In einer Welt voller Zeitdruck und dem Wunsch nach gesunder Ernährung sind Kochboxen für viele Menschen ein Rettungsanker im Alltag. Für die Anbieter stecken in der Lebensmittel-Logistik erhebliche Herausforderungen. HelloFresh gewährt Einblicke zur Optimierung der internen Planungs- und Lieferprozesse.
(Bild: HelloFresh)
Was machen wir heute zu essen? Die Frage aller Fragen, die sich eine Vielzahl an Menschen jede Woche, wenn nicht sogar täglich, stellt. Laut der letzten Zeitverwendungserhebung (ZVE) 2022 des Statistischen Bundesamtes verbringen deutsche Verbraucher im Durchschnitt über neun Stunden pro Woche mit Einkaufen, der Zubereitung von Mahlzeiten, sowie Hausarbeit in der Küche. Kombiniert mit einem Mangel an Inspiration führt das bei vielen dazu, jede Woche das Gleiche zu essen oder viel Geld für – oftmals ungesunde – Essensbestellungen auszugeben.
Deshalb stellen sei über zehn Jahren Kochboxen eine Alternative dar. Flexibel und schnell kann in den meisten Fällen wöchentlich aus einer Vielzahl an Gerichten gewählt werden. Sowohl die Rezepte, als auch die benötigten Zutaten, werden direkt nach Hause geliefert und ersparen den Verbrauchern dadurch Zeit und Stress. Die Kochboxen treffen dabei jeden Geschmack, seien es bestimmte Länderküchen, Essensgewohnheiten oder Unverträglichkeiten: Das Repertoire der Lebensmittel-Logistik lässt keine Wünsche unerfüllt und die Kochboxen bringen eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung direkt an die Haustüre.
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Lebensmittel-Logistik: Auf steigende Nachfrage reagieren
Einer der dynamischsten Online-Märkte Deutschlands ist jener für alltägliche Konsumprodukte. Zuletzt haben 2023 rund 5,31 Millionen Personen Lebensmittel in Online-Shops gekauft. Eine in den letzten Jahren steigende Nachfrage innerhalb der Lebensmittel-Logistik, die sich auch auf den Trend der Kochboxen überträgt. Knapp neun Prozent der Deutschen kaufen Lebensmittel und Kochboxen bereits online. Die Spitze dieses Online-Marktes bildet innerhalb Europas die niederländische Bevölkerung mit 25 Prozent.
Mit der steigenden Nachfrage geht aber auch ein wachsender Druck auf die Transportplanung einher. Nicht nur die Anzahl der Lieferungen ist gestiegen, sondern auch die Komplexität der Lieferzeiten und die Auslieferungsgebiete der Anbieter. Um dabei den gewünschten Qualitätsstandard beizubehalten und die letzte Meile so kundenfreundlich wie möglich zu gestalten, setzen die Anbieter vereinzelt auf eigene Transportflotten. Um sowohl diese zusätzlichen Komplexitäten als auch das steigende Volumen zu unterstützen, müssen Unternehmen der Lebensmittel-Logistik neue Maßnahmen für ihre Planung ergreifen.
Maßgeschneiderte Softwarelösung für die Lebensmittel-Logistik
Lebensmittel-Logistik
(Bild: HelloFresh)
Der wohl bekannteste Kochbox-Anbieter ist HelloFresh, ein Teil der Food-Solutions-Gruppe HelloFresh SE. Im Vergleich zu dem Push-Prinzip traditioneller Supermärkte setzt HelloFresh auf das Pull-Prinzip. Sprich das Unternehmen kauft nur das ein, was seine Kunden im Vorfeld bestellt haben und liefert direkt an die Verbraucher. Daraus ergebt sich, laut der letzten Lebenszyklus-Analyse von HelloFresh, im Vergleich zu traditionellen Supermärkten eine allgemein geringere Umweltbelastung: Eine durchschnittliche HelloFresh-Mahlzeit verursacht im weltweiten Durchschnitt 25 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als die gleiche Mahlzeit, wenn diese mit Zutaten aus einem traditionellen Supermarkt zubereitet wird.
Mit insgesamt 18 Märkten auf drei Kontinenten, ist HelloFresh weltweit tätig. Innerhalb der Lebensmittel-Logistik betreibt der Anbieter die größte aktiv gekühlte Elektroflotte Europas, mit zahlreichen Verteilzentren und verschiedenen Lieferfenstern für seine Kunden. Um dieses Puzzle aus einer großen Flotte, einer Vielzahl an Verteilungszentren, sowie dem Kundenvolumen zu lösen, war die Benelux-Niederlassung auf der Suche nach einem zuverlässigen Partner, der eine optimale Routenplanungslösung für effiziente und kostengünstige Lieferungen bietet. Fündig wurde der Kochbox-Anbieter bei PTV Logistics mit der Software zur Tourenoptimierung OptiFlow.
