Lagerbestände und Umsatzeinbrüche Weihnachts-Shopping: Der Handel steht unter Druck

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Verbraucher shoppen vorsichtiger, der Handel sorgt sich um Lagerbestände und Umsatzeinbrüche. Was sind die Erwartungen für das Weihnachts-Shopping in Deutschland in diesem Jahr?

(Bild:  Ashi / Adobe Stock)
(Bild: Ashi / Adobe Stock)

Wenn man wissen will, wie es im Handel läuft, dann lohnt sich häufig ein Blick über den Atlantik. Ob Black Friday oder Cyber Monday – die USA wissen, wie das Weihnachts-Shopping in Schwung kommt. Und die Lage in den Vereinigten Staaten ist gibt eine klare Indikation für Deutschland.

Mit der „Supply Chain Confidence Survey 2024“ hat Manhattan Associates untersucht, wie sich das Verbraucherverhalten in den USA entwickeln wird und welche Herausforderungen der Handel zu meistern hat. Die Ergebnisse: Verbraucher geben ihr Geld vorsichtiger aus und der Handel sorgt sich um Lagerbestände und Umsatzeinbrüche.

Weihnachts-Shopping: Handel in Sorge

Auch in den USA haben laut Manhattan Associates Preissteigerungen und Inflation die Verbraucher in den letzten Jahren hart  getroffen und führen dazu, dass sie in der Vorweihnachtszeit weniger Geschenke kaufen , nach preiswerteren Optionen suchen und nach Sonderangeboten Ausschau halten werden. Dennoch erwarten 75 Prozent der befragten Verbraucher, dass sie in diesem Jahr insgesamt mehr für ihr Weihnachts-Shopping ausgeben werden als im vergangenen Jahr.

Viele starteten darüber hinaus mit ihren Einkäufen bereits im Oktober und November (57 Prozent) und damit deutlich früher als sonst, um die Ausgaben zu verteilen und von Angeboten profitieren zu können. Mehr als 40 Prozent der Verbraucher werden den größeren Teil ihrer Einkäufe online tätigen.

Da in Deutschland Neuwahlen bevorstehen, ist auch dieser Punkt interessant: In den USA zeigte die zum Umfragezeitpunkt noch bevorstehende Präsidentenwahl Einfluss auf das Einkaufsverhalten: Fast  ein Viertel der Verbraucher gab an, dass sie weniger ausgeben wollen, wenn der von ihnen bevorzugte Kandidat verliert.

Schwierige Liefersituation

Trotz aller Vorbereitungen auf die vorweihnachtliche Hochsaison: Die Lagerbestände stellen den Handel in den USA vor große Herausforderungen. Die Mehrheit der Einzelhändler (87 Prozent) hat zwar bereits Maßnahmen ergriffen, damit Trend-Produkte während der Peak-Saison verfügbar sind.  Dennoch ist die Sorge groß, ob der Lagerbestand ausreicht – das sagen 40 Prozent der Händler

Neben der Befürchtung, ob die Lagerbestände im Moment des Peaks ausreichen, geht in den USA auch die Sorge vor Umsatzeinbrüchen um. Fast 70 Prozent der Führungskräfte im Bereich Handel und Lieferketten-Management sehen negative wirtschaftliche Veränderungen als größere Bedrohung an – noch vor geopolitischer Instabilität oder Infrastrukturproblemen. 

„Die wirtschaftliche Situation in Deutschland ist angespannt, Neuwahlen stehen unmittelbar bevor: Auch hier schauen Verbraucher genau auf das Angebot, vergleichen Preise“, so Sebastian Kirbus, Principal  Solutions Consultant bei Manhattan Associates. „Aber sie hören nicht auf zu konsumieren, denn Weihnachten ist der willkommene Rückzug ins  Private und Familiäre, wo man es sich gut gehen lässt.“

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