Beim Onlineshopping gilt der Checkout-Prozess als einer der wichtigsten Bestandteile, denn er ist die letzte Hürde, bevor Besucher zu Kunden werden. Viele Unternehmen nutzen dafür das freie WordPress-Plugin WooCommerce.
(Quelle: monticello/shutterstock)
Es bietet die grundlegendsten Einstellungen sowie eine Vielzahl verschiedenster kostenfreier und kostenpflichtiger Plugins, die dabei helfen, den Checkout-Prozess ganz nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten.
Was es für einen erfolgreichen WooCommerce-Onlineshop braucht
Standardgemäß verfügt das WooCommerce-Plugin über folgende Unterseiten:
Shop mit Übersicht über die Produkte
Warenkorb
Kasse
Kundenkonto mit der Bestellübersicht
Um den Onlineshop weiterhin zu optimieren, empfiehlt es sich, auf zusätzliche Erweiterungen zurückzugreifen. Dabei gilt es darauf zu achten, die Bedürfnisse der Kunden sowie die Intention des Shops im Blick zu behalten. Die besten werden hier einmal zusammengefasst:
WooCommerce Checkout Field Editor: Mithilfe dieses Plugins lassen sich benutzerdefinierte Felder im Checkout-Prozess hinzufügen. Damit können Kaufabbrüche verhindert werden.
WooCommerce Direct Checkout: Dieses Plugin sorgt für einen beschleunigten Bezahlvorgang. Dadurch wird der Einkaufswagen übersprungen und die Kunden gelangen direkt zum Checkout.
WooCommerce Boost Sales: Das Cross-Sell-Plugin sorgt dafür, dass den Kunden weitere Artikel vorgeschlagen werden, die die bereits ausgewählten Artikeln ergänzen oder besonders gut zu ihnen passen.
WooCommerce Multistep Checkout: Bei diesem Plugin wird der Checkout-Prozess in mehrere, separate Schritte aufgeteilt. Dafür lassen sich verschiedene Layouts verwenden.
WooCommerce Abandoned Cart E-Mail Reminder: Viele Kunden lassen ihre Ware über einen längeren Zeitraum im Warenkorb liegen. Mit diesem Plugin werden Follow-up E-Mails an die Kunden gesendet, um sie an den vorhandenen Warenkorb zu erinnern oder zusätzliche Gutscheine anbietet.
WooCommerce Checkout: Mit den richtigen Zahlungsgateways Kaufabbrüche verhindern
Im WooCommerce-Checkout-Prozess wird zwischen umleitenden und direkten Gateways unterschieden. Bei dem Umleitungsgateway wird der Kunde zum Bezahlen auf eine externe Seite umgeleitet. In der Regel wirkt es jedoch vertrauenswürdiger, wenn der Kunde den eigentlichen Shop nicht verlassen muss.
Standardgemäß bietet das WooCommerce-Plugin die Bezahloptionen Banküberweisung, Scheckzahlungen, Zahlungen per Nachnahme und PayPal an. Hier sind einige beliebte Zahlungsoptionen jedoch nicht dabei. Dazu gehören folgende:
(Bild: Mollie)
Hier empfiehlt sich, die beliebtesten Zahlungsoptionen zusätzlich hinzuzufügen, um hohe Absprungraten zu vermeiden. Um weitere Kaufabbrüche zu verhindert, gilt es, Zahlungsgateways zu wählen, die Transaktionen mit möglichst vielen Ländern abdecken. Shopbetreiber sollten jedoch im Voraus überprüfen, wo die meisten Kunden herkommen und welche die beliebtesten Zahlungsmethoden in diesen Ländern sind. Mehrere, aufeinander abgestimmte Gateways im WooCommerce-Checkout-Prozess zu nutzen, ist die beste Lösung, um möglichst viele Kunden und deren Bedürfnisse abzudecken.
Die 3 wichtigsten Fragen für WooCommerce-Händler
Wann ist WooCommerce das richtige Shopsystem für mich?
Die Open-Source-Lösung eignet sich insbesondere für Unternehmen, die einen Onlineshop betreiben, welcher produkt- und kundenfokussiert agiert, ohne dabei komplexe Features zu beinhalten.
Welchen deutschen Vorschriften muss mein Onlineshop entsprechen?
Der deutsche Markt ist sehr speziell und unterliegt verhältnismäßig strengen Regulationen zum Schutz der Verbraucher. Daher empfiehlt sich die Anwendung eines passenden Plugins, wie zum Beispiel Germanized. Es erweitert WooCommerce um für den deutschen Markt wichtige Funktionalitäten und sorgt so für eine höhere Conversion und weniger Kaufabbrüche.
Wird sich WooCommerce in Zukunft als Shopsystem bewähren?
Da die Hersteller das Plugin kontinuierlich weiterentwickeln, sind die Voraussetzungen für WooCommerce sehr gut. Auch das Ökosystem um WooCommerce herum, wie Themes und Plugins, wächst stetig. „Dennoch gibt es Risiken, z. B. die Marktmacht von Amazon und Co., die es kleineren Händlern schwer macht, sich zu behaupten. „Ich denke und hoffe, dass es auch in Zukunft ein funktionierendes Netz verschiedener, unabhängiger Anbieter gibt und das Open Internet Bestand hat.“, so der Experte Dennis Nissle von vendidero. Bei vendidero handelt es sich um Spezialisten für WooCommerce in Deutschland.
(Vanda Astfäller Sales Lead DACH, Mollie.Bild: Mollie)
Die Autorin Vanda Astfäller leitet das Sales Team für die DACH-Region bei Mollie. Dank ihrer Expertise im Bereich von Fintech, Payment und E-Commerce hilft sie Onlinehändlern dabei, ihren Onlineshop zu optimieren und Conversions mit dem richtigen Zahlarten-Angebot zu steigern. Zuvor war Vanda 9 Jahre bei der Wirecard GmbH, wo sie zuletzt als Head of Sales ein großes Team geleitet hat.
Stand: 16.12.2025
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