Supply Chain TK-Lagerautomatisierung: Worauf es bei der Planung wirklich ankommt

Ein Gastbeitrag von Andreas Lulei 2 min Lesedauer

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In Zeiten des Fachkräftemangels wird die Lagerautomatisierung von Kühl- undTiefkühllagern zu einer immer wichtigeren Herausforderung für Unternehmen derLebensmittelbranche im E-Commerce-Bereich. Doch was genau verbirgt sich dahinter und welche Aspekte müssen bei der Planung berücksichtigt werden?

(Bild:  oxie99 – stock.adobe.com)
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Unter einer Logistikplanung versteht man die vorschauende Planung und Steuerung von jeglichen Transport- und Lagerprozessen einer Unternehmenslogistik. In der Lebensmittelbranche beinhaltet die Logistikplanung die Gestaltung von Prozessen von der Anlieferung der Lebensmittel bis zur Verladung in das Auslieferfahrzeug. Die Logistikplanung liefert somit die Entscheidungsgrundlage für Investitionen.

Lagerautomatisierung: Herstellerneutrale Planung

Die Auswahl von automatischen Lagersystemen sollten Unternehmen technologie- und herstellerneutral betrachten. Dies ermöglicht es, Vergleiche anzustellen und die bestmöglichste und effizienteste Lösung zu identifizieren. Wie kann man etwa mit weniger Aufwand in kürzerer Zeit mehr ausliefern?

Dabei berücksichtigt man materielle, personelle und zeitliche Faktoren – wie Art der Produkte, Auftragsgrößen, Zielmärkte, Personalbedarf, Fehlerquoten beim Kommissionieren sowie Lieferzeiten und Kosten.

Die Logistikplanung sollte dabei auch in die Zukunft gedacht sein und mit fle­xibel skalierbaren Systemen und Erweiterungen auf sich ändernde Anforderungen und Marktbedingungen reagieren. Ein wichtiger Aspekt ist die Automatisierung und Digitalisierung der Prozesse, die Auswahl kosteneffizienter Transportwege, die Konsolidierung von Sendungen oder die Minimierung von Lagerbeständen.

Bei der Lagerautomatisierung setzt man zum Beispiel selbsttätige Lager- und Regalsysteme, Fördertechnik, Robotertechnik für das Ein- und Auslagern oder Palettieren und Kommissionieren ein. Hinzu kommen moderne Lagerverwaltungssysteme.

Eine entscheidende Rolle spielen hierbei durchdachte Arbeitsplatzkonzepte, die auf optimierten Wegen und ergonomischen Gestaltungsprinzipien basieren. Bei der Kommissionierung nach dem Prinzip Ware zur Person werden die Tablare auf ergonomischer Höhe am Arbeitsplatz angeliefert. Diese geringe Höhe der Tablare erleichtert Mitarbeitern in der Kommissionierung das Greifen der Ware.

Tablare können verschiedene Verpackungsgrößen und -formen aufnehmen. In automatisierten Regallagern werden durch die Implementierung von verschiedenen Fachhöhen unterschiedliche Kartonabmessungen berücksichtigt. So wird der Platz im Regal optimal ausgenutzt. Besonders relevant ist dies im Tiefkühlbereich, wo die Betriebskosten aufgrund energetischer Anforderungen hoch sind.

Lagerautomatisierung: Besonderheiten bei TK-Ware

Bei der Planung von Lagerprozessen im Lebensmittelbereich sind darüber hinaus auch Aspekte wie Mindesthaltbarkeits­datum, Chargen und Anbruchware zu berücksichtigen. Eine gründliche Analyse der Auftragsstruktur ist erforderlich, um Anbruchware zu konsolidieren und La­gerstrategien mit Hilfe der Lagerverwaltungs-Software zu optimieren.

Moderne Logistikkonzepte integrieren auch die Schnittstelle zur Bauplanung – unabhängig davon, ob das Logistikzentrum in einem bestehenden Gebäude oder in einem Neubau entsteht. Neben Leistungsanforderungen und Stellplatzkapazitäten spielt die Auswahl einer modernen Lagerverwaltungs-Software eine entscheidende Rolle.

Diese sollte Schnittstellen zu anderen Systemen wie ERP- oder Transport-Software bieten, um eine nahtlose Integration zu gewährleisten.

Andreas Lulei
ist Frischdienst-Experte bei Klinkhammer Intralogistics.

Bildquelle: Andreas Lulei

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