Nutzfahrzeuge Zukunft der Logistik: Der eTruck setzt Maßstäbe für die Elektromobilität

Ein Gastbeitrag von Michael Voll 2 min Lesedauer

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Der eTruck erobert den Güterverkehr. Nutzfahrzeughersteller investieren massiv in Technik, Produktion und Beratung – damit bis 2030 etwa jeder zweite Lkw mit Zero-Emission-Antrieb ausgeliefert wird.

(Bild:  © Fox_Dsign/stock.adobe.com)
(Bild: © Fox_Dsign/stock.adobe.com)

Seit Jahren nimmt die Elektromobilität in Europa immer mehr an Fahrt auf. So kamen batterieelektrische und Hybrid-Pkws  im Jahr 2024 in der EU auf einen Marktanteil von 44,5 Prozent. Auch bei den  Bussen ist der Umstieg auf die klimafreundlichen Antriebe in vollem Gang –  hier erreichen die batterieelektrischen  und die Hybridantriebe bereits 28,3 Prozent . Elektrische Lkw hatten vergangenes Jahr hingegen erst einen Marktanteil von 2,3 Prozent. Aber das dürfte sich  schnell ändern, denn MAN Truck & Bus  ist davon überzeugt: 2025 wird das Jahr  des eTrucks sein.

Das Interesse der Kunden spricht eine deutliche Sprache: Allein MAN liegen europaweit rund 2.800 Bestellanfragen und Bestellungen für neue Elektro-Lkw vor. Die ersten Exemplare wurden bereits an Logistik-Konzerne wie DB Schenker und Dachser ausgeliefert. Sie können nun im  harten Alltag zeigen, dass batterieelektrische Antriebe auch im Güterverkehr absolut praxistauglich sind – was die elektrifizierten Stadtbusse schon seit fünf Jahren tun.

Hochvolt-Batteriepacks für LKWs

In den Umstieg auf elektrische Antriebe wird viel investiert. Das neueste Highlight ist die Batteriefertigung im MAN-Traditionswerk Nürnberg: Ab April 2025 werden dort auf 17.000 Quadratmetern mit modernsten Produktionsmethoden Hochvolt-Batteriepacks industriell gefertigt – als erster Nutzfahrzeughersteller in Deutschland. In einer ersten Ausbaustufe werden bis zu 50.000 Batterien pro Jahr gebaut, bis 2030 könnte die Zahl auf 100.000 steigen. Dafür wurden rund 100 Millionen Euro investiert.

Aber nicht nur für die Nutzfahrzeughersteller, auch für unsere Kunden bedeutet die Umstellung auf elektrische Antriebe eine neue Herausforderung, die viele Fragen aufwirft. Denn eTrucks müssen nahtlos in die bestehenden Logistikketten integriert werden. Für Fernverkehrseinsätze bedeutet das: Das Zusammenspiel von Reichweite auf der einen und den Ruhezeiten der Fahrer auf der anderen Seite muss stimmen: eTrucks müssen einerseits genügend Reichweite bieten, um ohne Unterbrechung von Schichtbeginn bis zur ersten Ruhepause von 45 Minuten sorgenfrei fahren zu können. Zugleich muss die Ladezeit an der Raststätte kurz genug sein, damit der eTruck während der Pause wieder aufgeladen werden kann.

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