Das Chaos strukturieren Prozessintelligenz – 4 entscheidende Vorteile für Ad-hoc-Prozesse

Ein Gastbeitrag von Christian Marquardt 2 min Lesedauer

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Bei der Optimierung von Geschäftsprozessen stehen Ecommerce-Unternehmen vor der schwierigen Aufgabe, in Ad-hoc-Prozessen Strukturen zu erkennen. Anders als bei herkömmlichen Prozessen ist dies aufgrund deren Unvorhersehbarkeit nur schwer möglich. Erfolgsentscheidend ist der Einsatz von Prozessintelligenz, die die Variabilität analysieren und ordnen kann.

(Bild: thesweetsheep– stock.adobe.com)
(Bild: thesweetsheep– stock.adobe.com)

Eine Bestellung bei einem Unternehmen beginnt womöglich auf einer globalen E-Commerce-Plattform, geht dann zu Salesforce für das Kundenmanagement und die Vertriebsabwicklung, wird dann zu SAP für die Lieferkette und den Lager­bestand weitergeleitet und endet mit der Zahlungsbestätigung in einem Treasury-Management-System. Jeder Arbeitsschritt beinhaltet unterschied­liche Datenformate, Bezeichnungen und Softwaretools, was die Datenlage äußerst variabel und dynamisch macht. Der Schlüssel zur Beherrschung dieser Komplexität ist intelligentes Prozess­management, das mit all seinen Funk­tionen – einschließlich Process Mining, Task Mining, Prozessüberwachung, Prozessvorher­sage und Prozesssimulation – speziell auf die Variabilität und die damit verbundenen Herausforderungen solcher Ad-hoc Prozesse ausgerichtet ist und somit viele Vorteile mit sich bringt:

Prozessintelligenz: Verbesserte Zusammenarbeit und Transparenz

Neben den Herausforderungen, die sich aus der Variabilität der Prozesse und der Abhängigkeit von verschiedenen Technologien ergeben, sind am modernen Fallmanagement oft auch mehrere Teams beteiligt, die für bestimmte Prozessschritte zuständig sind. Mit Hilfe von Prozessintelligenz kann sichergestellt werden, dass der gesamte Ablauf für alle Beteiligten verständlich bleibt und ein Gesamtkontext für den zu verwaltenden Fall entsteht.

Dynamische Entscheidungsunterstützung

Ad-hoc-Prozesse im Fallmanagement sind von der Entscheidungslogik und oft auch von der persönlichen Intuition verantwortlicher Wissensarbeiter abhängig, wodurch sie schnell unübersichtlich werden können. Der Einsatz von Prozessintelligenz gibt Mitarbeitenden die notwendigen Werkzeuge an die Hand, um sie bei der richtigen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Prozessintelligenz: Fortlaufende Optimierung

Nur weil ein Prozess ad hoc abläuft, heißt das nicht, dass er nicht verbessert werden kann. Durch die Verwendung von Prozessintelligenz für unstrukturierte Prozesse können Ausführungsmuster für jeden Prozessuntertyp nachvollzogen werden, um dann operative Verbesserungen durchzuführen. Wenn man diese Erkenntnisse nutzt, um die Logik der Prozessüberwachung zu optimieren, entsteht ein Kreislauf mit kontinuierlichem Feedback zur Effektivität einzelner Änderungen.

Risikominderung

Ein weiterer Vorteil eines tiefgreifenden Verständnisses der kontextbezogenen Prozessvariabilität ist die vereinfachte Risikoüberwachung. Wenn Unternehmen verstehen, wie sich ein Prozesstyp verhält, können sie Strategien zur Überwachung der Prozesseinhaltung festlegen, die dann automatisch ausgeführt und überwacht werden können.

Prozessintelligenz: Fazit

Prozessintelligenz ist zweifellos wertvoll für herkömmliche Geschäftsprozesse, aber das wahre Potenzial entfaltet sich erst in der dynamischen Welt der Ad-hoc-Prozessszenarien: Hier können Abläufe optimiert, Entscheidungsfindungen verbessert und eine Kultur der fortlaufenden Verbesserung gefördert werden. Ob kleine Unternehmen, die Plattformen wie Shopify und Net­Suite nutzen, oder DAX-Unternehmen, die globale E-Commerce-Plattformen, Salesforce, SAP und Trea­sury-Management-Sys­teme einsetzen – Prozessintelligenz ist die Grundlage für eine fundierte, agile und belastbare Geschäftsstrategie und -aus­führung.

Christian Marquardt
ist Regional Sales Director bei ABBYY.

Bildquelle: Christian Marquardt

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