Shopping im Umbruch Social Commerce & Co: So kaufen Verbraucher 2026 ein

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Social Commerce wie Tiktok Shopping legt in Deutschland weiter zu. Doch klassische Kanäle wie TV-Werbung oder Google-Empfehlungen bleiben die stärksten Verkaufstreiber.

(Bild:  © Alexander/stock.adobe.com)
(Bild: © Alexander/stock.adobe.com)

Der E-Commerce in Deutschland legt weiter zu – der Brutto-Umsatz im Onlinehandel stieg vergangenes Jahr erstmals seit 2021 wieder in allen Quartalen und erreichte 83,1 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2024 waren es noch rund 80,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 3,2 Prozent. Doch wie sieht das Onlineshopping von morgen aus? Das wollte Adobe wissen und befragte dazu 2.000 Personen ab 18 Jahren, die in Deutschland leben und in den sozialen Medien aktiv sind.

Das Fazit: Die Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher verändert sich. Kunden kombinieren zunehmend herkömmliche und digitale Kanäle, um Produkte zu erwerben. Während etwas mehr als die Hälfte der Käufer (52 Prozent) angibt, genauso oft wie zuvor den stationären Handel aufzusuchen, tun dies fast ein Viertel (25 Prozent) seltener.

Gleichzeitig gewinnen alternative E-Commerce-Einkaufswege an Popularität. So nutzen 21 Prozent soziale Plattformen wie Tiktok und Instagram zum Einkaufen, während 17 Prozent auf Second-Hand-Märkte wie Vinted zurückgreifen. Zudem profitieren unabhängige Onlinehändler von diesem Wandel: 16 Prozent kaufen beispielsweise über Plattformen wie Etsy ein.

Onlineshopping auf Plattformen wie Tiktok und Shein

Um den Aufstieg von Social Commerce besser zu verstehen, wurden Verbraucher nach ihrer Meinung zur Produktqualität beim Einkaufen auf Plattformen wie Tiktok und Shein befragt. Das Urteil fiel überwiegend positiv aus: Über ein Viertel der Befragten (28 Prozent) ist der Ansicht, dass die Produkte eine ähnliche Qualität wie bei traditionellen Händlern aufweisen – nur zu niedrigeren Preisen. Während 18 Prozent angaben, die Qualität sei schlechter, meinten 10 Prozent, sie sei sogar besser.

Welche Marketing-Techniken finden deutsche Kunden besonders ansprechend? Klassische Kanäle wie TV-Werbung oder Google-Bewertungen kommen noch immer bei Verbrauchern an.(Bild:  Adobe)
Welche Marketing-Techniken finden deutsche Kunden besonders ansprechend? Klassische Kanäle wie TV-Werbung oder Google-Bewertungen kommen noch immer bei Verbrauchern an.
(Bild: Adobe)

So funktioniert Kundengewinnung in Deutschland

Bei den verschiedenen Einflussfaktoren für Kaufanreize sind die klassische TV-Werbung und Suchmaschinenempfehlungen mit jeweils 27 Prozent gleichauf die effektivsten Marketingmethoden. Dicht dahinter folgen Online-Werbung (25 Prozent) und Schaufenster in stationären Geschäften (23 Prozent).

Soziale Medien spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle: 21 Prozent nennen die Bedeutung von Werbeanzeigen in sozialen Medien. Zusätzlich werden auch traditionellere Methoden wie Printanzeigen (21 Prozent) genannt, einschließlich Außenwerbung wie Werbetafeln (14 Prozent).

Umschwung im Einzelhandel: Die wichtigsten Erkenntnisse

Die Einzelhandelslandschaft verändert sich ständig. Daher ist es wichtiger denn je, zu verstehen, wie Verbraucher einkaufen und was sie zum Kauf bewegt. Diese Strategien helfen laut Adobe, um mehr Aufmerksamkeit zu gewinnen:

Zielgruppe kennen: Es ist offensichtlich, dass Faktoren wie Geschlecht, Alter und Wohnort Einfluss darauf haben, wie Menschen einkaufen und auf welche Marketingstrategien sie am besten reagieren. Unternehmen sollten sich Zeit nehmen, Zielgruppe kennenzulernen, sodass Strategien darauf abgestimmt werden können und die Kunden an der richtigen Stelle abgeholt werden.

Social Commerce nutzen: Auch wenn traditionelles Einkaufen nach wie vor wichtig ist, tendieren jüngere Verbraucher zunehmend zu Social Commerce. Ob auffällige Banner und ​Profilbilder oder ansprechende Social-Media-Beiträge mit Produktplatzierungen – es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten.

Auf dem Laufenden bleiben: Es wichtig, regelmäßig Trends zu beobachten und sich über Neuheiten zu informieren. Indem auf die Bedürfnisse der Verbraucher eingegangen wird, können sich Unternehmen in einem schnelllebigen Markt besser von der Konkurrenz absetzen.

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