Retouren bereiten Konsumenten wie Händlern Probleme. Durch Automatisierung im Retourenmanagement können negative Kundenerfahrungen jedoch in positive Consumer Experience gewandelt werden. Und für die Händler winken mehr Umsatz, Effizienz und Kosteneinsparungen.
(Bild: tostphoto– stock.adobe.com)
Kunden vergleichen mehrere Onlinehändler. Aber nur die wenigsten erkennen, ob es am Grad der Automatisierung liegt, wenn die Erfahrungen beim Online-Shopping besser sind. Jedoch, der nahtlose Übergang zwischen automatischen und manuellen Prozessen macht eine gute Customer Journey aus. Automatisierungsmaßnahmen stellen sicher, dass an der richtigen Stelle angesetzt wird, um die größtmögliche Wirkung zu entfalten.
Bedürfnisse erkennen und erfüllen
Onlineshops sollten nicht blindlinks in Richtung Fortschritt rennen. Es gibt kritische Punkte, die Unternehmen beachten sollten. Wenn beispielsweise algorithmische Produktempfehlungen oder automatisierte Hinweise auf Rabattaktionen erfolgreich sind und mehr bestellt wird, wird auch die Retourenquote nominal steigen. Um die prall gefüllten Warenkörbe – und das entsprechende Umsatzwachstum – nicht mit Abstrichen bei der Kundenerfahrung zu bezahlen, muss die Logistik- und Reklamationsinfrastruktur die Kapazität für den erhöhten Versand und Rückversand vorhalten.
Effizientes Retourenmanagement: So optimieren Entscheider die gesamte Prozesskette
Entscheider sollten immer die gesamte Prozesskette im Blick behalten. In der Zusammenarbeit mit einem Partner für ein Serviceportal kann eine Feinjustierung – anhand von Bedürfnissen der Zielgruppe und der vorhandenen Rahmenbedingungen im eigenen Shop und Markt – vorgenommen werden. Aber hierfür braucht es ein Gespür für die Zielgruppe und detailliertes Wissen über das Geflecht des eigenen Shops und aller Mitwirkenden.
Wer stattdessen auf ein vorgefertigtes Retourenportal, wie jene der großen Versanddienstleister zurückgreift, Tool und Abteilungen aber nicht verknüpft, zieht nicht das volle Potential aus dieser Maßnahme. In so einem Fall bleibt die tatsächliche Arbeit bei den Mitarbeitern im Lager, während die Daten über Kundenzufriedenheit und Grund des Rückversands nicht an Marketing-, Sales-, oder Produktentwicklungsabteilungen weitergegeben werden (können).
Regelbasierte Automatisierung
Der Gedanke einer „regelbasierten Automatisierung“ veranschaulicht, wie die Prozesskette als Ganzes im Blick behalten wird. Klare Kriterien müssen definiert werden, wann und wie ein Prozess automatisiert ablaufen kann. Ein Beispiel ist die Automatisierung von Widerrufsretouren. Hier ist die Zulässigkeit der Retoure und Erhalt der Ware die Kriterien für die Rückzahlung an den Kunden. Die Zulässigkeit wird anhand eines Abgleichs von Kauf- und Retourendatum sowie Wohnort des Kunden automatisch geprüft. Im Lager kann der Erhalt der Ware und etwaige Probleme im System hinterlegt werden. Wenn Probleme vorliegen, kann entweder automatisch ein anderer Schritt eingeleitet werden, oder an einen Mitarbeiter delegiert werden.
Dieser „regelbasierte“ Denkansatz führt dazu, dass schnell identifiziert wird, was ein Algorithmus oder eine KI bei einem Prozess braucht, um ohne menschliches Zutun arbeiten zu können. Oft gibt es diese Regeln bereits in Form eines Handbuchs für Personal im Lager, Logistikzentrum oder Kundenservice. Dadurch lassen sich Prozesse identifizieren, bei denen Automatisierung am meisten bewirkt.
Retourenmanagement: Technik allein reicht nicht aus
Die zunehmende Automatisierung im E-Commerce bietet neue Chancen für Onlinehändler. Entscheider sollten aber bei der Planung und Konzeption alle Aspekte der Customer Journey im Blick behalten, denn nur so kann das Potential einer Automatisierung voll ausgeschöpft werden. Wie genau automatisiert wird, ist ebenso ausschlaggebend für den Erfolg. Sämtliche Retouren-Prozesse sollten ganzheitlich gesteuert werden können. Und es muss ein Ökosystem geben, in dem alle Lösungskomponenten für alle Beteiligten verfügbar sind.
Retourenmanagement und Automatisierung: Wie Unternehmen durch smarte Prozesse echten Mehrwert schaffen
Bemerkenswert ist, dass bei der Automatisierung von Prozessen neue Daten entstehen, die zu neuen Erkenntnissen führen oder auch neue Möglichkeiten für Verknüpfungen, die Mehrwert liefern. Die Automatisierung im E-Commerce geht gleichzeitig mit komplexen technischen Dimensionen und einer oft enormen Tragweite einher. Für manche Unternehmen wird dieses Vorhaben schnell zu einer Mammutaufgabe. In diesem Fall kann es sich lohnen, sich Partner ins Boot zu holen, die die notwendige Expertise vorweisen können, um das meiste aus der Automatisierung im Online-Shop zu ziehen.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.