Unter analoger Barrierefreiheit können sich die meisten Menschen etwas vorstellen – Rampen etwa. Damit beispielsweise Rollstuhlfahrer Türschwellen leichter überwinden können. Was aber bedeutet eigentlich digitale Barrierefreiheit?
(Quelle: Markus Mainka/shutterstock)
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Rollstuhl. und steigen an einer vertrauten Haltestelle aus. Ja, da gib es zwar eine Treppe, aber normalerweise auch einen Aufzug. Sollte also kein Problem sein. Der Aufzug ist aber schon seit längerem außer Betrieb. Eine Situation, die ständig vorkommt. Wie kommen Sie nun die Treppe hinunter? Spüren Sie das Unbehagen, das in Ihnen aufsteigt?
Dieses Beispiel lässt sich genauso gut in die digitale Welt übertragen. Auch dort benötigen viele Menschen einen barrierefreien Zugang – auch zu Websites.
Blick in die analoge Welt
Wer Barrierefreiheit im digitalen Bereich verstehen will, sollte am besten einen Blick auf die analoge Welt werfen. Dort wird Barrierefreiheit meistens so definiert: Wenn jeder Mensch Zugang zu allen Lebensbereichen und Aktivitäten hat, gelten diese als barrierefrei. Diese Definition für Barrierefreiheit gilt für Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen.
Barrierefreiheit in der analogen Welt bedeutet also nichts anderes, als dass es keine Hindernisse und Zugangsbeschränkungen gibt, die Menschen behindern könnten. Im digitalen Raum ist das nicht anders: Ziel ist hier, jedem Informationen und Dienstleistungen im Internet zu ermöglichen.
Digitale Barrierefreiheit – nur für Menschen mit Behinderung?
In der Regel wird digitale Barrierefreiheit meistens im Zusammenhang mit Menschen mit Beeinträchtigungen verwendet. Doch gerade in Bezug auf das Internet gilt es, grenzenloses Surfen weiterzudenken. Fakt ist, Anwendungen aus dem Internet sollen keine Hürden aufweisen, die die Nutzung einschränken könnten. Und zwar für alle Nutzer – mit und ohne Behinderung. Gerade für Menschen mit Einschränkungen, aber auch für alle anderen, bringt das Internet viele Vorteile mit sich. Angebote sind ortsunabhängig überall und zu jeder Zeit verfügbar. Weite Wege fürs Einkaufen müssen nicht mehr zurückgelegt werden. Wer online bestellt, bekommt die Ware vor die Haustür geliefert.
Die Corona-Krise der vergangenen Monate hat sehr deutlich gemacht, was es bedeutet, wenn die eigene Mobilität eingeschränkt ist. Die Nachfrage nach Shopping-Angeboten stieg sprunghaft an, wie eine Studie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) belegt. Interessanter Nebeneffekt: Gerade die Zielgruppe der Silver Surfer entdeckte Online-Shopping, wie eine Umfrage von Payment-Anbieter Klarna belegt. Gerade deutsche Senioren zeigen sich von Shoppen im Web begeistert.
(Bild: Eye-Able)
Digitale Barrierefreiheit für alle
Es geht also grundsätzlich darum, das Web so zu gestalten, dass es für möglichst viele Nutzer zugänglich ist. Das lässt die Schlussfolgerung zu: Je barrierefreier das Internet ist, desto mehr Menschen können auch davon profitieren. Gerade für Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen anbieten, ist dieser Aspekt besonders interessant. Durch digitale Barrierfreiheit lassen sich auch neue Zielgruppen ansprechen.
Es kann sich durchaus lohnen, Webangebote so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung gerecht werden. Auch wenn das anfangs vielleicht schwierig erscheint und Kompromisse in der Gestaltung von Websites erfordert.
Verschiedene Wege für mehr Barrierefreiheit
Eine Möglichkeit einen barrierefreien Zugang für eine große Personengruppe zu ermöglichen, ist Assistenzsoftware einzubinden. Mit ihr lässt sich beispielsweise der Kontrast einer Website individuell regeln. Daneben können Standards für Barrierefreiheit wie die WCAG oder BITV eingehalten werden, um den technischen Aufbau der Website möglichst barrierearm zu gestalten.
(Bild: Eye-Able)
Während es also in der analogen Welt darum geht, jedem Menschen die gleiche Teilnahme an der Gesellschaft zu garantieren geht es bei der digitalen Barrierefreiheit um das Ziel des gleichen Zugangs zu Informationen für Jeden. Hierbei steht die Eingeschränkte Person nicht zwingend im Vordergrund, es geht um einen Zugang für jeden, mit oder ohne Behinderung.
Digitale Barrierefreiheit umsetzen: Was sind die Vorteile für den E-Commerce?
Erreichen Sie mehr Kunden
Wenn Sie Ihre Website barrierefrei gestalten, erreichen Sie eine breitere Zielgruppe und damit auch mehr potenzielle Kunden. Barrierefreie Websites sind in einer Gesellschaft, die in rasantem Tempo immer vielfältiger und auch immer älter wird, ein wichtiger Faktor, um nachhaltig erfolgreich zu kommunizieren.
Machen Sie Ihre Kunden zufriedener
Die Usability ist ein zentrales Element für den Erfolg Ihrer Website. Barrierefreiheit geht immer mit einer besseren Usability der Seite einher. Denn eine gute Lesbarkeit und Bedienbarkeit macht Ihre Inhalte zugänglicher für alle und die Nutzer Ihres Web-Angebots zufriedener.
Stand: 16.12.2025
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Werden Sie zum Vorbild
Mit Ihrem barrierefreien Online-Auftritt zeigen Sie, dass sich soziale Verantwortung und Wirtschaftlichkeit nicht widersprechen. Tragen Sie zu digitaler Teilhabe bei und erreichen Sie mit Ihren Inhalten Menschen mit und ohne Behinderung!
(Bild: Eye-Able)
Eine Möglichkeit Barrierefreiheit umzusetzen ist die Einbindung von Assistenzsoftware wie beispielsweise Eye-Able. Für die Integration muss der Händler die Website nicht verändern und somit ist kein Relaunch notwendig. Hierdurch wird es jedem Nutzer der Website unabhängig vom Endgerät ermöglicht verschiedene Barrierefreiheits-Funktionen zu aktivieren. Ein Beispiel ist die Einstellung des Kontrasts wie auf der Abbildung dargestellt.