Drei Vorteile für die Lebensmittel-Logistik bei HelloFresh
1. Automatisierung in der Lebensmittel-Logistik: Der Algorithmus hinter OptiFlow verarbeitet weitestgehend automatisiert bis zu 100.000 Bestellungen innerhalb eines Planungsprozesses in nur dreißig Minuten zu einem zuverlässigen Plan. Dadurch bleibt den Planern mehr Zeit, an Initiativen zur Verbesserung der Lieferservice, oder strategischen Szenarioplanungen zu arbeiten, um zu sehen, wie wir das Liefernetzwerk weiter optimiert werden kann.
2. Cloud-basierte Lösung: Der leistungsfähige Algorithmus ist vollständig cloudbasiert, wodurch keine lokalen Server benötigt werden und das Installieren und Updaten der Software wegfällt. Außerdem ermöglicht es den Mitarbeitenden von zu Hause zu arbeiten, was das Unternehmen als Arbeitgeber attraktiver macht.
3. Best-in-Class-Performance: Als optimale Softwarelösung hat sich OptiFlow aufgrund seines einzigartigen Algorithmus, einfacher Handhabung und realistischer Planung gegen die Mitbewerber am Markt durchgesetzt. Außerdem wurde die Software mit einem ISO-Zertifikat für seinen hohen Qualitätsstandard ausgezeichnet.
Stand: 16.12.2025
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Integration der neuen Software
Nachdem die Benelux-Niederlassung von HelloFresh bereits mehrere Jahre den Route Optimiser von PTV Logistics verwendet hat, ist das Unternehmen 2019 auf OptiFlow umgestiegen. Mit dieser Anpassung konnten die Kosten direkt mit der ersten Implementierung um sieben Prozent gesenkt werden. Die Integration in die bestehende Infrastruktur ging rasch voran: “Die Software funktioniert gut, ist intuitiv und die Benutzeroberfläche ist klar. Nach nur einem Tag Schulung war mein Team in der Lage, mit OptiFlow unsere ersten Lieferpläne zu erstellen“, erklärt Jasper van Dooijeweert, Associate Director of Transport Planning bei HelloFresh Benelux.
Die prognostizierte logistische Verbesserung hat sich bei der Inbetriebnahme der Software nicht nur als realisierbar, sondern sogar höher als vorhergesagt herausgestellt. Die Funktionen der neuen Software ermöglichen es HelloFresh, zusätzlich zur Planung von Fahrten von A nach B, seine Kapazitäten optimal auf die Verteilerzentren zu skalieren.
Senkung der Transportkosten um 16 Prozent
HelloFresh konnte durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen die CO2-Emissionen senken.
(Bild: HelloFresh)
Die perfekte Planung ist nur so lange hilfreich, solange sie auch ausgeführt werden kann: 93 Prozent der Lieferungen von HelloFresh kommen dank der neuen Software innerhalb von 30 Minuten der geplanten Zeitfenster bei den Verbrauchern an. Mit der Implementierung von OptiFlow konnten zudem die Kosten rapide gesenkt werden. „Durch unsere fortlaufende Partnerschaft mit PTV Logistics in den letzten vier Jahren sparen wir nun 16 Prozent unserer Transportkosten ein. Dieses bemerkenswerte Resultat ist den kontinuierlichen Verbesserungen des Produkts zuzuschreiben, die es uns ermöglichen, ein erhöhtes Auftragsvolumen effizient zu verwalten, während wir unser Lieferserviceangebot für unsere Kunden weiter verbessern“, ergänzt Jasper van Dooijeweert.
Senkung der CO2-Emissionen durch Elektrofahrzeuge
Die Einsparungen sind vor allem auf die geringeren Fahrstunden, gefahrenen Kilometer und die gesunkene Anzahl der benötigten Fahrzeuge aufgrund der besseren Auslastung zurückzuführen. Die gefahrenen Kilometer durch HelloFresh wurden um 20 Prozent reduziert, was sich positiv auf die Nachhaltigkeit und die Senkung der CO₂-Emissionen von HelloFresh auswirkt. Die Optimierungen in der Planung vereinfachen für HelloFresh auch die Nutzung grüner Energie, da die Reichweite und Aufladung in der Routenplanungs-Software berücksichtigt werden. Dadurch konnte der Kochbox-Anbieter die Anzahl der mit erneuerbarer Energie betriebenen Elektrofahrzeuge für die Benelux-Niederlassung signifikant erhöhen. 2023 waren durchschnittlich 72 Prozent der Lieferungen emissionsfrei, wohingegen es im Jahr 2022 erst 48 Prozent und 2021 nur zehn Prozent waren. Damit, und vor allem dank der Optimierungen durch OptiFlow, ist HelloFresh bestmöglich für zukünftiges Wachstum gerüstet.
Dr.-Ing. Steven de Schrijver ist CEO von PTV Logistics und ehemaliger CEO von Conundra. Sein unternehmerischer Geist führte ihn 2012 zur Gründung von Conundra, das 2022 von PTV Logistics übernommen wurde. Mit über 25 Jahren Erfahrung in Logistik und Supply-Chain-Optimierung ist de Schrijver auch ein gefragter Berater auf EU-Vorstandsebene. PTV Logistics bietet Lösungen zur Planung, Berechnung und Optimierung von Routen, um Zeit und Kosten zu sparen.