Wie der Global Insights Report von Experian zeigt, haben 37 Prozent der deutschen Verbraucher Sicherheitsbedenken beim Onlineshopping. Bei 17 Prozent haben die Sorgen um die Online-Sicherheit zuletzt zugenommen.
(Quelle: joyfotoliakid - Adobe Stock)
Gemäß einem neuen Report von Experian haben 52 Prozent der Verbraucher weltweit und 37 Prozent der Deutschen Sicherheitsbedenken bei Online-Transaktionen.
42 Prozent der weltweit befragten Verbraucher und 17 Prozent der Deutschen haben sich in den letzten zwölf Monaten mehr Sorgen um ihre Online-Sicherheit gemacht.
63 Prozent der weltweit Befragten geben an, dass sie ihre persönlichen Daten für einen entsprechenden Gegenwert weitergeben würden. Im Jahr 2021 waren es noch 51 Prozent.
Der neue Experian Global Insights Report stellt fest, dass das Onlineshopping auch nach Ende der Lockdowns weiter wachsen wird, auch wenn Kunden wieder mehr im stationären Handel einkaufen. Digitale Zahlungen sind für Verbraucher inzwischen genauso alltäglich wie die Nutzung von E-Mails. Der Online-Boom hat auch die Nutzung mobiler Geldbörsen gefördert, die nun mit traditionellen Zahlungsmethoden konkurrieren. 71 Prozent der Befragten aus Deutschland geben in dem Report an, dass sie derzeit mobile Geldbörsen wie PayPal, Apple Pay oder Google Wallet nutzen. Lediglich 39 Prozent geben an, dass sie zudem traditionelle Kreditkarten verwenden. Die größten Sicherheitsbedenken haben Verbraucher bei Identitätsdiebstahl und gestohlenen Kreditkarten-Informationen.
Sicherheitsbedenken: Verbraucher kennen den Wert ihrer Daten
Grundsätzlich wünschen sich Verbraucher schnelle, reibungslose und sichere Transaktionen. 81 Prozent der Befragten aller beteiligten Länder und 74 Prozent der Deutschen gaben an, dass ein positives digitales Erlebnis ihre Meinung über eine Marke verbessert. Dies im Vergleich zu einem traditionellen Einkauf in einem Ladengeschäft. Unternehmen profitieren von den gestiegenen Online-Umsätzen. 53 Prozent der Befragten haben ihre Ausgaben und Transaktionen über digitale Kanäle in den letzten drei Monaten erhöht, bei den Deutschen sind es immerhin 37 Prozent.
Der Report belegt, dass sich Verbraucher des Wertes ihrer Daten stärker bewusst werden. 90 Prozent der weltweit befragten Kunden und 93 Prozent der deutschen Kunden wollen die vollständige oder teilweise Kontrolle darüber haben, wie ihre Daten verwendet werden. 57 Prozent aller Befragten und 45 Prozent der Deutschen sind bereit, ihre Daten weiterzugeben. Unter der Bedingung, dass dies mehr Sicherheit gewährleistet oder Betrug verhindert. Regionale Unterschiede bestehen auch bei den Sicherheitsbedenken. So bereiten Identitätsdiebstahl und gestohlene Kreditkarten-Informationen Verbrauchern in fast allen befragten Ländern, so auch in Deutschland, die meisten Sorgen. In China und Indien steht der Datenschutz ganz oben auf der Agenda. Und mehr als 50 Prozent der Befragten in Malaysia und Peru sorgen sich über Deepfake-Betrug. Dieser hat in anderen Ländern eine eher geringe Bedeutung.
Digitale Abwicklung von Transaktionen erwünscht
Dominik Coenen, Senior Vice President Sales & Account Management bei Experian DACH, erläutert: „Die Ergebnisse unserer jüngsten Umfrage zeigen, dass Konsumenten zunehmend die Abwicklung von Transaktionen auf digitalem Wege bevorzugen, da sie einfacher, billiger und bequemer ist. In den letzten zwei Jahren hat sich ein digital versierter Verbraucher herausgebildet, der von den Unternehmen verlangt, dass sie ihre Erwartungen an Sicherheit, Datenschutz, Bequemlichkeit und Kundensupport erfüllen. Letztlich wollen die Verbraucher ihre Arbeit und ihr Leben einfacher und sicherer machen.“
Der Report belegt auch, dass die Verbraucher deutliche Präferenzen bei der Einrichtung neuer Konten haben. So erleben Websites von Banken, Einzelhändler sowie die Apps von Kreditkartenunternehmen den deutlichsten Zuspruch. Digital versierte Verbraucher haben das meiste Vertrauen in Zahlungsdienstleister, Kreditkartenunternehmen, Technologie- und Streaming-Unternehmen.
