In andere Länder zu exportieren bedeutet, einiges zu beachten müssen: Zu groß sind die Hürden beim Versand ins Ausland und zu undurchsichtig ist der Vertrags- und Tarifdschungel der Logistikbranche. Und das Live-Tracking endet an der Grenze.
(Quelle: Parcel.One)
In andere Länder zu exportieren bedeutet, einiges zu beachten müssen: Zu groß sind die Hürden beim Versand ins Ausland und zu undurchsichtig ist der Vertrags- und Tarifdschungel der Logistikbranche. Und das Tracking endet an der Grenze. Das Retourenmanagement ist schon im inländischen Geschäft eine Herausforderung, international jedoch wirbelt es jede noch so gute Kosten-Nutzen-Rechnung durcheinander. Micha Augstein, Geschäftsführer von Parcel.One, klärt über die richtige Versandstrategie auf.
Diese Hürden nennen Online-Händler häufig, wenn sie auf die Chancen am internationalen E-Commerce angesprochen werden. Dabei sollten Händler gerade außerhalb der EU das besondere Potenzial weiterer Absatzmöglichkeiten nicht unterschätzen. Dort warten überproportional große Möglichkeiten und gigantische Märkte. Doch wie ist das denn nun mit den Gefahren und Risiken im Cross-Border-Versand?
Versand ins Ausland: passendes Shipping-Konzept umsetzen
Eine erfolgreiche Internationalisierungsstrategie zeichnet neben Marktstudien und Prozessoptimierung ein intensiv recherchiertes Shipping-Konzept aus. Daran fehlt es oft den meisten Akteuren. E-Commerce-Betreiber, die hier auf die Expertise eines professionellen Multi-Carriers vertrauen, machen grundsätzlich sehr viel richtig. Denn ein erfolgreiches E-Commerce definieren heute nicht nur Preis und Produktportfolio.
Die gesamte Customer Journey muss an all ihren Touchpoints bis ins letzte Detail stimmen. Und diese umfasst mittlerweile mehr als ein schickes Webdesign und eine überzeugende Usability. Zum emotionalen Kauferlebnis gehört ebenso der Pre- sowie After-Sales-Prozess. Zwar investieren Shop-Betreiber durchaus viel Zeit und Aufwand in eine Internationalisierungsstrategie, aber neben der korrekten Übersetzung des Shops sollten auch kulturelle und gesellschaftliche Besonderheiten berücksichtigt werden. Dabei kann die kundenorientierte Zustelllogistik ein entscheidendes Auswahlkriterium sein. Die „Last Mile Delivery“ sollte sich folglich immer an den länderspezifischen Wünschen der Kunden orientieren und ausrichten.
Händler schicken ihre Auslandssendungen mit unterschiedlichsten Dimensionen in das Parcel.One-Hub im hessischen Butzbach.
(Quelle: Parcel.One)
Barrierefreier Cross-Border-Versand
Die einzelnen Ladungen im Vertrags- und Tarifdschungel getrennt und individuell in die jeweiligen Zielländer zu versenden belastet neben dem eigenen Nervenkostüm die Liquidität. Dabei wäre es viel einfacher und auch ökonomischer, die verschiedenen Sendungen – mit Zielen in Europa und Übersee – zu einer einzigen Cargo-Einheit zusammenzupacken und anschließend das Routing einem externen Logistikexperten zu übergeben. Spezialisierte Shipping-Provider verfügen über das entsprechende Know-how beim Versand ins Ausland und über die nötigen Kapazitäten, Ressourcen und Netzwerke, um Auslandssendungen zentralisiert abwickeln zu können.
Versand ins Ausland per kundenorientierter Zustelllogistik
Die kundenorientierte Zustelllogistik ist mittlerweile ein entscheidender Umsatztreiber im E-Commerce. Daher sollte die Last Mile Delivery für Kunden so variabel wie möglich sein. Die großen Carrier wie beispielsweise DHL, Hermes, DPD oder UPS sind zwar allesamt international bestens positioniert und stellen auch global zu, doch (Online-)Händler dürfen niemals die emotionale Kraft nationaler oder lokaler Dienstleister unterschätzen: Die Expertise der Local Heroes garantiert nämlich das emotionale Liefererlebnis entsprechend der kulturellen Gewohnheiten und regionalen Standards im Zielland.
