Das Sendungsvolumen nimmt ständig zu. Doch mithilfe von automatisierten Verpackungs-Technologien kann der Onlinehandel durch Einsatz von passgenauen Transportverpackungen dennoch seine monetären Belastungen senken.
(Bild: Sparck Technologies)
E-Commerce-Unternehmen sehen sich derzeit mit einem deutlichen Anstieg der Kosten für Versandverpackungen konfrontiert – sie erleben eine dreifache Belastung durch höhere Preise für Materialien, Arbeitskraft und Kraftstoff. Transportverpackungen spielen eine entscheidende Rolle im E-Commerce. Sie bilden eine sichere Ladeeinheit – oft für mehrere Artikel –, schützen die Ware während des Transports und tragen wesentlich zum Markenimage bei. Eine ansprechende Verpackung kann einen positiven ersten Eindruck hinterlassen, das Vertrauen in die Marke stärken oder die Kundenbindung fördern.
Viele Onlinehändler setzen noch immer auf herkömmliche Verpackungsmethoden: Sie verwenden eine Handvoll standardisierte Kartongrößen und verpacken die Produkte an zahlreichen manuellen Arbeitsplätzen. Das ist in der Regel arbeitsintensiv, zeitaufwendig und materialverschwendend, da zu große Kartons mit Füllmaterial ausgestopft werden müssen. Ineffiziente Prozesse sowie hohe Kosten für Material, Personal und Transport bei ohnehin steigenden Preisen sind die Folge.
Kostentreiber erkennen
Ausgelöst durch gestiegene Energie- und Logistikkosten sowie Rohstoffknappheit haben sich beispielsweise die Preise für Papier und Pappe seit 2021 drastisch erhöht. Auch wenn die Rohstoffe aktuell wieder etwas günstiger sind, bleiben die Verpackungskosten hoch. Arbeitskosten nehmen ebenfalls kontinuierlich zu, denn der gesetzliche Mindestlohn steigt seit Jahren. Lag er im Januar 2020 noch bei 9,35 Euro pro Stunde, beträgt er aktuell 12,41 Euro. Anfang 2025 wird er auf 12,82 Euro angehoben.
Hinzu kommt das Problem, vor allem in Spitzenzeiten geeignete Arbeitskräfte zu finden, die teilweise flexible Arbeitszeiten wünschen und ein erhöhtes Bedürfnis nach Work-Life-Balance haben. Auch der Transport ist teurer geworden. Kostentreiber sind die anhaltend hohen Kraftstoffpreise, Mauterhöhungen durch den CO2-Abschlag und der sich verschärfende Fahrermangel. Vor allem auf der letzten Meile kommt es zu einer Verteuerung, da ab Juli 2024 auch Transporter über 3,5 Tonnen mautpflichtig werden. Steigende Versicherungskosten, da bestehende Policen an neue Gegebenheiten wie das EU-Lieferkettengesetz, vermehrte Cyberangriffe, Blackouts, Pandemien oder Kriegsgefahren angepasst werden müssen, kommen dazu.
Die Transportkosten lassen sich jedoch senken, wenn der verfügbare Platz im Lieferwagen optimal genutzt wird: Weniger Fahrten sind nötig, um die gleiche Menge an Waren zu transportieren. Das bedeutet weniger Kraftstoffkosten, weniger Fahrzeugverschleiß und weniger Arbeitskosten. Schlecht gepackte, instabile Sendungen können zu Beschädigungen auf der letzten Meile führen, was wiederum teure Retouren, Mehraufwand und Kundenfrust verursacht.
Passgenaue Transportverpackungen senken Kosten
Nach Angaben des Bundesverbandes Paket- und Expresslogistik (BPEX) wurden 2023 in Deutschland 4,18 Milliarden Kurier-, Express- und Paketsendungen (KEP) verschickt. Das sind 0,6 Prozent mehr als im Jahr 2022. Der BPEX hat ein beträchtliches Wachstum bei leichten Paketen festgestellt – ein Effekt, der auf die von den chinesischen Plattformen wie Temu oder Shein generierten Sendungen zurückzuführen ist. Zudem rechnet der Verband damit, dass das Sendungsvolumen kontinuierlich weiter steigt, bis 2028 soll es auf rund 4,7 Milliarden steigen.
