Nach dem Boom der letzten beiden Jahre verzeichnet die Wachstumskurve des Onlinehandels seit Anfang 2022 einen deutlichen Knick. Steigende Preise sowie die wirtschaftliche Lage haben die Kauflaune getrübt. Wie Onlinehändler Restposten und Überbestände effizient vermarkten uns so Wertverluste reduzieren können.
(Quelle: BuyBay)
Viele Onlinehändler kämpfen zurzeit mit einem Paradoxon. Auf der einen Seite sind bestimmte Waren aufgrund von Lieferkettenproblemen und Rohstoffknappheit kaum zu bekommen. Auf der anderen Seite haben die Händler nach dem Boom bestimmte Produkte in großen Mengen bestellt, die sich nun in den Lagern stapeln. Wie neue Möglichkeiten, Retouren und Überbestände zu verkaufen, diese Problematik entschärfen können.
Der Branchenverband bevh verzeichnete bei der Erhebung vom 2. Quartal 2022 einen Rückgang von 9,6 Prozent im E-Commerce-Geschäft gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Der Shopping-Index von Salesforce zeigt für das erste Quartal 2022 sogar einen Umsatzrückgang von 15 Prozent für Deutschland. Trotzdem liegen laut bevh die Gesamtumsätze acht Prozent höher im Vergleich zum zweiten Quartal im Jahr 2020. Allerdings sind in Europa die Online-Verkäufe (minus 13 Prozent) und das Bestellvolumen (minus 17 Prozent) deutlich geschrumpft. Steigende Energie- und Verkaufspreise sowie die Angst vor den Auswirkungen des Krieges, zwingen Verbraucher jetzt zum Sparen.
Restposten und Überbestände als neue Herausforderung
Überbestände und Restposten werden meist dann zum Problem, wenn die Nachfrage für Produkte nicht so stark ist wie ursprünglich von Händlern vermutet. Aus diesem Grund bleiben die Produkte in immer voller werdenden Lagern liegen. Mangelnder Lagerplatz ist dabei aber nur eins von mehreren Problemen. Auch der Wertverlust der Produkte kann sehr schnell steigen. Beispielsweise wenn die Waren einen kurzem Lebenszyklus haben oder in absehbarer Zeit neue Versionen auf den Markt kommen.
Genau wie der erneute Verkauf von Retouren ist die Liquidierung von Überbeständen und Restposten für Händler häufig ein großes Verlustgeschäft. Auf traditionellen Kanälen werden die Waren häufig über Großeinkäufer und für meist weniger als zehn Prozent ihres ursprünglichen Verkaufspreises verkauft. Teilweise sogar zu niedrigen Kilopreisen. Hinzukommt, dass der Aufwand, einen passenden Käufer zu finden, sehr hoch ist. Es muss einerseits sichergestellt werden, dass der Käufer vertrauenswürdig ist und pünktlich zahlt.
Überbestände über intelligente Auktionsplattform verkaufen
Um dieses Problem anzugehen und seine Kunden und Partner zu unterstützen, hat BuyBay „Beluga Auctions“ entwickelt, eine intelligente Auktionsplattform, die von künstlicher Intelligenz unterstützt wird. Die B2B-Plattform unterstützt Händler nicht nur dabei, Kundenrücksendungen und Überbestände zu verkaufen, sondern ist auch profitabler, effizienter und schneller als herkömmliche Lösungen.
Gleichzeitig stellt Beluga sicher, dass die über ein Netzwerk von mehr als 800 Käufern in ganz Europa verkauften Produkte eine maximale Verwertungsquote erzielen. Die Registrierung der Käufer erfolgt dabei mittels eines streng kontrollierten Prozesses. Die Qualität des Käufernetzes wird ständig überwacht, um hohe Standards für den Einkaufsprozess zu gewährleisten. Die Käufer sind zudem vertraglich verpflichtet, alle Vorgaben der Händler und Hersteller bezüglich der Markenrichtlinien einzuhalten. Damit soll so weit wie möglich sichergestellt werden, dass Artikel nicht im Wettbewerb oder zu niedrigeren oder günstigeren Preisen verkauft werden.