Italiener werden zum Beispiel gerne per SMS informiert. In Skandinavien ist die 2Shop-Variante eine populäre Bestellmethode. In Spanien dagegen ist die in Deutschland durchaus gängige Praxis der Nachbarschaftszustellung überhaupt nicht gerne gesehen. Die Privatsphäre ist dort ein eher sensibles Thema und die persönliche Annahme des Pakets selbstverständlich – und zwar zum vereinbarten Wunschtermin. Spanischen Kunden wird die bestellte Ware in vorher definierten Zeitfenstern stundengenau – inklusive Benachrichtigung – zugestellt.
Bei jeder Sendung entscheidet Parcel.One, welcher Dienstleister für das Zielland passt.
(Quelle: Parcel.One)
Im Reich der Mitte wiederum wird ähnlich wie in Skandinavien das „Click-&-Collect-System“ favorisiert. Da ist die Angabe der Telefonnummer fast wichtiger als Name und Anschrift des Empfängers. In China bekommt der Empfänger nämlich einen Anruf mit der Information, in welcher Packstation oder in welchem Laden die Sendung hinterlegt wurde. Genau diese feinen Details kennen die erwähnten Big Player häufig nicht. Sie sind nun mal keine Local Heroes. Außerdem sind die regionalen Dienstleister mitunter sogar schneller und günstiger. Multi-Carrier-Anbieter vertrauen deshalb auf die Expertise dieser lokalen Zustellpartner.
Stand: 16.12.2025
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Internationales Live-Tracking als besonderer Service
Ein funktionales Tracking-System beim Versand ins Ausland ist schon lange kein nice to have mehr. Heute erwarten Kunden ganz einfach Transparenz und relevante Informationen zum Bestellstatus. Im Inland reißen Trackingdaten niemanden mehr von den Stühlen. International sind (Live-)Tracking-Daten jedoch ein besonderer Service für den Kunden. Neben naheliegenden Problemen wie Gesetzeslage und Zollrichtlinien sind bei Auslandslieferungen auch Sprache und weiterführende Tracking-Daten für beide Parteien entscheidende Merkmale.
Die Vergabe von fixen Tracking-Nummern ist einfach und effizient. Diese sind einmal gelabelt, auch bei internationalen Sendungen, und für alle involvierten Zustellpartner gleichbleibend. Zudem werden die aktuellen Tracking-Details in die Landessprache des Zielmarktes übersetzt. Informationen und Trackingdaten werden so bei internationalen Warenlieferungen für den Empfänger transparent kommuniziert.
Der Logistikprozess ist ein entscheidender Moment entlang der gesamten Customer Journey. Online-Händler sind daher gut beraten, hier auf die länder- und zustelllogistikspezifische Expertise eines Multi-Carriers zu vertrauen. Denn dieser organisiert den gesamten Logistik-Prozess durch den Cross-Border-Dschungel bis hin zur letzten Meile. Die Kombination von regionalen und lokalen Lieferunternehmen beschleunigt hierbei den Transport-Workflow. Zudem reduzieren konsolidierte Lieferleistungen auch das vermeintliche Risiko, dass internationale Shipping-Protokolle zu kompliziert oder kostenintensiv ausfallen.
Micha Augstein ist Gründer und Geschäftsführer von Parcel.One.
(Quelle: Parcel.One)
Über den Autor: Micha Augstein ist Gründer und Geschäftsführer bei Parcel.One, dem Logistikdienstleister für den grenzüberschreitenden Online-Handel. Seit 2006 investiert er in verschiedene Logistiklösungen und baut Unternehmen auf. Zuvor war er im Großhandel für verschiedene Fashion-Marken tätig.