KI-Zeitalter Retourenmanagement mit KI: Effizientere Abläufe, zufriedenere Kunden

Ein Gastbeitrag von Artjom Bruch 2 min Lesedauer

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Der Retouren-Prozess ist sowohl für Händler als auch für die Kunden eine unangenehme Sache, die mit Arbeit verbunden ist. Künstliche Intelligenz kann hier helfen, das gesamte Retourenmanagement zu vereinfachen – und damit auch das Kundenerlebnis zu verbessern.

(Bild: sam richter – stock.adobe.com)
(Bild: sam richter – stock.adobe.com)

Die Zukunft des Retourenmanagement wird eine Mischung aus Automatisierung und Künstlicher Intelligenz mit sich bringen. Denn heutzutage stellt der Retouren-Prozess sowohl Händler als auch Verbraucher manchmal vor erhebliche Hindernisse, deren Überwindung mit zusätzlichem Aufwand und logistischer Komplexität verbunden ist.

Retourenmanagement der Zukunft: Effizienz durch KI und Automatisierung

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, setzen immer mehr Online-Händler auf Technologien wie Echtzeit-Lagerbestände, automatisierte Nachbestellungen oder selbstfahrende Lagerroboter. Damit optimieren sie ihre Effizienz und steigern die Kundenzufriedenheit. Diesen Ansatz auf das Management von Rücksendungen auszuweiten, bietet zahlreiche Vorteile. Eine Automatisierung von Teilen des Retouren-Prozesses kann die manuelle Arbeitslast im Lager reduzieren, was besonders bei hohem Auftragsvolumen von Vorteil ist. Kunden erwarten heutzutage schnelle und unkomplizierte Rückgabe-Prozesse, die mit denen großer Einzelhändler vergleichbar sind. Ferner lösen Versand, Lagerung und Verarbeitung bei Händlern hohe Kosten aus.

Diese bei zurückgesendeter Ware doppelt bezahlen zu müssen, ist berechtigter­weise vielen ein Dorn im Auge. Allein bei Widerrufsretouren ließe sich mit Automatisierung viel Effizienz gewinnen, wenn die Mitarbeiter im Lager nur noch die ­Ware prüfen müssen und der Schritt, die Zulässigkeit der Retoure zu prüfen, von einer Künstlichen Intelligenz übernommen wird.

Bevor Künstliche Intelligenz effektiv bei der Retouren-Abwicklung eingesetzt werden kann, müssen Händler jedoch ihre Prozesse digitalisiert und automa­tisiert haben. Künstliche Intelligenz benötigt Daten – und diese können nur generiert werden, wenn die zugrunde liegenden Prozesse bereits digitalisiert sind. Sobald diese digitale Infrastruktur vorhanden ist, kann KI jedoch vielfältige Lösungen bieten. Beispielsweise können die Daten der Retouren-Plattform zu angekündigten Rücksendungen analysiert werden, womit Vorhersagen zur Arbeitslast im Lager gemacht werden können. Ebenso können die Gründe, die zu einer Rückgabe eines Artikels geführt haben, ausgewertet werden, was Marketing und Vertrieb wiederum ermächtigt Anpassungen bei Produktbeschreibungen und Ähnlichem vorzunehmen, um damit die Retourenquoten zu senken.

Retourenmanagement: Mehr bieten als nur den Standard

Durch die Integration von Künstlicher Intelligenz und Automatisierung in Retouren-Prozesse können Händler nicht nur effizienter werden, sondern auch ein besseres Kundenerlebnis bieten. Wenn Künstliche Intelligenz die klaren und unfraglichen Fälle be­arbeitet, ohne dass viel Mitarbeiterzeit gebunden wird, können sich diese komplexeren Aufgaben widmen. Gleichzeitig tut sich durch die gewonnene Zeit die Chance auf, Retouren und den Rückgabe-Prozess zu personalisieren. Denn der Rückversand und eine Rückerstattung sind nicht immer die beste Lösung für das Problem von Kunden und sicherlich nicht die nachhaltigste.

Retourenmanagement: Gefahren bei der Implementierung

Insgesamt führen Automatisierung und Künstliche Intelligenz zur schnelleren Abwicklung von Retouren. Jedoch darf im Hype eines nicht verloren gehen: Es gilt, die Technologie in Einklang mit den Bedürfnissen der Kunden als auch der Mitarbeiter zu bringen. Ohne die beteiligten Menschen bei der Implementierung von KI zu berücksichtigen, kann das volle Potential der Technologie nicht ausgeschöpft werden.

Artjom Bruch
ist Geschäftsführer bei Trusted Returns.

Bildquelle: Artjom Bruch

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