Händler oder Markeninhaber geben an, welche Artikel sie verkaufen möchten - inklusive Mindestverkaufspreis und eventuellen Sonderwünschen bezüglich Marken- und Länderbeschränkungen beim Weiterverkauf.
Die Verkaufsexperten von Beluga Auctions entscheiden über die optimale Gestaltung der Auktion zur Maximierung des Erlöses, und die Artikel werden online eingestellt.
Nachdem der Verkäufer dank des Bieterverfahrens den bestmöglichen Preis erzielt hat, organisiert Beluga Auctions auch noch den Versand der Waren an die neuen Besitzer. Im Durchschnitt ist der Verkauf innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen.
(Über die Auktionsplattform Beluga Auctions können Händler ihre Überbestände verkaufen. (Bild: BuyBay))
Zweitvermarktung: Chance für Unternehmen und Konsumenten
Auch die ungeliebten Retouren können sich in der aktuellen Lage von einer Problematik zur Chance entwickeln. Denn gerade angesichts der Lieferschwierigkeiten bei bestimmten Produktgruppen eröffnet der Kauf von Retouren eine neue und attraktive Option. So erhalten die Zweitbesitzer nicht nur zeitnah ein begehrtes Produkt, auf das sie sonst unter Umständen lange hätten warten müssen. Gleichzeitig können sie dieses Produkt auch noch zu einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis erwerben und in Zeiten steigender Preise Geld sparen. Ein weiterer Anreiz ist der Nachhaltigkeitsgedanke, der einen Wendepunkt im Einkaufsverhalten der Menschen ausgelöst hat.
66 Prozent der Verbraucher in einer aktuellen Studie von CapGemini aus neun verschiedenen Ländern wählen Produkte oder Dienstleistungen auch aufgrund ihrer Umweltfreundlichkeit aus. Fast sechs von zehn Verbrauchern sind bereit, ihre Einkaufsgewohnheiten zu ändern, um die Umweltbelastung zu reduzieren. Fast acht von zehn Befragten geben an, dass Nachhaltigkeit für sie wichtig ist. Der Wiederverkauf von B-Waren sowie Retouren und Überbeständen ermöglicht also nicht nur gute Gewinnspannen für die Händler sowie attraktive (Preis-)Vorteile für die Konsumenten. Die Rückführung der Waren in die Kreislaufwirtschaft kommt auch dem Interesse der Verbraucher an einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen entgegen.
Stand: 16.12.2025
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Weniger Aufwand und volle Transparenz
Genau wie beim Vorgang, Überbestände zu verkaufen, lohnt sich auch beim Retourenmanagement die Zusammenarbeit mit Experten aus diesem Bereich. Denn sie verfügen neben entsprechender Expertise auch über die benötigten Ressourcen, sowie Softwaresysteme und Prozesse, die den Aufwand deutlich reduzieren und Transparenz über alle Vorgänge hinweg schaffen. Auch im Hinblick auf rechtliche Vorgaben wird dies immer wichtiger. Bei Retouren greift beispielsweise die „Obhutspflicht für Händler“ als Bestandteil des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG). Vertreiber sollen zukünftig Verzeichnisse über alle Retouren und deren Verbleib führen. Sie können auch gesetzlich belangt werden, wenn sie gegen entsprechende Vorgaben verstoßen.
(Barbara Brunelli ist Senior Business Development Manager bei BuyBay. (Bild: BuyBay))
„Unternehmen sind aktuell oft mit der paradoxen Situation konfrontiert, dass sie einerseits über volle Lager verfügen, gleichzeitig andererseits aber Lieferschwierigkeiten bei bestimmten Warengruppe zu beklagen haben. Dies wird nicht nur durch das Feedback unserer Partner, sondern auch durch viele Gespräche auf Branchenevents wie der E-Commerce Berlin Expo bestätigt“, erklärt Barbara Brunelli, Senior Business Development Manager bei BuyBay. „Wir eröffnen unseren Partnern neue Wege beim Umgang mit Retouren, Restposten und Überbeständen. So erhalten sie ideale Ansatzmöglichkeiten, Waren schneller zu liquidieren, Kosten und Prozesse zu optimieren und ihren Kunden eine Alternative für schwer lieferbare Waren zu bieten.“ (sg)