Versandverpackung Wie Onlinehändler Reklamationen vermeiden

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Für eine hohe Kundenzufriedenheit sollten Onlinehändler nicht nur auf Qualität und eine unkomplizierte Kaufabwicklung achten, sondern auch die Versandprozesse im Blick behalten. Wie Händler Transportschäden und Reklamationen durch eine optimale Versandverpackung vorbeugen können.

(Bild:  BB-Verpackungen)
(Bild: BB-Verpackungen)

Wie jedes Unternehmen bestätigen kann, gibt es im Geschäftsalltag eine goldene Regel: Kundenzufriedenheit ist das A und O. Wer den Bedürfnissen seiner Kundschaft gerecht werden möchte, muss nicht nur mit Qualität, sondern auch mit Zuverlässigkeit überzeugen. Für Onlinehändler stellen daher nicht nur Gestaltung und Beschaffenheit ihrer Produkte wichtige Faktoren dar, sondern vor allem auch, ob diese unbeschadet an ihrem Zielort ankommen. Wie Onlinehändler durch optimierte Versandprozesse Bruch und Reklamationen effektiv vorbeugen können und welche Feinheiten es bei der Versandverpackung zu beachten gilt. 

Versandverpackung: Hauptsache aus Karton

Jens Mühlenbruch ist Vertriebs- und Projektentwickler bei der BB-Verpackungen GmbH.(Bild:  BB-Verpackungen)
Jens Mühlenbruch ist Vertriebs- und Projektentwickler bei der BB-Verpackungen GmbH.
(Bild: BB-Verpackungen)

Ehe ein Paket in den Versand geht, stellt sich die Frage nach der passenden Versandverpackung. Jens Mühlenbruch, Vertriebs- und Projektentwickler bei dem Full-Service-Dienstleister BB-Verpackungen GmbH, erklärt: „Gegenüber mechanischen Beschädigungen wie Stößen, Kratzern und Feuchtigkeit bildet die äußere Verpackung die erste Schutzschicht. Für einige Warengruppen, wie zum Beispiel Textilien, geht der Trend momentan eher zu materialsparenden Versandbeuteln aus Papier oder Kunststoff. Um das Risiko transportbedingter Schäden zu vermeiden, empfiehlt es sich bei empfindlicheren Gütern jedoch, Kartons oder stabile Versandtaschen zu verwenden.“

Gegenüber Papier und Folie weist Kartonage eine deutlich höhere Reiß- und Stoßfestigkeit auf. Je nach Variante gilt es aber auch hier Unterschiede zu beachten: „In der Regel bestehen Versandkartons aus Wellpappe. Diese zeichnet sich durch eine mehrlagige Verbindung aus glattem und gewelltem Papier aus, wodurch sie nicht nur über ideale Dämmeigenschaften verfügt, sondern auch Erschütterungen optimal abfängt. Wie viele Schichten beziehungsweise Wellen die Pappe aufweist, entscheidet über Stabilität und Widerstandsfähigkeit des Kartons“, erläutert der Verpackungsexperte. Einwellige Ausführungen überzeugen vor allem durch ihr geringes Gewicht bei verhältnismäßig guter Stoßabsorption – sie eignen sich ideal für leichte Waren. Mehrwellige Kartons bieten eine gute Stapelfähigkeit und schützen außerdem auch schwere Versandgüter zuverlässig. 

Versandverpackung: Von staubfrei bis kompostierbar

Für den Transportschutz ist nicht nur der Karton, sondern auch die passende Polsterung entscheidend.(Bild:  BB-Verpackungen)
Für den Transportschutz ist nicht nur der Karton, sondern auch die passende Polsterung entscheidend.
(Bild: BB-Verpackungen)

Entscheidend für die sichere Ankunft beim Empfänger ist neben der Wahl des passenden Kartons auch der Faktor Polsterung. Damit die versendete Ware nicht verrutscht und so beim Handling des Pakets beschädigt wird, bedarf es adäquaten Polstermaterials. „Hier kommt es vor allem darauf an, was versendet werden soll. Medizinische oder pharmazeutische Produkte benötigen oftmals staubfreien Transportschutz, sodass sich in solchen Fällen Lösungen aus Kunststoff wie zum Beispiel Luftpolsterfolie oder Luftkissen anbieten“, weiß Jens Mühlenbruch. Diese sparen nicht nur Material, sondern auch Gewicht, was sich positiv auf die Kosten auswirkt. 

Medizinische oder pharmazeutische Produkte benötigen oftmals staubfreien Transportschutz, sodass sich in solchen Fällen Lösungen aus Kunststoff wie zum Beispiel Luftpolsterfolie oder Luftkissen anbieten.

Jens Mühlenbruch

„Wer besonders umweltfreundlich versenden möchte, greift zum Auspolstern zu Produkten aus recyceltem Altpapier wie Rollenwellpappe oder Papierpolstersystemen. Sie weisen zudem den Vorteil auf, dass sie zusätzlichen Schutz gegen Vibrationen und Erschütterungen bieten“, ist der Experte überzeugt. Ebenfalls sehr leicht und unkompliziert im Gebrauch zeigen sich Verpackungschips. „Mittlerweile erfolgt die Fertigung überwiegend aus Maisstärke, wodurch sie einfach im Biomüll entsorgt oder sogar kompostiert werden können. Aufgrund ihrer antistatischen Eigenschaft eignen sich Verpackungschips sehr gut für den Versand von Elektronik, aber auch Zerbrechliches wie Glas oder Keramik schützen sie effektiv“, so Jens Mühlenbruch.

Warnetiketten sind wichtig: Vorsicht, Glas!

Apropos Zerbrechliches: Damit Versanddienstleister mit der gebotenen Vorsicht vorgehen, erweist es sich für Onlinehändler als essenziell, betreffende Pakete zu kennzeichnen. Zu diesem Zweck empfiehlt es sich, Warnetiketten gut sichtbar auf den Sendungen aufzubringen. Wahlweise lässt sich dafür auch entsprechend bedrucktes Klebeband verwenden. Wer die Tipps befolgt, also passender Karton, geeignetes Polster und deutliche Kennzeichnung, hat beste Chancen, dass die Ware unversehrt am Ziel ankommt. Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch mal etwas kaputtgehen, gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren und die Reklamation so reibungslos wie möglich abzuwickeln, damit die Kunden am Ende dennoch rundum zufrieden sind.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung