Was konkret bedeutet die Aussage „Sicherheit im E-Commerce für B2B-Lösungen“? Immer noch wird mit dem Thema der IT-Sicherheit im E-Commerce eher unbedarft umgegangen, wobei die Sicherheit im E-Commerce tendenziell frühzeitig beginnen sollte.
(Quelle: SWKStock - Shutterstock)
Wer sein Hosting, seinen Webshop sowie die hauseigene IT-Strukturen nicht auf dem neuesten Stand der IT-Sicherheit bringt, kann von Sicherheit im E-Commerce nicht sprechen. In unserem Artikel beleuchten wir die wesentlichen Punkte, worauf es bei einer fundierten IT-Sicherheit im E-Commerce wirklich ankommt.
Die richtigen Partner für E-Commerce-Lösungen finden
Beim Hosting sollte nichts dem Zufall überlassen werden. So gibt es im Internet einige gute Provider, die sichere Hostings für E-Commerce Lösungen anbieten. Dabei sollte man auf namhafte Unternehmen setzen und die Rezensionen studieren. Wichtig sind Kernkompetenzen bezüglich:
Betriebssicherheit
Performance
Aktuelle Technologien als Voraussetzung
Wir empfehlen, keine Technologien zu implementieren, die bereits veraltet sind und für die es keine Aktualisierungen mehr gibt. Ferner existieren E-Commerce-Lösungen, die gar nicht mehr weiterentwickelt werden. Wichtig zu wissen: Aus Sicht von IT-Experten gelten IT-Systeme, die älter als drei Jahre sind, bereits als veraltet. Hierbei definiert der Zeitpunkt des Projektstarts den Spartenstich und nicht der Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Deshalb ist es so wichtig, die eigene E-Commerce-Lösung auf dem neuesten Stand zu halten und stetig zu aktualisieren.
Was die hausinterne IT betrifft sollten Parameter wie
Firewall
VPN
zertifikatbasierte Authentifizierungen
prinzipiell genutzt werden. Im Falle, dass doch etwas passieren sollte, sollten sich Unternehmer dementsprechend adäquat vorbereiten, um fachgerecht intervenieren zu können.
Wie sieht es mit der Sicherheit im E-Commerce aus?
Laut einer Studie der ibi research der Universität Regensburg GmbH, die den Namen „Informationssicherheit im E-Commerce“ trägt, gehen folgende Ergebnisse hervor:
Laut eingehender Befragungen von Unternehmen resultieren die folgenden Werte:
Rund 12 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie bereits Opfer von Erpressungsversuchen mittels DDoS-Attacken wurden.
Rund 19 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass Sie bereits Opfer von Datenklau wurden. Hierbei handelte es sich um sensible Daten.
Rund 20 Prozent der Unternehmen, die befragt wurden, gaben an, dass ihre Online-Shops bereits gehackt wurden.
Bei lediglich 51 Prozent der befragten Unternehmen existieren fundierte Kenntnisse und Interaktionen bezüglich der Themen Informationssicherheit und Datenschutz. Lediglich 44 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, in der Vergangenheit ihre Mitarbeiter hinsichtlich Datenschutz und Informationssicherheit grundlegend geschult zu haben.
Zusammenfassend kann man sagen, dass fehlenden Sensibilisierung bezüglich der Datensicherheit und der Informationssicherheit die perfekte Grundlage für Cyberkriminalität im E-Commerce sind.
Wie schützt man seine E-Commerce-Lösung gegen Hacker?
Ein Hacker hat immer zum Ziel, Schwachstellen im Betriebssystem, des Webservers oder diverser Apps des Webshops für seine kriminellen Machenschaften zu finden und zu missbrauchen. Das kann so aussehen, dass sich der jeweilige Cyberkriminelle Zugriff oder spezielle Rechte verschafft, um sensible Daten zu stehlen oder anderen finanziellen Schaden anzurichten. Eine Firewall zum Schutz gegen Hacker reicht bei Weitem nicht aus. Hierbei ist ein konstantes Monitoring der Sicherheit das Gebot der Stunde.
So kann man für eine umfassende Sicherheit im E-Commerce sorgen:
stets für einen aktuellen Systemstand sorgen
regelmäßig Aktualisierungen über das System laufen lassen
starke und individuelle Passwörter vergeben
Verschlüsselungen anwenden
die Server regelmäßig kontrollieren
sämtliche Applikationslogdaten auf Auffälligkeiten prüfen
Datenschutz: Unbefugter Zugriff auf die firmeninternen Daten
Für Unternehmen im E-Commerce, die unter unbefugten Zugriffen auf firmeninterne Daten leiden, weil sie zur Zielscheibe eines Hackerangriffs wurden, ist dies eine höchst unangenehme Angelegenheit. Immerhin dreht es sich hierbei um personenbezogene Daten der Kundschaft, der Mitarbeiter und des Unternehmens. Deshalb geht die Empfehlung dahin, ein fundiertes Datenschutzkonzept zu erarbeiten. Gastbestellungen sind zudem ein häufig auftretendes Problem. Steht in den allermeisten Datenschutzvereinbarungen, dass die jeweiligen Kundendaten im Zuge von Gastbestellungen lediglich zum Zwecke des Bestellprozesses verwendet werden und im Anschluss gelöscht werden. Die meisten Online-Shops „vergessen“ jedoch darauf, die Daten von Gastbestellungen zu löschen. Wenn Online-Shop-Betreiber diese Fahrlässigkeit begehen, verstoßen diese schnell gegen die eigenen Datenschutzvereinbarungen.
Ein weiteres Problem stellen die Webagenturen dar, die die diversen Online-Shops betreuen. Es ist durchaus kein Geheimnis, dass diverse Agenturen den aktuellen Stand der eigenen Shop Datenbank für Testzwecke downloaden. Dies findet häufig auf privaten Endgeräten von Homeoffice-Mitarbeitern statt. Eine Vertraulichkeitsvereinbarung schützt in solchen Fällen nur in geringem Ausmaß.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Denial of Service Angriffe
DOS-Angriffe (Denial of Service-Angriffe) sind besonders unangenehm. Ein DOS-Angriff legt den Online-Shop und den, damit verbundenen Internetservice durch eine Spam Flut von unsinnigen Anfragen durch Überlastung lahm, sodass ein regulärer Service nicht mehr gewährleistet werden kann. Bei DOS-Angriffen schauen die Cyberkriminellen nicht nach Schwachstellen im System, sondern hacken auf die vorhandenen, webbasierten Lösungen wie mit einem Hammer ein und richten so proaktiven Schaden an.
Zusammenfassung zur Sicherheit im E-Commerce
Unter Berücksichtigung aller möglichen Szenarien, die wir in unserem Beitrag erwähnt haben, soll jedoch nicht der Eindruck entstehen, dass E-Commerce tunlichst vermieden werden sollte. Wer als Unternehmer seine Mitarbeiter gründlich schult und auf Datensicherheit sensibilisiert, kann mit etwaigen Risiken souverän umgehen. Schutz fängt bei einem sicheren Passwort an und hört bei umfassenden Sicherheitsvorkehrungen bezüglich Aktualisierung der eigenen Website und Betriebssystemen bis hin zu einem umgreifenden Monitoring auf.