Die Lösungen von Sparck Technologies schaffen einen Durchsatz von bis zu 1.100 Aufträgen pro Stunde und ersetzen damit bis zu 20 manuelle Packstationen.
(Bild: Sparck Technologies)
Moderne Technologien helfen, die Kosten zu senken. So können automatisierte Lösungen wie fahrerlose Transportsysteme oder Roboter die innerbetrieblichen Logistikprozesse optimieren. Tourenplanungssoftware, die Fahrzeugkapazitäten, Zeitfenster und Verkehrslage berücksichtigt, ermöglicht eine optimale Routenberechnung, und durchdachte Verpackungslösungen helfen unter anderem, Platz in den Transportfahrzeugen zu sparen.
Wir können die Notwendigkeit von Transportverpackungen nicht eliminieren, aber wir können sicherlich die damit verbundenen Kosten begrenzen. Denn allein die richtige Größe der Verpackung bringt erhebliche Einsparungen für die drei genannten Kostenbereiche. Erreicht wird dies durch eine fortschrittliche 3D-Scantechnologie, die das Volumen der Artikel in einer Bestellung misst und die optimale Form und Größe des benötigten Kartons berechnet, der dann automatisch zugeschnitten, gefaltet, aufgerichtet, versiegelt, gewogen und etikettiert wird. Durch die richtige Paketgröße kann der Kartonverbrauch um 30 Prozent oder mehr gesenkt werden, ohne dass Leerräume aufgefüllt werden müssen.
Stand: 16.12.2025
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Kleinere Pakete für größere Auslastung
Die automatisierten Verpackungslösungen CVP Impack und CVP Everest von Sparck Technologies schaffen mit nur einem oder zwei Bedienern einen Durchsatz von bis zu 1.100 Aufträgen pro Stunde und ersetzen damit bis zu 20 manuelle Packstationen. Schöner Nebeneffekt: Die Automatisierung reduziert den Stress und die Belastung bei der Suche nach geeigneten und verfügbaren Arbeitskräften, was gerade in Spitzenzeiten ein besonderes Problem darstellt. Der Clou: Das neueste Feature von Sparck Technologies, die automatische Zuführfunktion für einzelne Artikel, macht E-Commerce-Unternehmen noch unabhängiger von knappen Arbeitskräften, Lohnsteigerungen und krankheitsbedingten Ausfällen.
Zudem erhöhen kleinere Pakete die Auslastung der Fahrzeuge, insbesondere von Lieferwagen und Pkw auf der letzten Meile, was sich wiederum positiv auf die Transportkosten auswirkt. Auch der lagerinterne Transport wird effizienter, weil für eine bestimmte Anzahl von Aufträgen weniger Behälter und Rollwagen bewegt werden müssen. Da durch die richtige Kartongröße weniger Fahrzeuge beladen werden müssen, verringert sich der Stau an den Laderampen. Die immer kürzer werdenden Intervalle zwischen Cut-off-Zeiten und Auslieferung lassen sich besser einhalten.
Die Technologie für die passgenaue Verpackung ist eine Lösung für E-Commerce-Unternehmen, die die steigenden Kosten für Versandverpackungen in den Griff bekommen wollen. Sie hilft dabei, Kapazitäten für ein natürliches Unternehmenswachstum zu schaffen und erhöht die Flexibilität bei der Bewältigung saisonaler Spitzen. Fazit: Effizienteres und kostensparendes Verpacken im E-Commerce ist damit problemlos möglich.
Claus Weigel ist International Senior Sales Manager der DACH-Region bei Sparck Technologies.