Aufwendiger Zahlungsprozess Zu komplizierter Check-out? Dann brechen deutsche Online-Käufer an der Kasse ab

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Ist beim Online-Shopping der Check-out, also die virtuelle Kasse, zu kompliziert – dann ist der Kunde weg. Laut Mastercard brachen 2024 mehr als 56 Millionen Deutsche Online-Einkäufe an der Kasse ab.

(Bild:  Thawatchai Images / Adobe Stock)
(Bild: Thawatchai Images / Adobe Stock)

Wenn der Check-out, also der Zahlungsprozess, beim Online-Shopping zu kompliziert ist, dann lässt der Deutsche den Einkauf lieber sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Zahlungsdienstleisters Mastercard. Demnach brachen im vergangenen Jahr mehr als 56 Millionen Verbraucher in Deutschland  Online-Einkäufe an der Kasse ab, weil der Check-out als zu aufwendig empfunden wurde. 

Check-out als Frustrationsquelle

Vor allem das manuelle Eingeben persönlicher Daten ist laut der Studie eine der größten Quellen für Frustration. So geben vier von fünf deutschen Online-Shopper ihre 16-stellige Kreditkartennummer von Hand ein – und 90 Prozent tippen nach wie vor ihre komplette Adresse ein. Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) empfindet dies als umständlich – vor allem bei Orten mit langen Namen.

Weitere Ergebnisse der Mastercard-Studie:

  • Zeit ist Geld: Der durchschnittliche deutsche Verbraucher tätigte 56 Online-Einkäufe im Jahr 2024 und verbrachte dabei mehr als drei Tage mit Recherche- und Kaufprozessen. Der Zeitaufwand für manuelle Eingaben,  beispielsweise von Zahlungs- und Adressdaten, summiert sich auf mehr als zwei Stunden pro Jahr.
  • Skepsis bei Kartendetails: 42 Prozent der Verbraucher speichern ihre Kartendaten nur bei großen Online-Händlern.  56 Prozent speichern sie nur bei Shops, die sie häufig nutzen.  
  • Datenschutzbedenken:  87 Prozent der Online-Käufer ärgern sich über die Abfrage unnötiger persönlicher Informationen.  44 Prozent befürchten, bereits zu viele Daten mit Unternehmen geteilt zu haben.   
  • Konten-Chaos: 11 Prozent der Verbraucher wissen nicht, wie viele Online-Konten sie besitzen.  49 Prozent haben inaktive „Zombie-Konten“, die Sicherheitsrisiken bergen können.  
  • Vertrauen in Sicherheit: 73 Prozent der Verbraucher vertrauen Zahlungsanbietern, 71 Prozent Banken. Nur 27 Prozent vertrauen sozialen Netzwerken, 35 Prozent Einzelhändlern mit Sitz im Ausland.   

Online-Shopper sehen vor allem Komfort als Priorität. So gaben 14 Prozent der 25- bis 34-jährigen Befragten an, dass sie einen Einkauf abbrachen, weil sie ihre Kartendaten nicht parat hatten – verglichen mit nur 5 Prozent der über 55-jährigen.

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