Amazon Sustainability Accelerator: Wie die Förderung nachhaltiger Start-ups gelingt

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 4 min Lesedauer

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Für eine nachhaltigere Zukunft werden Innovationen und Akteure benötigt, die sie fördern. Und genau das hat sich der Amazon Sustainability Accelerator zur Aufgabe gemacht. Das Förderprogramm unterstützt innovative Start-ups aus Europa und deren Ideen. In Zusammenarbeit mit Amazon können die Jungunternehmer ihre Technologien weiterentwickeln und testen. Und erhalten jeweils eine finanzielle Unterstützung von bis zu 1,8 Millionen Euro.

Die Teilnehmer beim aktuellen Amazon Sustainability Accelerator.(Bild:  Amazon)
Die Teilnehmer beim aktuellen Amazon Sustainability Accelerator.
(Bild: Amazon)

„Ich freue mich sehr, dieses Jahr 15 ehrgeizige Start-ups beim Amazon Sustainability Accelerator begrüßen zu dürfen“, erklärt Zak Watts, der International Director für Sustainability bei Amazon. Das Programm von Amazon geht jetzt in die dritte Runde, wobei die 15 Teams in der vierwöchigen Accelerator-Phase Unterstützung von Experten bei Amazon bekommen. Im Zentrum steht die Skalierung der Geschäftsmodelle. Dafür nehmen die Start-ups an unterschiedlichen Workshops teil. Zudem erhalten sie individuelles Mentoring, einen maßgeschneiderten Lehrplan, Zugang zu relevanten Netzwerken und AWS-Förderungen. Die Ziele des Programms sind ehrgeizig: Zum einen soll es nachhaltigere Innovationen fördern; zum anderen werden die jungen Unternehmer auf eine potenzielle Zusammenarbeit mit Amazon vorbereitet. 

Amazon Sustainability Accelerator: Von Fast Fashion bis zu KI

Bei dem Amazon Sustainability Accelerator werden drei Start-ups für einen Pilot ausgewählt. In einer weiteren Vorbereitungsphase haben diese Unternehmen rund acht bis zehn Wochen Zeit, ihre Projekte weiterzuentwickeln, um sie letztlich mit Amazon zu testen: „Durch die große Bandbreite der beteiligten Unternehmen können wir noch mehr Unternehmer dabei unterstützen, ihr Potenzial auszuschöpfen. Ganz zu schweigen von der einmaligen Möglichkeit, ihre Technologie direkt in Sparten unseres Amazon-Konzerns zu testen“, erläutert Watts.

Die Start-ups sind weit über Europa verstreut und ihre Innovationen umfassen eine Reihe von Ideen für nachhaltigere Lösungen. Angefangen bei Fast Fashion, über wiederverwendbare Verpackungen bis hin zu nachhaltiger Energie und KI-Lösungen. Die jungen Unternehmen konzentrieren sich innerhalb dreier Kategorien darauf, ihre Ideen zu skalieren: Kreislaufwirtschaft, Gebäudeenergie und Verpackung.

Alles eine Frage der Batterie

Amazon Sustainability Accelerator
Michael Baumann und Stephan Rohr sind Gründer von Twaice.
(Bild: Twaice)

Unter den Start-ups befinden sich auch zwei Unternehmen mit Sitz in Deutschland, die am diesjährigen Amazon Sustainability Accelerator teilnehmen dürfen. Dabei dreht sich alles um Batterien und die Verlängerung ihrer Lebenszeit. Das erst heißt Twaice, dessen Geschichte an der Technischen Universität in München begann. Die beiden Gründer Michael Baumann und Stephan Rohr forschten zur Lebensdauer und Sicherheit von Lithium-Ionen-Batterien. Baumann und Rohr entwickelten daraus eine Software zur Diagnose des Batteriezustands. Ihr Ziel: Die Analyse von Batterien durch Künstliche Intelligenz und tiefem Batterieverständnis. 

„Batterien sind komplexe elektrochemische Systeme und damit sowohl Wegbereiter als auch Achillesferse einer emissionsfreien Zukunft. Unsere Software unterstützt dabei, Batterien effizienter, sicherer und nachhaltiger zu betreiben“, sagt Rohr. 2018 legten sie los: Sie gründeten Twaice und blicken bereits auf einen erfolgreichen Unternehmensweg zurück. Heute beschäftigt das Unternehmen ein Team von über 140 Mitarbeitern an drei Standorten, die global Kunden der Energiespeicherbranche und Elektromobilität betreuen.

Wiederverwendung von Einweg-Batterien

Amazon Sustainability Accelerator
Antoine Welter und Dr. Xavier Kohll sind Gründer von Circu Li-Ion
(Bild: Circu Li-Ion)

Batterien sind auch das Stichwort für Antoine Welter und Dr. Xavier Kohll. Sie sind die Gründer von Circu Li-Ion, einem Unternehmen mit Standorten in Deutschland und Luxemburg, das 2021 gegründet wurde. Ihre Idee: Die Wiederverwendung von Einweg-Batterien. Dafür hat Circu Li-Ion automatisierte Prozesse entwickelt, die einen sauberen und effizienten Recycling-Ablauf ermöglichen. Anwendung findet die Idee insbesondere im Markt für Elektroautos, wo die Nachfrage nach nachhaltigeren Batterielösungen besonders hoch ist. Die Recyclingkette erstreckt sich dabei quer über Europa. 

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit und Partnerschaft mit Amazon im Rahmen des Amazon Sustainability Accelerator. Unser Ziel ist es, Betriebsabläufe von Unternehmen und insbesondere die Nutzung von Batterien wirklich zirkulär zu gestalten. Amazons Ziel der Elektrifizierung und Abfallvermeidung hat eine erhebliche Bedeutung für seinen Fortschritt in Richtung CO2-Neutralität – ein Weg, den wir unterstützen und mitgestalten wollen“, berichtet Rebecca Zhu, Growth Manager bei Circu Li-ion.

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Amazon Sustainability Accelerator mit bisher über 25 Start-ups

 Der Amazon Sustainability Accelerator startete im Jahr 2022. Seitdem blickt das Programm auf eine Reihe an Erfolgen zurück. Mehr als 25 Start-ups wurden im Rahmen des Accelerators europaweit unterstützt. Durch die Förderungen und Hilfestellungen konnten sich ihre Umsätze um durchschnittlich 700 Prozent steigern. Zudem konnten die Start-ups mehr als 18,7 Millionen Euro Finanzierungskapital einsammeln. Von den 25 Firmen kamen bislang zwölf aus Deutschland. Eine beeindruckende Quote, die für den Innovationsgeist deutscher Start-ups spricht. 

In diesem Jahr kooperiert das Programm erneut mit EIT Climate-KIC, Europas führender Agentur für Klimainnovationen, und der Innovationsstrategieberatung Founders Intelligence, die zu Accenture gehört. Zak Watts ist überzeugt: „Unsere Mission ist es, den Amazon Sustainability Accelerator zum weltweit besten Programm seiner Art für Unternehmen zu machen, die nachhaltige Innovationen entwickeln und skalieren möchten.“