Digitale Werbung Retail Trends 2025: Retail Media wird erwachsen

Ein Gastbeitrag von Corinna Hohenleitner und Irina Schmitz 2 min Lesedauer

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Auf der DMEXCO 2024 war Retail Media erneut eines der großen Fokusthemen. Eine Retrospektive mit den wichtigsten Key Takeaways und den Retail Trends 2025.

(Bild:  Freepik)
(Bild: Freepik)

Retail Media gilt als Zugpferd der digitalen Werbung. Das zeigt auch der aktuelle Trendmonitor der Mediaagenturen, in dessen Rahmen 94 Prozent der befragten Agenturexpert*innen sagen, dass Retail Media auch in fünf Jahren als Werbeform „bedeutend oder sehr bedeutend“ sein wird.

Retail Trends 2025: Die wichtigsten Key Takeaways

Keiner anderen „Baustelle“, so der Trendmonitor, wird auf dem digitalen Werbemarkt eine höhere Relevanz für seine Weiterentwicklung zugesprochen als der Professionalisierung von Retail Media. Konkret geht es dabei um Standards, Transparenz, aber auch Wirkungsnachweise der Werbegattung.

Offensichtlich ist, dass bei den be­teiligten Akteuren der Wunsch nach Standardisierung und einer Vereinheitlichung von Metriken und Messmethoden groß ist. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. treibt genau das voran und hat beispielsweise im Januar über das Lab „Markttransparenz und Standards“ im RMC (Retail Media Circle) weitere Standard-Metriken festgelegt.

Auf der DMEXCO waren dies die wichtigsten Key Takeaways zum Thema Retail Media:

1. Vorteil durch Nutzung der First-Party-Daten am Point of Sale

Insbesondere vor dem Hintergrund der unsicheren Entwicklung bei den Third Party Cookies gilt die Werbeform Retail Media für Werbetreibende als attraktive Alternative, da sie auf First-Party-Daten basiert. Mithilfe dieser Daten können Unternehmen ihre Werbemaßnahmen unmittelbar am Point of Sale passgenau steuern, ihre Sichtbarkeit im „Digital Shelf” steigern und die Effekte auf den Abverkauf unmittelbar nachvollziehen. Daten ermöglichen zudem eine sogenannte Closed-Loop-Messung, bei der die Wirkung von Werbekampagnen entlang des gesamten Kaufprozesses verfolgt werden kann – von der Entdeckungsphase bis hin zum tatsächlichen Sale. Anhand dieser Datenanalysen können Werbungtreibende genau nachvollziehen, wie ihre Werbeausgaben zu Umsatzsteigerungen führen.

2. Relevanz für den Upper Funnel steigt

Eine wichtige Erkenntnis ist, dass Retail Media auch im Upper Funnel an Bedeutung gewinnt. Die Werbeform wird demnach nicht mehr nur als reines Instrument zur Absatzsteigerung wahrgenommen, sondern auch verstärkt zur Steigerung der Markenpräsenz genutzt. Viele Unternehmen investieren bereits in entsprechende Onsite- und Offsite-Maßnahmen, um die Effizienz im Upper Funnel zu erhöhen.

3. Omnichannel is King

Da Kund*innen sowohl online als auch offline einkaufen, gewinnt in Bezug auf Retail Media auch die Omni­channel-Attribution an Relevanz, um Maßnahmen holistisch betrachten zu können und eine Vergleichbarkeit zwischen Pure Playern und Multichannel-Anbietern zu gewährleisten. Darüber hinaus bieten auch In-Store-Maßnahmen spannende Möglichkeiten zur Ansprache von Konsument*innen. Hier stellen sich derzeit einige Unternehmen mit entsprechenden Angeboten zur Unterstützung am Markt auf.

4. Agenturen haben auf rasante Entwicklung und Retail Trends 2025 reagiert

Insgesamt wurde auf der DMEXCO deutlich, dass sich die Agenturlandschaft hierzulande schnell an die rasante Entwicklung der Retail Trends 2025 angepasst hat. In vielen Agenturen wurden bereits dedizierte Units und Teams gegründet, um der steigenden Relevanz von Retail Media Rechnung zu tragen. Es bleibt also spannend.

Retail Trends 2025Corinna Hohenleitner
verantwortet seit Februar 2023 als Director CEU, Activation das zentraleuropäische Geschäft mit Marken, Media-Agenturen und werbetreibenden Retailern beim Commerce-Media-Unternehmen Criteo. Zudem ist sie seit 2021 Vize-Präsidentin des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V..

Bildquelle: Svea Pietschmann

Retail Trends 2025Irina Schmitz
Senior Programm Managerin im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.. Dort verantwortet sie unter anderem die Arbeitsgruppen im Bereich Retail Media.

Bildquelle: Franziska Stemming

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