(Dominik Coenen ist Senior Vice President Sales & Account Management bei Experian DACH. (Bild: Experian))
Sicherheitsbedenken: Einsatz neuer Zahlungsmethoden
Der breite Einsatz neuer Zahlungsmethoden wie Mobile Wallets, Peer-to-Peer (P2P) und Buy Now Pay Later (BNPL) bietet Unternehmen auch Möglichkeiten für eine bessere finanzielle Inklusion. In den USA nutzen vier von fünf Verbrauchern BNPL, um Kreditkartenschulden zu vermeiden. Im Vereinigten Königreich tun dies 70 Prozent der Verbraucher, bei den Deutschen sind es 39 Prozent. Außerdem gaben 57 Prozent der Befragten an, dass BNPL ihre traditionelle Zahlungsmethode ersetzen könnte. Bei den deutschen Befragten sind es 37 Prozent.
Unternehmen haben noch Verbesserungspotenzial, wenn es darum geht, die Erwartungen der Kunden an ihr digitales Erlebnis zu erfüllen. 23 Prozent der befragten Verbraucher gaben an, dass ihre Erwartungen an das digitale Erlebnis nur teilweise oder gar nicht erfüllt wurden, bei den deutschen Verbrauchern sind es 19 Prozent. Dieser Prozentsatz ist gegenüber 30 Prozent aller befragten Verbraucher im 4. Quartal 2021 gesunken. Nur 23 Prozent der Verbraucher gehen davon aus, dass die Unternehmen ihre Sicherheitsbedenken adressieren, bei den Deutschen ist die Zahl mit 17 Prozent noch niedriger.
Stand: 16.12.2025
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Im Gegensatz zu früher sehen Verbraucher heute die Verantwortung stärker bei den Unternehmen. 73 Prozent der Verbraucher sehen die Unternehmen in der Pflicht, sie online zu schützen. Bei den deutschen Verbrauchern glauben dies 51 Prozent. Dominik Coenen erklärt: „Die naheliegende Lösung ist in diesem Fall, dass Unternehmen das Kundenerlebnis deutlich verbessern und sicherer gestalten können, indem sie die Automatisierung erhöhen. In der Folge kann dies die Entscheidungsfindung beschleunigen sowie Betrug effizienter bekämpfen.“
Zur Methodik der Studie
Für den Global Insights Report befragte Experian 6.000 Verbraucher und 2.000 Unternehmen zu den wirtschaftlichen Aussichten von Verbrauchern und Unternehmen. Außerdem zum finanziellen Wohlergehen und zu Sicherheitsbedenken bei Online-Transaktionen. Befragt wurden die Verbraucher in 20 Ländern, darunter Australien, Brasilien, Chile, China, Kolumbien, Dänemark, Deutschland, Indien, Indonesien, Irland, Italien, Malaysia, die Niederlande, Norwegen, Peru, Singapur, Südafrika, Spanien, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten. Der Bericht gehört zu einer Studienreihe, die die Veränderungen der Verbraucher-Präferenzen und der Unternehmensstrategien in den letzten sieben Jahren untersucht.
Experian ist Anbieter von Informations- und IT-Dienstleistungen und unterstützt Unternehmen dabei, wachstumsfördernde Entscheidungen zu treffen. Experian DACH bietet Unternehmen aller Größen und Branchen, wie E-Commerce-Betreibern, Versicherungen, Finanzdienstleistern und Telekommunikationsunternehmen die jeweils beste Basis für ihr Risiko-, Fraud- und Identitäts-Management. Bei Bedarf entwickelt Experian DACH maßgeschneiderte und unternehmensspezifische Lösungen, insbesondere für Großkunden. (sg)