwicklung. Damit treibt GLS die Automatisierung weiter voran – immer mit Blick auf Qualität, Effizienz und vor allem Entlastung der Mitarbeitenden. „Je nach Sendungsstruktur und Bedarf können wir die Zahl der Roboter flexibel anpassen – das ist ein Vorteil, um auch in Spitzenzeiten zuverlässig agieren zu können. Indem wir modernste Technik mit der Erfahrung unserer Teams kombinieren, schaffen wir zukunftsfähige Lösungen für ein wachsendes Sendungsvolumen“, erklärt Sebastian Nord.

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