Prozesstransparenz: Wie sich die Logistik effizient optimieren lässt

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 2 min Lesedauer

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Drohnen erleichtern bereits heute die Inventur. Datenbrillen zeigen Mitarbeitenden an, welche Waren oder Ersatzteile zu bearbeiten sind. Selbstfahrende Stapler und intelligente Sortierroboter nehmen Menschen körperlich anstrengende Arbeit ab. Automatisierte Prozessoptimierungen sowie effiziente Arbeitsabläufe sind unerlässlich.

(Quelle:  Baur-Gruppe)
(Quelle: Baur-Gruppe)

Eine effiziente Lagerautomatisierung kann dazu beitragen die Gesamteffizienz der Produktion beträchtlich zu steigern. Hierfür muss nicht die komplette Lagertechnik umgestaltet werden, sondern es kann mit kleinen, wirkungsvollen Techniken bei der Optimierung des Lagersystems durch mehr Prozesstransparenz begonnen werden.

Schritt für Schritt zu mehr Prozesstransparenz

Es gilt, Arbeitsschritte einfacher und schneller zu gestalten, um Zeit, Personal- und Materialeinsatz als auch die Fehlerquote zu reduzieren. Kartons mit Polstermaterial befüllen und umreifen oder das Umwickeln von Paletten mit Stretchfolie, all diese Prozesse erfordern Zeit und können mit Maschinen schneller, günstiger und effizienter gestaltet werden. Überall dort, wo sich gleiche Abläufe in hohem Takt wiederholen, lohnt es sich eine Automatisierung zu prüfen. Hierbei helfen die Mitarbeiter von RAJA und unterstützen bei der Prozessoptimierung.

Automatisierter Pick-Prozess

Wie könnte eine automatisierte Packstraße heute aussehen? Spielen wir den Gedanken einmal durch: Nachdem die Bestellung eingegangen ist, erfolgt der zeitaufwändigste Vorgang im Lager: Der Pick-Prozess. Dies kann entweder ma­nuell oder automatisiert erfolgen. Viele Innovationen in der Lager- und Distribu­tionsbranche tragen heute zu vereinfachten Prozessen bei. Die automatisierte Kommissionierung durch computer­ge­stützte Gabelstapler oder Kräne ermöglicht eine höhere Genauigkeit und we­niger Fahrtzeit durch die Lagerhallen, um die zu kommissionierenden Artikel zu finden. Kommissionierer verbrauchen etwa 60 Prozent ihrer Zeit mit Laufen oder damit Artikel zu bewegen. Die Installation von Förderbändern kann die Kommissioniergeschwindigkeit erhöhen, überflüssige Schritte eliminieren und Fehler reduzieren.

Zu Beginn der Packstraße richtet eine Kartonaufrichtemaschine den leeren Karton auf, welcher dann über das Förderband zur Packstation fährt. Dort legt der Mitarbeiter die bestellte Ware in den Karton. Dank EAN-, QR- oder RFID-Codes wird noch einmal die Bestellung mit der tatsächlich verpackten Ware abgeglichen und eventuelle Fehler behoben. Die RFID-Technologie ermöglicht entlang interner und externer Wertschöpfungsketten eine zeitnahe und inhaltlich übereinstimmende Synchronisation von Waren und Daten.

Prozesstransparenz in Echtzeit

Dies schafft Prozesstransparenz – bei Bedarf sogar in Echtzeit. Das Paket fährt nun durch eine RFID-Schranke, die der Polstermaschine den exakten Bedarf an Füllmaterial übermittelt, so dass die Maschine genau die benötigte Menge produziert. In der volumenoptimierenden Kartonschließmaschine wird der Karton ggf. auf die korrekte Höhe gekürzt, um unnötiges Leervolumen zu vermeiden und anschließend direkt maschinell verschlossen und in entsprechende Post-Trolleys sortiert.

Die Automatisierung gilt als effektive Lösung, um die Effizienz der Logistik zu steigern. Der Einsatz von automatischen Handhabungsgeräten und Maschinen führt zu höherer Produktivität, mehr Sicherheit bei der Verwaltung von Waren sowie zu einer größeren Flexibilität bei der Lagerung und Auftragszusammenstellung. Gleichzeitig reduziert sich das eingesetzte Material, Manpower, Zeit, Leervolumen und damit auch Kosten und CO2.

(Bild: RAJA)
(Bild: RAJA)

Der Autor Fabian Kraft ist Divisional Director Purchasing bei RAJA.

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