Passgenaue Verpackung Verpackungsautomatisierung: Neue Klebstofflösung für passgenaues Verpacken

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Seit Beginn der Corona-Pandemie ist der Onlinehandel deutlich gewachsen. Prognosen zufolge wird die Zahl der Nutzer im E-Commerce-Markt zwischen 2024 und 2028 um fast 21 Prozent steigen. Doch die Ansprüche der Verbraucher an eine passgenaue und plastikfreie Lieferung der Produkte stellen die Logistikbranche vor eine große Herausforderung. Eine Lösung liegt in der Verpackungsautomatisierung.

(Bild:  Henkel Adhesive Technologies)
(Bild: Henkel Adhesive Technologies)

Die hohe Nachfrage wirkt wie ein Katalysator für die fortschreitende Automatisierung von Logistikprozessen. Mehr Maschinen erhöhen jedoch den Bedarf an Installation, Wartung und Ad-hoc-Fehlerbehebung – eine Herausforderung in einem Umfeld, in dem die Ressource menschliche Arbeitskraft zunehmend erschöpft ist. Auch Material- und Ersatzteilknappheit erfordern branchenübergreifend kreative Lösungen. Die steigende Anzahl an Paketen macht sich zudem im Verkehr bemerkbar. Immer mehr Lkws sind auf den Straßen und treiben den CO2-Fußabdruck der Logistikunternehmen in die Höhe. Zugleich ist die Nachfrage nach plastikfreier Verpackung zwar da, in der Praxis fallen beim Warentransport aber nach wie vor Unmengen Müll an.

Passgenaue Verpackungsautomatisierung steigert Effizienz

Verpackungsautomatisierung
Mit dem E-Com-Produktportfolio Technomelt bietet Henkel Schmelzklebstoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften an.
(Bild: Henkel Adhesive Technologies)

Eine Lösung, die all diese Probleme adressiert, stellt die passgenaue Verpackungsautomatisierung – auch „Right-Sized Packaging“ genannt – dar. Dabei wird die Größe der zu verpackenden Produkte erfasst, um anschließend die Versandkartons und -umschläge exakt darauf abzustimmen – die Verpackung wird im Wesentlichen um das Produkt herumgefaltet. Damit lässt sich die Produktivität von On-Demand-Verpackungstechnologien deutlich steigern. Maßgeschneiderte Versandverpackungen reduzieren effektiv Verpackungsmüll, denn durch die Verwendung von Leporello- bzw. Endlospapier anstelle von Paletten voller Umschläge und Kartons reduziert sich der Papierverbrauch im Verpackungsprozess um 30 Prozent und spart zudem Lagerplatz und -kosten.

Der Verzicht auf Klebeband und Füllmaterial zum Ausfüllen von Leerräumen bringt weitere Materialeinsparungen. Gleichzeitig sinkt das Transportvolumen durch die effizienten Paketgrößen um 20 Prozent. Durch den Wegfall von Füllmaterial und ungenutztem Verpackungsraum finden rund 2.500 passgenau verpackte Produkte in einem Lkw Platz, der bisher 2.000 Pakete mit viel ungenutztem Raum transportiert hat. Dadurch erhöht sich die Arbeitsleistung eines einzelnen Lkw und die CO2-Emissionen pro Paket sinken ebenso wie die Transportkosten.

800 bis 1.000 Pakete kann eine Verpackungsmaschine für passgenaue Verpackungsautomatisierung in einer Stunde verpacken. Das entspricht der Arbeitsleistung von etwa 25 Fachkräften. Die Automatisierung des Verpackungsprozesses und die Effizienz des passgenauen Transports ermöglichen es Logistikunternehmen, ihre Fachkräfte dort einzusetzen, wo sie wirklich gebraucht und ihre menschlichen Qualitäten gefördert werden.

Klebstoff – eine nachhaltige und zuverlässige Lösung

Klebstoff ist nicht gleich Klebstoff. So bietet unter anderem das E-Com-Produktportfolio Technomelt von Henkel Schmelzklebstoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften, die auf die jeweiligen Verpackungsanforderungen des Retailers oder Fulfillment-Centers zugeschnitten sind. Ausgezeichnete thermische Stabilität, sehr hohe Kohäsion für Verpackungen mit hohen Rückstellkräften, eine niedrige Schmelztemperatur zur Energieeinsparung, oder eine biobasierte Formulierung zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks – das Portfolio berücksichtigt unterschiedliche Anforderungen und Schwerpunkte. Und das alles im Zeichen der Nachhaltigkeit: Die Klebstoffe sind vollständig kompatibel mit dem Papierrecyclingprozess bei Anwendung gemäß den Industriestandards des European Paper Recycling Council (EPRC).

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Eike Dominiak ist Business Development Manager E-Commerce Packaging EIMEA bei Henkel Adhesive Technologies.
(Bild: Henkel Adhesive Technologies)

Das Technomelt-Portfolio von Henkel ist von allen führenden Maschinen- und Dosiergeräteherstellern zertifiziert. „Wir arbeiten mit namhaften Herstellern von Verpackungsmaschinen zusammen, um sicherzustellen, dass unsere Klebstofflösung mit den gängigen automatisierten Verpackungsmaschinen kompatibel ist“, sagt Eike Dominiak, Business Development Manager E-Commerce Packaging bei Henkel Adhesive Technologies. Neben dem geringeren Materialverbrauch und Transportvolumen punkten die Klebstofflösungen mit kurzen Transportwegen zum Kunden. Da das Portfolio weltweit verfügbar ist, bleibt der CO2-Fußabdruck auch bei der Distribution gering.

Verpackungsautomatisierung erhöht die Liefersicherheit

Was beim Endverbraucher zu Hause ankommt, überzeugt nicht nur durch die maßgeschneiderte Verpackung und den Verzicht auf Füllmaterial. Neben dem geringeren Abfallaufkommen ist die Entsorgung der Pakete unkompliziert und umweltschonend, denn die Klebstoffe können bedenkenlos über den Papiermüll entsorgt werden. Passgenaue Verpackungsautomatisierung erhöht die Liefersicherheit von Händlern und Fulfillment-Centern und ermöglicht kundenorientierte Serviceleistungen wie Same-Day-Delivery. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die Kundenzufriedenheit, die Kundenbindung und die Markenwahrnehmung aus.

Passgenaue Verpackungsautomatisierung hilft Logistikunternehmen, ihre Kosten und ihren CO2-Fußabdruck nachhaltig zu reduzieren und gleichzeitig ihre Effizienz zu steigern. Ob im Lager, im Lkw oder zu Hause beim Endverbraucher – das maßgeschneiderte Verpacken begegnet vielfältigen Problemen mit eleganten Lösungen.

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„Natürlich ist die Anschaffung einer neuen Verpackungsmaschine zunächst eine Investition. Aber sie rechnet sich schnell, denn die optimierten Verpackungsgrößen sparen Material- und Transportkosten. Außerdem wird weniger Lagerplatz benötigt. Davon profitiert am Ende auch der Verbraucher. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, so  Eike Dominiak abschließend.