Die Digitalisierung beeinflusst fast alle Unternehmensbereiche. Vor allem standortbezogenes, digitales Marketing ist in der heutigen Zeit ein Muss, gerade für KMUs, um sich im Markt zu etablieren und neue Kunden zu gewinnen.
(Quelle: Alphaspirit - Shutterstock)
Immer noch hinken kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland bei der Umsetzung von digitalem Marketing im internationalen Vergleich hinterher und setzen vermehrt immer auf klassische Marketingmaßnahmen. Das liegt in vielen Fällen daran, dass den Unternehmen die interne Expertise fehlt. Online-Marktplätze können für standortbezogenes Marketing eine Lösung bieten. Sie sind mittlerweile nicht nur Plattformen, auf denen Produkte und Services zum Verkauf angeboten werden, sondern beraten ihre Partner auch bei Marketingaktivitäten, wie im Bereich Location-based Marketing
Standortbezogenes Marketing: häufig noch zu geringes Budget
Wie sieht derzeit die Lage für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland aus? Laut einer aktuellen Studie von Opinium und Groupon werden nur ein Fünftel des Marketingbudgets für digitale Marketingmaßnahmen verwendet. Für 26 Prozent der befragten KMUs ist Direktmarketing, wie der Einsatz von Flyern und Broschüren, der effektivste Marketingkanal. Um jedoch den Kunden 4.0 erreichen zu können, müssen verschiedenste Touchpoints, sowohl digital als auch offline, bespielt werden.
Vor allem durch die kontinuierlich steigende Nutzung von Smartphones (in Deutschland besitzen derzeit 57 Millionen ein Smartphone) dürfen KMUs digitales Marketing nicht vernachlässigen. Den Entscheidern muss klar sein, dass sie ihr Geschäft nur stärken und in Zukunft stabil halten können, wenn sie einen strategischen Ansatz mit einem professionellen, modernen Markenauftritt verfolgen. Dazu zählt eine Multi-Channel-Marketingstrategie, die auch Location-based Advertising beinhaltet. Da viele Unternehmen bereits mit grundlegenden Marketingaktivitäten überfordert sind und zum Teil noch nicht einmal eine für mobile Geräte optimierte Website bieten, stellt Location-based Advertising für viele KMUs keine Priorität dar. Fatal, wenn man bedenkt, welches Potenzial, vor allem im E-Commerce, dadurch verschenkt wird.
Professionalisierung der Marketingaktivitäten
Wie bereits erwähnt, bieten Online-Marktplätze die Chance, dass kleine und mittelständische Unternehmen ihre Marketingaktivitäten mit wenig Aufwand und Ressourcen professionalisieren. Die größte Herausforderung für KMUs liegt darin, sich gegenüber großen, international agierenden Unternehmen und Marken zu profilieren. Durch den Marktplatz-Ansatz haben sie die Möglichkeit, ihre regionale Relevanz zu steigern, da Marktplätze eine enorme Reichweite bieten. So erzielt der Zusammenschluss von hyperlokalen Angeboten auf Marktplätzen eine regionale und in einigen Fällen sogar eine überregionale Relevanz.
Zudem unterstützen die Plattformen ihre Partner bei gezielten Marketingaktionen. Damit auch dabei die lokale Relevanz berücksichtigt wird, sind Location-basierte Push- und Pull-Aktivitäten sinnvoll. Mobile Marktplätze sind dafür die optimale Umgebung. Durch die Nutzung einer Marktplatz-App können relevante Daten ausgewertet und für die Kundenansprache genutzt werden. Location-based Marketing wird dadurch sehr gezielt eingesetzt und ergänzt weitere Marketingstrategien wie Flash Sales und andere Aktivitäten, die sich schnell auf die Auslastung auswirken.
Standortbezogenes Marketing: Mit Push- und Pull-Diensten Kunden ansprechen
Dadurch, dass Smartphones sich immer mehr in unserem alltäglichen Handeln verankern, können Händler mit Push- und Pull-Aktivitäten Nutzern einen Mehrwert bieten, indem sie ihnen gezielt Angebote ausspielen. Entscheidend ist hierbei, dass die Angebote wirklich auf die aktuelle Situation, in der sich der Nutzer befindet, passen. Bei Pull-Diensten sucht der Nutzer selbst aktiv nach Händlern und Angeboten in der unmittelbaren Nähe. Hierbei ist es wichtig, dass Händler und Unternehmen durch Location-based Advertising schnell und gut auffindbar sind.
Push-Dienste sind hingegen proaktiv. Das bedeutet, dass Smartphone-Nutzer passende Angebote erhalten, sobald sie sich in der Nähe der Filiale befinden. Location-based Advertising ist für KMUs relevant, da es den lokalen Handel fördert. Die Unternehmen erhalten die Möglichkeit, neue Kunden gezielt anzusprechen und ihre Angebote neuen Zielgruppen zugänglich zu machen. Durch ihre Präsenz auf Online-Marktplätzen, die auch mobil-optimiert sind, können sie auch von der Beratung und Unterstützung im Marketing profitieren. Sie steigern ihre Relevanz und können sich gegenüber bekannten Marken, Händlern und Läden positionieren. Der Kunde profitiert ebenfalls, da er passgenaue Angebote von lokalen Händlern erhält und dadurch kleine und mittelständische Unternehmen aus der Region unterstützt.
Mittelständische Unternehmen zu zögerlich bei digitalem Marketing
Es lässt sich festhalten, dass KMUs in Deutschland im Bereich digitales Marketing oftmals noch sehr zögerlich agieren und wichtige Trends, die den Erfolg der Zielgruppenansprache maßgeblich beeinflussen, nicht berücksichtigen. Location-based Advertising ist für große Unternehmen mittlerweile Teil des Marketing-Mix. Damit kleine und mittelständische Unternehmen nicht abgehängt werden und ihre lokale Relevanz stärken, bieten Marktplätze eine optimale Plattform, um die Präsenz sowohl lokal als auch überregional zu stärken und von zusätzlichen Services, wie Beratung im Bereich Marketing, zu profitieren.
Stand: 16.12.2025
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(Quelle: Groupon)
Über den Autor: Dominik Dreyer ist seit April 2016 Geschäftsführer von Groupon Deutschland, einem weltweit agierenden Online-Marktplatz für lokale Dienstleistungen, Reisen und Produkte. Als Geschäftsführer verantwortet Dreyer alle Tätigkeiten in den Bereichen Kunden- und Geschäftsstrategien, Sales und Operations. Darüber hinaus ist er dafür zuständig, das stetige Unternehmenswachstum voranzutreiben, Hürden abzubauen und innovative Maßnahmen für den deutschen Markt umzusetzen. (sg)