Milliarden-Umsätze Amazon-Studie: Der Secondhand-Onlinemarkt boomt

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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Der Secondhand-Handel in Europa boomt: Mehr als zwei von drei europäischen Verbrauchern kaufen inzwischen Secondhand-Artikel – so wurden 2024 über eine Milliarde Neuanschaffungen vermieden.

(Bild:  © KRISTINA KUPTSEVICH/stock.adobe.com)
(Bild: © KRISTINA KUPTSEVICH/stock.adobe.com)

Die aktuelle Studie „Second Chance Impact Report“ des Centre for Economics Business Research (CEBR) im Auftrag von Amazon zeigt: Secondhand wird immer beliebter. Der Onlinemarkt für gebrauchte und retournierte Produkte in Europa hat ein Volumen von 21,6 Milliarden Euro. Die Studie prognostiziert zudem ein Wachstum dieses Markts von 2 Milliarden Euro bis Ende dieses Jahres. Der boomende Secondhand-Onlinehandel hat allein im Jahr 2024 geschätzte 4,4 Milliarden Euro zur deutschen Wirtschaftsleistung beigetragen.

Bei Amazon in Deutschland und Europa hat die Kundennachfrage nach Secondhand-Artikeln vergangenes Jahr zu einem Umsatz von über 2 Milliarden Euro geführt – ein Plus von 9 Prozent  gegenüber 2023.

Secondhand-Artikel umfassen gebrauchte Produkte, geöffnete, aber unbenutzte Retouren sowie generalüberholte Artikel – also gebrauchte Waren, die professionell geprüft, gereinigt und instandgesetzt wurden, um ihnen eine nahezu neuwertige Qualität zu verleihen.

Secondhand-Markt in Deutschland

Die Studie kam zudem zu dem Ergebnis, dass 86 Prozenmt der unter 34-Jährigen in Deutschland mittlerweile Secondhand-Produkte kaufen. Bei den über 55-Jährigen sind es 53 Prozent. Zudem sind 39 Prozent der Verbraucher nicht mehr der Meinung, dass Neuware grundsätzlich besser ist als Gebrauchtware.

Die durchschnittlichen monatlichen Ausgaben für Secondhand-Artikel, die online erworben werden, sind in den letzten fünf Jahren um 39 Prozent gestiegen: von 84,70 € auf 118,20 Euro. Führend bei diesem Trend in Deutschland sind Kleidung (52 Prozent), kleine Haushaltsgeräte (39 Prozent) sowie Smartphones und Tablets (35 Prozent).

In Deutschland treiben vor allem jüngere Käufer den Wandel hin zum Secondhand-Kauf voran. Gleichzeitig zeigt die Studie: Trotz positiver Wachstumsaussichten – der Online-Secondhand-Markt soll hierzulande bis 2030 auf 6,8 Milliarden Euro anwachsen – bleibt das Verbraucherbewusstsein dem tatsächlichen Kaufverhalten noch voraus. Damit das Potenzial voll ausgeschöpft werden kann, müssten Händler bestehende Hürden abbauen – etwa Bedenken hinsichtlich des Produktzustands (37 Prozent) und fehlender Garantie (37 Prozent).

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